Glacier Trail


Publiziert von Mo6451 , 20. August 2021 um 10:37.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:19 August 2021
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 360 m
Abstieg: 1148 m
Strecke:9,8 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Basel » Bern » Visp » Saas Fee » Felskinn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mattmark » Saas Fee » Visp » Bern » Basel
Kartennummer:map.wanderland.ch

Nach fünf Jahren mal wieder auf dem Glacier Trail (https://www.hikr.org/tour/post113019.html) von Felskinn zum Mattmark-Stausee. Erschreckend, was ich zu sehen bekam. Vor fünf Jahren war es einen Monat später und die Gletscher waren noch eingeschneit. Gestern gab es keinen Schnee mehr und die Reste waren faul. Die Gletscher sahen aus, als hätte man graue Rostschutzfarbe drüber gekippt, garniert mit Eisgriesel. Einfach nur traurig.

Ausgangspunkt der Tour war die Station Felskinn, das neue Restaurant ist fertig und viele saßen da, die Bergwelt zu betrachten. Der Übergang vom Schutt in den faulen Schnee war unproblematisch. Bis hinauf zum Egginer Joch konnte man den wenigen Blankeisstellen gut ausweichen. Schon hier gab es genügend Wasser.

Vom Egginer Joch geht es erst einmal steil runter zur Schwemmebene (auf dem ehemals direkten Weg polterten auch heute die Steine). In einem großen Bogen umgeht man den Chessjen Gletscher, nur auf dem letzten Stück kommt man mit dem Eis in Kontakt. Wieder in felsigem Gelände auch hier ein großer Bogen bis auf einen kurzen Grat, der dann direkt zur Britanniahütte führt. Alles komplett schneefrei.

Der Abstieg von der Britanniahütte zum Hohlaubgletscher ist nach wie vor steil. Allerdings dauert es jetzt länger bis der Gletscher erreicht wird, neue Markierungen weisen den Weg durch Steine und Schutt.

Der Gletscher lässt sich recht schnell überqueren, auch hier das Gleiche, kein Schnee nur brüchiges Eis und viel Wasser auf einer Eisdecke. Am Ausstieg gibt es eine tiefe Randspalte, aber auch gute Möglichkeiten mit einem Schritt wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen.

Anhand der glattpolierten Felsen lässt sich auch hier der Rückgang des Gletschers erkennen. Auf diesem Stück lässt sich gut gehen, dann müssen die großen Felsklötze aufwärts überwunden werden. Auch hier leiten neue Markierungen nach oben. Nicht alle Brocken, die man betritt, liegen auch fest, es wackelt manchmal ganz schön.

Oben angekommen geht es erst einmal ein längeres Stück über den Grat, bis der Abstieg auf den Allalingletscher beginnt. Das Gelände wird etwas freundlicher, die Felsbrocken nicht mehr ganz so groß.

Der Übergang auf den Allalingletscher ist problemlos. Bei der Überquerung gibt es so viel Wasser, wie ich es noch nicht gesehen habe. Breite Ströme die ohne Berührung nicht übersprungen werden können.

Der Abstieg vom Gletscher ist problemlos, er geht nahtlos in grobe Geröll über. Anfangs markieren noch Stangen den Weg, denn unter den Steinen ist Eis erkennbar. Erst weiter oben zum Schwarzbergkopf setzen die blauen Markierungen ein.

Den Gipfel erreicht man über einen steilen Pfad, oben wird es etwas flacher, Zeit, die wunderbare Aussicht zu genießen. Jetzt fehlt nur noch er Abstieg zum Mattmarkstausee. Der gestaltet sich in einigen Teilen etwas anspruchsvoll, steil im oberen Teil, viele Steine und hier und da eine Felsstufe. Der Abstieg wird mit 1,5 Stunden angegeben.

Erst ab der Schwarzbergalp wird es besser, ein breiter Schotterweg, der in einem großen Bogen zum Mattmarkstausee führt. Hat man den Tunnel erreicht, ist es nicht mehr weit bis zur Bushaltestelle.

Tour solo

PS: die von mir benötigte Zeit ist sicher nicht maßgebend. Am Felskinn wird die Zeit mit 4:15 h angegeben, aber mit 70 ist man nicht mehr so schnell und flexibel.

Tourengänger: Mo6451


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