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Bisch Dü dr Henrik uss Basel?


Published by Henrik , 4 June 2019, 19h55.

Region: World » Switzerland » Tessin » Bellinzonese
Date of the hike:25 May 2019
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-TI 
Time: 1:45
Route:Ambri Sotto via Piottino-Schlucht nach Faido Alptransit
Access to start point:ÖV
Access to end point:ÖV
Accommodation:Hotel des Alps in Airolo für unter 60 Franken inkl. Zmorge!
Maps:Es Gespräch in Airolo

 
... in reichlicher Zeit erreichte mich nachfolgend dargestellt diese Einladung, die ich verkürzt zur Ansicht bringe:



Cari donatori ed amici, liebe Donatoren und Freunde der Pro Media Leventina

Nel supplemento vi invieremo il programma definitivo della cerimonia di inaugurazione a conclusione dei lavori di ripristino. In der Beilage schicken wir Ihnen das definitive Programm der Eröffnungsfeierlichkeiten zum Abschluss der Renovierungsarbeiten in der Piottinoschlucht.

Cordiali saluti, mit freundlichen Grüssen

Il comitato, der Vorstand der Pro Media Leventina




Im Anhang das Programm, das auch diesem Memo beigefügt ist. Wie komme ich dazu? Im April 2018 sind Claudia und ich die Strada Bassa gewandert, in vier Etappen, nicht in voller Länge, aus Gründen meiner Kondition, aber, wie sich auch herausstellte, weil einzelne Passagen nicht begehbar waren bzw. wir nicht im Bannkreis der Autobahn unterwegs sein wollten. Die Strada bassa ist kontextuell betrachtet, die „Bibeli“-Ausgabe der drei Varianten: Bassa, Alta und Sentiero dei monti! Letztere verläuft   an dieser Perlenkette entlang: Ritomsee - Passo Forca - Lurengo - Predelp - Capanna Prodör - Molare - Sobrio. Die Bassa endet in Biasca. Bei unserem Versuch letztes Jahr lag zu Beginn ab Airolo so viel Schnee, dass erst an der Talstation der Ritombahn begonnen werden konnte. Die Gola Piottino war gesperrt infolge Renovationsarbeiten des Weges und der Verbauung und schliesslich von Faido nach Lavorgo ist es eine triste Sache neben dem Zaun der Autobahn sich aufzuhalten. Bei den Defanti’s in Lavorgo kann man dann die Seele vielerlei Genüssen hingeben. Absolut empfehlenswert, das kommt ja in meinen Schilderungen immer wieder zum Zug.
 
... der frühe Beginn der Veranstaltung vom anstehenden Sonntag bei der Gola Piottino führte zum Entschluss, nach Jahren wieder mal auswärts zu nächtigen. Geplant war ein verlängertes WE, es blieb beim Samstag/Sonntag. In der Leventina lässt es sich bezahlbar übernachten, Bingo: das Hotel-des-Alpes in Airolo – hinreichend der Gemeinde auf hikr.  bekannt durch meine Schwarztee-Stopps über Mittag bzw. die Montags-12-Franken-Pizzas. Schliesslich spielte auch noch das Wetter mit, der Gotthard als Wetterscheide: in Göschenen spielte noch der Nebel auf der Klaviatur, und in Airolo verzog er sich zunehmend.
 
... Schwarztee-Zwischenstopp, nein, diesmal rang ich dem Service lediglich ein Glas Wasser ab, das ich bezahlte... das geht wahrscheinlich auch nur, weil man mich doch auch schon kennt (...)! Da ich schon in Erstfeld Mittag gehalten hatte, war nichts Weiteres zu stillen. Ich legte dem Service noch nahe, dass ich gegen 19 Uhr plus gedenke ins Hotel zu kommen. Um 14.52 „hob“ der Bus ab, mit einigen Fahrgästen, man darf ruhig auch schreiben, eigentlich eine Leer-Fahrt.
 
 
 
... ich möchte den Weg durch die Gola Piottino (Foto von mir auf wandersite) noch vor Eröffnung am Sonntag begehen – deshalb verlängere ich die Partie vor und nach der Schlucht um ein paar Sohlenlängen.
 
