Grüeziweg bei Kandersteg - auf das Schwarzhore


Publiziert von Frangge Pro , 23. August 2015 um 23:02.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum:22 August 2015
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Kandersteg

Aus einem Wanderwochenende wurde ein Wandertag, sowohl Anfahrt als auch Tour werden also kürzer. Ausgesetzt sollte es auch nicht werden, sehr gerne aber mit alpinem Ambiente. Ich werde mit dem Ziel im Kandertal fündig, es soll auf das Schwarzhore gehen.

Wir nehmen zunächst aber die Bahn zum Öschinensee. An der Bergstation angekommen müssen wir erst ein Stück zum See laufen, dann nördlich an diesem vorbei. Weiter geht es über Unterbärgli und Oberbärgli immer Richtung Blüemlisalphütte. pfaelzers Empfangskommitee, die neugierigen Ziegen bei Unterbergli hatten wir auch. Der Weg ist immer deutlich sichtbar, gut markiert und aber Oberbergli geht es sowieso nur in eine Richtung. Am Hohtürli ist die Abzweigung zum Schwarzhore nicht zu übersehen. Kurz nach der Abzweigung sind ein paar Seile gespannt. Über ein kurzes Stück Grat geht es zum letzten Stück des Aufstiegs, hier hat es noch einmal kurze Stahlketten. Das letzte Stück würde ich mit T3+ bewerten, zum Hohürli geht es sich deutlich einfacher. Nachdem wir zuerst auf dem Westgipfel eine Pause eingelegt hatten, mache ich noch einen Abstecher auf den eigentlichen Gipfel. Von dort geht es den gleichen Weg wieder zurück. Viel mehr gibt es zum Weg an sich nicht zu sagen, immer deutlich und klar den anderen Leuten nach.

Damit komme ich auch zu den persönlicheren Eindrücken von dieser Tour. Wie im Titel angedeutet und schon erwähnt: Es sind hier viele, viele Leute unterwegs gewesen, die meisten auf ihrem Weg zur Blüemlisalphütte. Überholen, überholt werden, ausweichen und von vorne...

Allerdings wird auch schnell verständlich warum, vom Öschinensee bis zum Schwarzhore ist man in einer wunderschönen, teils hochalpinen aber immer schön abwechslungsreichen Umgebung unterwegs. Vom See im Wald entlang über die Alpwiesen auf eine Seitenmoräne hat man Fels und Eis des Doldenhorns und der Blüemlisalp ständig neben sich. Wir selbst hatten dann zuoberst noch ein wenig Schutt unter den Füssen. Ab dem Hohtürli gesellt sich die Aussicht ins Kiental und bis zum Thuner See dazu. Leider ist uns der Blick rüber zur Jungfrau verweigert geblieben, wir waren eher spät dran und die Quellwolken spätsommerlich einigermassen üppig unterwegs. Alles in Allem ein schöner Fleck Berner Oberland, z.B. Fründenhorn (Wir haben Spuren auf dem Gletscher sehen können) oder Fründenschnur könnte ich mir auch als lohnende Ziele für mich vorstellen.

Besonders eindrücklich war es, dem Blüemlisalpgletscher drei Mal bei Abbrechen zuschauen und zuhören zu können. Begleitet von lautem Grollen hat sich jeweils ein grosser Brocken Eis gelöst. Einmal ist der Brocken bläulich schimmernd liegen geblieben, die anderen Male wiederum recht laut den Abbruch unter dem Gletscher hinabgestürzt.

Der Abstieg hat sich etwas gezogen, die damit wenigen Pausen und das zügige Gehen ist mir etwas in die Beine gefahren. Wir sind dann etwa zwanzig Minuten vor der letzten Bahn angekommen und hatten gerade noch genug Zeit, es auf den Zug zu schaffen.

Tourengänger: Frangge


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