Nicht Wolle, aber dieses süssliche EdT von nebenan... am Mittagstisch...irritierte...


Published by Henrik , 19 May 2019, 19h41.

Region: World » Switzerland » Jura
Date of the hike: 1 May 2019
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-JU 
Time: 3:00
Height gain: 90 m 295 ft.
Height loss: 220 m 722 ft.
Route:Ein Verbotsschild... für die Welt
Access to start point:ÖV
Access to end point:ÖV
Maps:Gourmessa mit Claudia

... der angeblich einzigste Voll-Sonnentag dieser Woche mit dem 1. Mai, so mitten in der Woche auch ideal für Brückenbauer und Stau-Vollbringer. Klar, waren die Futtertröge gut belegt, Reservation sinnvoll und bis die Begleichung der Rechnung erfolgte, längeres Sitzenbleiben wahrscheinlich die Regel und die Ungeduld dieser Zeitverlängerung natürlich auch! Geplant hatte ich gegen Osten hin, gefahren sind wir halb nach Westen und Stau ergab sich bereits in Basel an Gleis 16/17 – die S 3 in einer Einer-Einheit nahm alle auf, so standen doch Dutzende bis Laufen, wo jeweilen am 1. Mai Markttreiben als Tradition gefeiert wird. Darauf geht die SBB nicht ein. Ich bat Claudia etwas eher in die Schalterhalle, damit sie sich noch im Bookstore auf der Passarelle umsehen konnte, dann um fünf vor halb bat ich innig darum, die Bücher sausen zu lassen, damit wir noch zum Sitzen kommen konnten. Das braucht übrigens keinen speziellen Riecher. Allerorten wird es m. E. enger als noch, aber Hallo, ich bitte dich... „wie in alten Zeiten, früher war es besser!“.
 
... nach Laufen wurde geräuschvoll geräuspert (nicht sperbern lieber Seeger), fürs Rutschen auf den Sitzen war wieder Platz vorhanden und dann wurde bereits genascht und getrunken, telefonieren war auch wieder möglich, man konnte die Arme schwenken und das „Volume“ wieder etwas höher, lauter stellen. Draussen die Birs im Halb-Korsett, zwischen Liesberg und Soyhieres darf sie etwas wilder fliessen.
 
... nachdem das Laufental noch im Nebel den Morgen vor sich hatte, glitzerte in Delsberg die Sonne und das blaue Dach schien unbegrenzt. Wärme schlich herein. Die CJ in ihrer Kleinheit schien vorbereitet auf die Massen aus der NW-CH. Mit einem Triebwagen und zwei renovierten Waggons, Platz Kind und Kegel und Wau-Wau.
 
... die Schienen-Passage, kurz vor Le Bollemont wird endlich nach über 10 Jahren revidiert. Mir ist es jedenfalls jahrelang aufgefallen, dass dort im Schritttempo gefahren wurde: jetzt wird der Hang gesichert. La Combe: dort liegt tonnenweise Schotter in Gleisnähe, das verrät eine weitere Erneuerung, um welchen Abschnitt es da geht, ist mir nicht bekannt.
 
... Pré-Petitjean: da entsteht ein ganz grosser Bahnhof – wofür ist mir nicht klar, vielleicht hängt das mit der Dampf-Nostalgie zusammen, die Remise befindet sich ja nur wenige Schienenlängen entfernt. Le Bémont: da ist mir der Ochsner (System) aufgefallen, fest montiert und gekettet, wie in La Combe und andernorts bei der CJ.
 
.. vor uns die Weite der Franches-Montagnes. Die hellen Mergelwege im Kontrast. Im sich auflösenden Nebel gegen Osten der Mont-Soleil mit seinem Windpark und der Chasseral mit seinem Sendeturm. Noch liegt von hier sichtbar das Delsberger-Becken im Dunst, das von der La Sorne entwässert wird. Wir sind nicht aufmerksam genug... und „finden“ nicht sofort den Einstieg... das kommt, wenn zwei unterschiedlicher Meinung sind. Hahaha!
 
