Monte Fossa delle Felci 962 m - Auf dem Dach der Liparischen Inseln


Published by Ivo66 Pro , 16 June 2018, 19h45.

Region: World » Italy » Sicilia
Date of the hike:16 June 2018
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: I 
Time: 4:00
Height gain: 1020 m 3346 ft.
Height loss: 1020 m 3346 ft.
Route:Santa Marina Salina - Rifugio Monte Fossa - Monte Fossa delle Felci - Monte Rivi - Santa Marina Salina

Salina ist die zweitgrösste der Liparischen Inseln und im Gegensatz zu den Nachbarn zu einem grossen Teil mit endlosen, undurchdringlichen Wäldern bedeckt. Auf ihr thront auch die höchste Erhebung der gesamten Inselgruppe mit einer Höhe von fast 1000 m. ü. M. Daher gehörte sie für uns schon fast zum Pflichtprogramm. Der Monte Fossa del Felci ist auf erstaunlich guten Bergwegen über verschiedene Routen einfach zu erreichen. Die gut unterhaltenen Pfade wurden förmlich aus dem Dschungel herausgehauen; immer wieder ist man auf längeren, tunnelähnlichen Abschnitten unterwegs. 

Auch heute war das Wetter eine Lotterie. Die ganze Nacht hindurch gingen Gewitter über den Inseln und dem sizilianischen Festland nieder. So war auch das Gelände den ganzen Tag über weitgehend feucht; im dichten Dschungel dauert es wohl länger, bis wieder Trockenheit herrscht. Dafür war der Boden griffig und somit sehr angenehm begehbar. Immerhin blieb es tagsüber trocken, obwohl wir auf dem Gipfel in der Ferne Donnergeräusche vernahmen.

Nach gut 20 minütiger Fahrt im Tragflügelboot erreichten wir von Lipari aus mit um die 60 km/h die nördliche Nachbarinsel Salina mit seinem verschlafenen Hauptörtchen Santa Marina.  Immerhin 2500 Menschen leben auf diesem wunderschönen Flecken Erde mitten im hier sehr sauberen Meer.

Nach einigen hundert Metern durch die Gassen des malerischen Orts erreichten wir bald den Einstieg in den steil hinauf zum Kraterrand führenden Pfad. Aufgrund des dichten Gestrüpps ist nur an ganz wenigen Stellen der Blick frei auf das Meer und die benachbarten Inseln.

Leider wurde es nichts mit dem hier normalerweise wohl atemberaubenden Gipfelpanorama. Immer wieder hüllten Nebelschwaden die Berge ein; ganz kurze Momente lang konnte man einen Blick zum zweiten mächtigen Berg der Insel erhaschen. Auf dem Abstieg statteten wir noch dem bescheidenen Monte Rivi einen Besuch ab, der sich aber sehr lohnte, konnten wir doch von dort einen herrlichen Tiefblick auf die Nordküste mit dem Örtchen Malfa werfen, welches dort hoch über den Klippen auf einer Terrasse liegt. 

Bis zur Abfahrt unseres Tragflügelboots nach Lipari hatten wir noch genügend Zeit. Mit viel Mühe fanden wir im mittlerweile scheinbar ganz eingeschlafenen Santa Marina doch noch eine Bar mit Terrasse, wo wir den Nachmittag ausklingen lassen konnten.

Routenbeschreibung:

In Santa Marina geht man links an der gelben Kirche vorbei das Gässchen hoch, um gleich der ersten langen Gasse nach rechts zu folgen. Vor den Fahrschildern "Verbotene Fahrtrichtung" folgt man dem Strässchen in der Falllinie nach oben, bis dieses in eine bedeutendere Strasse mündet, der man nach rechts folgt. Vor einer kleinen Brücke ist die Abzweigung zum Monte Fossa delle Felci (Holztafel) ausgeschildert. 

In der Folge sind die Pfade gut ausgeschildert und aufgrund des dichten Gestrüpps, das in keinem einzigen Bereich das Verlassen des Weges überhaupt ermöglicht, nicht zu verfehlen.

Wir wählten bei einer ausgeschilderten Abzweigung den linken Pfad für den Aufstieg, der ziemlich steil und praktisch ohne jede Aussicht zum Rifugio Monte Fossa hinaufführt. Von der kleinen Steinhütte folgt man dem bewaldeten Kamm und erblickt bald das Gipfelkreuz auf dem höchsten Punkt. 

Für dem Abstieg folgten wir Richtung Monte Rivi - zunächst auf gleichem Weg zurück - und dann wieder auf guten Pfaden mit ein, zwei Abkürzungen. Der Aufstieg zum Monte Rivi ist sehr lohnend aufgrund des Tiefblicks an die Nordküste.

Vom Sattel zwischen Monte Rivi und Monte Fossa ist der Abstieg nach Santa Marina wiederum ausgeschildert und in der Folge im dichten Gestrüpp nicht zu verfehlen. 

Hike partners: Ivo66, Lena


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Comments (2)


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Sent 17 June 2018, 17h05
Wo bleibt da die Sicht auf den Badile ? :-(

Ivo66 Pro says: RE:
Sent 18 June 2018, 18h06
...wir wären ja schon zufrieden, wenigstens einmal einen Nachbarberg zu sehen:-(


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