Pizol 2844m


Published by Bergmuzz , 18 October 2014, 22h47.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike: 8 September 2012
Hiking grading: T5+ - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-SG 
Time: 5:00
Height gain: 890 m 2919 ft.
Height loss: 890 m 2919 ft.
Route:Pizolhütte - Wildseeluggen - Pt.2767 - Wildsandhorn - Pizol - Wildseeluggen - Pizolhütte 10.9km
Maps:247T Sardona 1:50000 Gelbe Wanderkarte von Swisstopo

Zanaihorn abgebrochen und eine Verletzungen kassiert.

Na das war heute wieder mal eine Tour. Ziel nicht erreicht, Alternative bestiegen, verletzt, trotzdem zufrieden. So in etwa könnte man den heutigen Tag zusammenfassen. Aber nun etwas ausführlicher.
 
Eigentlich wollten wir heute endlich einmal das Zanaihorn besteigen. Aber bei der Schuttkuppe Pt. 2767 haben wir die Aktion dann aus Zeitgründen abgebrochen und sind unverrichteter Dinge umgekehrt. Leider hatten wir am Abend noch einen fixen Termin und deshalb konnten wir keine Verspätung riskieren. Genau das war aber der Fall als wir bei Pt. 2767 ankamen. Wir haben dann noch eine kurze Reko gemacht für das nächste Mal und sind dann wieder zurück und haben die Wildsandköpfe überklettert.

Die Route auf der Südseite der Wildsandköpfe war dann definitiv das anspruchsvollste am heutigen Tag. Auf unserer direktroute unterhalb der Felsen ist das Ganze schon T6- mit einigen ausgesetzten Kletterstellen. Doch im Nachhinein haben wir gesehen, dass man diese auch umgehen könnte und die Schwierigkeit somit ins T5 drücken.

Als alternatives Ziel war dann rasch der Pizol erkoren worden. Leider schon zum zweiten Mal dieses Jahr. Das ist eigentlich nun wirklich nicht mein Still. Aber nun ja was solls. Also weiter ging es vom Pizolsattel auf den Gipfel. Dort eine kurze Pause und noch hinüber zum Nordgipfel und dann zurück und ran an den Abstieg. Röbi machte sich schon mal an den Abstieg. Ich habe noch 30min einen Cache gesucht aber irgendwie nicht gefunden. Mühsam! Nun ja… somit zog auch ich von Dannen und machte mich an den Abstieg. Um die Sache abzukürzen und weil wir zu faul waren für den normalen Weg haben wir uns für den Abstieg über den Pizolgletscher entschieden. Was sich als äusserst blöde Idee heraus stellen sollte.

Röbi war ja bereits voraus abgestiegen. Ich war gerade 15m auf dem Gletscher unterwegs als es mich erwischte und auf den Arsch legte. Dann ging es flott abwärts auf dem schon fast blanken Eis des Gletschers. Zum Bremsen waren leider nur die Bergschuhe und meine Hände da. Kurz vor einem grossen Felsblock kam ich dann zum Glück wieder zum Stehen oder besser gesagt zum Sitzen. Beide Hände waren durch das scharfkantige Eis aufgeschürft und aufgeschnitten. Danach kurz umherschauen ob Jemand dieses Missgeschick gesehen hat. Da dem nicht der Fall war ging es auf und weiter. Dann neue Feststellung: iPhone nicht mehr da... grrrppff... scheisse!! Also zurück zur Abflugstelle und suchen im Schnee. Gott sei Dank kam es dann zum Vorschein. Danach ging es mit blutigen Händen an den 1,5h Abstieg zur Pizolhütte. Bei der Mittelstation habe ich mich dann kurz von einem netten Bahnangestellten zusammenpflastern lassen. Kurz darauf traf ich dann auch wieder auf Röbi. Da stellte sich heraus, dass es auch ihn umgehauen hatte auf dem aperen Gletscher. Aber seine Rutschpartie war etwas kürzer und deshalb nicht ganz so schlimm. Nun ja für ein Bier und Kaffee mit Zwetschegenkuchen hat es dann noch gereicht.

Fazit: Irgendwie war heute nicht unser Tag. Weder konditionell noch gesundheitlich. Aber heute ist nicht aller Tage, wir kommen wieder keine Frage. ;-)

Bergmuzzä Tourenbericht:
http://www.bergmuzzae.ch/wp4/?p=262

Hike partners: Bergmuzz, Robi


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