... in Ambrio-Piotta Sotto verliess ich den Bus Linie 191 und vertraute mich der Wegführung nach Rodi. Meine Ausflüge haben ja das Prädikat „unspektakulär“ und bieten genügend Stoff zum Narrativen. Die Wege sind weder „kampfessteil“ noch braucht es Handläufe. Hingegen kann ich auch überrascht werden: so sehe ich im Wald einige Meter von mir entfernt ein Mufflon liegen, kurze Zeit später einen Hirsch und noch etwas später eine Wildsau, alle drei laufen nicht weg, was irritiert und andererseits ist die Pelzpracht unüblich glänzend und nicht naturorientiert. Die Lösung erfolgt am Ende dieser Wegstrecke: es sind Zielobjekte für Bogenschützen. Ha!
 
... im Flurbereich Tre Cappelle gelange ich zum  Weg entlang der Bahn bis nach Rodi, grob umschrieben. Der Weg scheint „aufbereitet“ geworden zu sein, das Gras wirkt gestutzt. Das Rauschen der Autobahn auf dem gegenüberliegenden Ufer entlang des Ticino ist unüberhörbar störend. Kein Genuss.  So trample ich durch den Klee hinauf zu den beiden roten Holzbänken, die im Kreisrund oberhalb der Kantonsstrasse immer wieder Ziel meiner Spaziergänge sind.
 
... kurz innegehalten und dann weiter nach Rodi. Im Hotel Baldi lege ich einen Toilettenstopp ein und erkundige mich nach dem Koch der Lokalität. Mit ihm habe eine gute Bande. Mittagessen im Baldi ist gelegentlich wieder mal vorgesehen. Entlang der Trasse durch den vom Flugrost eingedeckten Bahnhof Rodi-Fiesso verläuft ein Parallel-Weg zum WW, der auf der Kantonsstrasse verbleibt.   
 
... morgen Sonntag wird die Dazio Grande Schauplatz der Eröffnungsfeier sein, die mit Prominenz aus der Leventina angekündigt worden ist. Ich bin bis hieher niemanden begegnet, und das bleibt so bis zur Bushaltestelle Polmengo – Alptransit.
 
... ein leichte mulmiges Gefühl überfällt mich, als ich die Gola betrete und die Steilwände links von mir in Augenschein nehme... ja nicht „Abergläubisches“ zulassen..., wie bitte?
 
... beim einstigen Abraumbereich gelangt man an die Kantonsstrasse und hätte dort auch schon einen Buszustieg (Osco/Piottino), ich verbleibe am Strassenrand, da zurzeit der Weg via Mairengo/Faido wegen Holzschlag nicht zu begehen ist. Über ein Jahr sind die dort am Schlagen und Ausfliegen. Der Hartbelag ist auch im Spaziermodus kein Vergnügen. Beruhigend ist lediglich, dass sich der Verkehr sehr in Grenzen hält. Ab Alptransit lasse ich mich nach Biasca bringen – nach 25 Minuten Wartezeit. Und setze mich dort ins Lucomagno, wie in Airolo, die Schwarztee-Pause mit Blick auf das immerwährende Corso der Beaus, die mit schnittigen Fahrzeugen auf der Via Bellinzona auf und runter fahren. Mit dem RE zurück nach Airolo, wo ich kurz vor sieben Uhr eintreffe.
 
... ein Mitreisender im selben RE richtet sich an mich in Airolo: Bisch Du dr Henrik uss Basel? Wer das war: mong! Ein mini-hikr.-Treffen...

mong Pro hat gesagt:
Gesendet am 2. Juni 2019 um 04:50
...anlässlich der Wiedereröffnung des Schlucht-Weges in der Gola Piottino

An diesem Tag war ich in Airolo
und habe per Zufall einen Mann
namens Henrik getroffen.
Bisch das dü gsi?

Hike partners: Henrik


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Comments (3)


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mong says:
Sent 4 June 2019, 21h25
Hey Henrik
Wahrscheinlich habe ich aber nicht gesagt: "Bisch Du dr Henrik uss Basel?",
sondern: "Bisch Dü dr Henrik uss Basel?"

Ich bin dann noch ein bisschen länger im Des Alpes geblieben.
Der Merlot war nämlich super.

Gruss, Jerry

mong says: RE:
Sent 4 June 2019, 22h21
Danke für die spontane Korrektur ;-)))

Menek says:
Sent 5 June 2019, 10h44
Sei lanciatissimo, Henrik...


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