Geplant war der Raimeux, wir tafelten in Pré-Petitjean


Publiziert von Henrik , 20. September 2009 um 20:06. Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Jura
Tour Datum:17 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-JU 
Zeitbedarf: 3:30
Abstieg: 100 m
Strecke:Saignelégier - Bollement
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV
Unterkunftmöglichkeiten:Zuhause
Kartennummer:Bahnhofplatz Saignelégier

Dazu findet sich einiges Erhellendes, das hier eingangs angemerkt werden soll: Der Raimeux ist der höchstgelegene Punkt des Kantons  Jura. Dans le Jura, ce mot désigne un abattis de forêt, et par suite un défrichement. Ancien français raim, ramier, « terre inculte et pleine de broussailles, bois, forêt », latin ramus, « branche, rameau ». http://fschuppisser.ch/exewiki/index.php?title=Raimeux. Anstiegswege gibt es verschiedene – auch für Seilschaften interessant! Auf dem Gipfelplateau kann vorzüglich gegessen werden [Restaurant du Signal], das war das eigentliche Ziel unserer Unternehmung, die Omega3 und ich angehen wollten. Es regnete durchdringend, der Nebel hing in Moutier bis hinunter auf  die Geleise – somit entschieden wir uns für eine Wanderung im eher flachen Gelände mit Mittagessen. Mit der Bahn weiter nach Tavannes, danach mit der CJ nach Le Noirmont. Auf halber Strecke eine Haltestelle mit dem sinnigen Namen: Le Pied-d'Or. Dagegen war mein Händchen heute nicht so goldig! Ich vergaß (...) das Jurablatt Nummer 3 mitzunehmen. Peinlich! In Saignelégier glaubten wir noch an die Sonne, Omega3 fotografierte den Wanderplan am Bahnhofsplatz, danach begaben wir uns in die neblige Pampa. Am Ortsrand eine weitläufgie Sportanlage mit Hotel, eher ungewöhnlich. Nun ist Saignelégier ein Veranstaltungszentrum mit Grossanlässen und eher weit vom Schuss – so meine Interpretation. Die Kennzeichnung auf unsere Kurzwanderung war vorzüglich, außer ganz am Anfang wo wir whs. auch aufgrund des Nebels plötzlich im Dickicht landeten. Wir querten verschiedene Strassen, marschierten zwischendurch auf längeren Abschnitten Teerbelag und der Nebelregen zwang letztlich doch die mitgeführten Regenschirme aufzuspannen. Die Kuh- und Pferdeherden, die wir passierten – der Weg führte oft mitten hindurch – verhielten sich ruhig, keine Angriffe! Hunde waren heute KEIN Thema. Anstiege gab es keine, lediglich fein abgestimmtes Gefälle. Die zwei Stunden Spaziergang von Saignelégier bis Pré-Petitjean (Haltestelle auf Verlangen auf der Linie Glovelier – La-Chaux-de-Fonds) stimmten mit unsere Geschwindigkeit überein. Um kurz vor zwölf erreichten wir die „Auberge de la Gare“ in 2875 Montfaucon - http://www.aubergedelagare.ch. Hier speiste unlängst AlpinRise und seine Begleiterin, ich am vergangenen Samstag und jetzt wollten wir es nochmals wissen: Martin entschied sich für Rösti und heißen Schinken, ich fürs "menu du jour" (Polenta, Rindsbraten und Gemüse), dazu liessen wir uns einen Beaujolais Village servieren.

Pré-Petitjean liegt eher „off-the-place“ und doch sassen hier Handwerker, Tagestouristen, Businesswomen zu Tisch. Die Ambiance ist holzig-einladend, und für mich wesentlich nicht überstylt! Die Auberge ist für Reiter ideal ausgestattet: es stehen Weide- und Koppelanlagen zur Verfügung, inklusive Übernachtung.

 

Gegen 14 Uhr treten wir wieder vors Haus, schlendern am Bahnhöfli entlang, als uns eine Schulklasse auf Miet-Trottinets http://www.les-cj.ch/CMS/default.asp?ID=202 ziemlich lautstark überholt. Man kommt an den Reparaturwerkstätten der CJ vorbei, wo die Oldtimer der Linie wie Lokomotiven und Dining-Cars restauriert werden. Im parkähnlicher Umgebung führt der Weg an kleinen Tümpeln vorbei (Etangs), die unter Naturschutz stehen und die meist auch mit einer Feuerstelle ausgestattet sind. Zwischen La Combe und Bollement geraten wir fast unter galoppierende Pferdehufe – es findet eine wilde Jagd statt: wir werden Zeugen eines bezahlten Überfalls auf den alten Tramwagen der CJ: http://www.les-cj.ch/CMS/default.asp?ID=211. In Bollement wird ausser des Mini-Bahnhofs z. Z. alles erneuert: Geleise, Signale, Strommasten. Fast verpassen wir den Anschluss! Und die Sonne hatte keine Chance....


Tourengänger: Henrik , Omega3

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Kommentare (1)


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Pfaelzer hat gesagt: Immer wieder ein Genuss
Gesendet am 20. September 2009 um 20:38
Hallo Henrik,
ich bin noch nicht lange dabei, aber seit über zwei Jahren extensiver Mitleser bei Hikr und deine Berichte sind wirklich ein Genuss zum Lesen.

Gruss,
Wolfgang


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