... und ich bin nicht ganz bei Sache... da steht doch etwas Weisses am gegenüberliegenden Hang, auch hahaha.
 
... die Weite wird kaum begrenzt. Der Wind auch nicht. Claudia mummelt sich ein, das Stirnband wird hervorgeklaubt, ich ziehe den Kragen hoch. Im stark gelockerten Fichten- und Tannenwald, der Weg führt durch etwas Unterholz, ist das alles doch zu warm. Tiefe Traktorspuren randvoll mit Wasser gefüllt, veranlassen uns Umwege vorzunehmen. Stacheldraht auch, und geladene Zäune ebenfalls. Spinnweben streifen wir uns aus dem Gesicht und ein paar Schweisstropfen ebenso. Man würde in dieser lieben Umgebung auf solche Inhalte/Wendungen gar nicht kommen. Mein Kartenausdruck versus MapOut bei Claudia auf dem Smartphone im Wettstreit. Etwas Konkurrenz, ich gestehe, es ist schon etwas verlockend, einfach das Gerät in den Wind zu halten, und sich danach richten. Ich bleibe beim Papier und habe ja noch das Tab. im Rucksack aufrecht stehen (ohne MapOut) ... hahaha.
 
... kurz vor Pré-Petitjean ein Verbotschild, kein Durchgang für Fussgänger: das würde ich gerne vielerorts nur zu gerne anbringen. Das könnte wie die Kreditkarte Polemik auslösen, ich hätte aber wohl auch etliche Zustimmungen.
 
... auf der Terrasse hat es Platz, wir verlegen den Innentisch nach draussen, unter die noch blattlosen Platanen. Hier ist der Frühling noch ziemlich weit weg, nicht so die Sonne, die auf die Häupter strahlt, wahrscheinlich bei mir zum abendlichen Sonnenstich führt und mit der Konsequenz, das ab kommender Wanderung eine Schild-mütze im Rucksack mitgeführt wird. Wir entscheiden uns für das Pferd und die beigefügten Allumettes. Am Nebentisch, zwei Armlängen von uns entfernt, macht eine Wolke EdT sich auf, uns zu vergrämen. Viel Fantasie braucht es wohl nicht, sich unsere Gesichter vorzustellen... nein, aber Hallo... – was am Morgen im Zug/Tram stören kann, irritiert auch jetzt... schweisseln wir oder muss der Mann am Tisch dieser Dame betört werden?
 
... der volle Laden lässt die Begleichung auf sich warten, das kann zu Ungeduld führen. „Hast du die Abfahrtszeiten im Kopf?“. Und wenn nicht, zücken wir das Smartphone, gell. Noch sind wir auf dem zweiten Teil unterwegs. Ein Land- und Waldbesitzer lässt einen Stapel Holz in Feuer aufgehen, es riecht nach Tanne und Harz. Mit dem Ende des Wald- und Wiesenweges einen Kilometer vor La Combe fragt Claudia, warum wir schliesslich zum Ende noch auf Asphalt gehen müssen – das frage ich mich auch schon seit Jahrzehnten? In La Combe ist die Beiz mittwochs geschlossen, auch am 1. Mai!
 
... in Delsberg wird die S 3 um eine Komposition erweitert... und in Laufen wird der Shuttle regelrecht überfallen, der Markt scheint beendet. Erfüllt das einen mit Juchzen und hellster Freude? Die erste Klasse ist übrigens in solchen Zeiten nicht unbedingt die Lösung – die Lösung ist Massentagen auszuweichen, und das regle ich m. E. zwischenzeitlich nach Ende der Erwerbtätigkeit ganz gut. In einem andern Tempo!

Hike partners: Henrik


Gallery


Slideshow Open in a new window · Open in this window


Post a comment»