Von Coglio nach Giumaglio in 9 Stunden


Publiziert von Zaza , 12. September 2008 um 19:18.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum:11 September 2008
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Poncione Piancascia 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 2000 m
Abstieg: 2000 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo coglio
Unterkunftmöglichkeiten:Allenfalls Alpe Spluga.
Kartennummer:1292

Coglio und Giumaglio liegen zu Fuss etwa 10 Minuten voneinander entfernt. So nah, dass die einstige Maggiatal-Bahn nur eine Haltestelle für die beiden Gemeinden hatte. Beide Dörfer haben je ein Tal, mit der Besonderheit, dass diese Seitentäler unten und oben zusammen kommen. So lässt sich eine schöne Rundtour planen, bei der man als besonderen Clou zuoberst zwei schöne Bergseen findet.

Wir sind zunächst dem alten Talweg des Val di Coglio gefolgt. Dazu verlässt man auf etwa 500 m den markierten Pfad nach Spin und folgt, am Schild "Gefährlicher Weg" vorbei, dem interessanten Trassee. Es ist stellenweise recht ausgesetzt und wird offensichtlich nicht mehr oft begangen. Stellenweise machen einem Dornen und umgestürzte Bäume das Leben schwer und an einer kurzen Stelle ist der Weg abgerutscht. Die luftigste Passage ist mit einem Drahtseil gesichert, welches einen soliden Eindruck macht. Sehr eindrücklich sind die tiefen Tacche, künstliche Tritte, die mit dem Meissel in die Platten gesetzt wurden.

Man stösst dann wieder auf den markierten Pfad, der in interessanter Routenführung über Vasasca nach La Valle führt. Von hier konnten wir davon profitieren, dass die Jäger den Pfad nach Cuasca kürzlich gemäht hatten. Bei Cuasca trafen wir zwei Jäger, die gerade schwer beladen den langen Abstieg in Angriff nahmen.

In Cuasca führt auch die Via Alta Vallemaggia durch. Wir sind aber durch etwas mühsames Gelände nach NW gestiegen, um den Grat nahe der Cima di Cuaschia zu erreichen. Von den auf älteren LK eingezeichneten Pfaden ist kaum mehr etwas zu sehen. Von der Cima di Cuaschia stiegen wir in einen Sattel ab. Während Giuseppe Brenna empfiehlt, den nächsten Aufschwung rechts zu umgehen, gingen wir links herum (weniger verbuscht) und kraxelten auf den Pizzo Muretto. Von hier ging es weiter zum Pizzo Albèr, der sogar ein Gipfelbuch aufweist...der letzte Eintrag datierte vom September 2006. Auch ma90in94 war mal hier...gratwandernd zwischen Pizzo Barone und Cardada: Hut ab! 

Der Abstieg führte uns zunächst zum kleinen See im obersten Valle di Giumaglio. Der Himmel wurde zunehmend finster, so dass wir relativ rasch weiter gingen. Der lange Abstieg führt zunächst nach Cortone (das Rifugio gibt es nicht mehr, notfalls findet man in einem Stall Obdach). Hier trifft man auf den guten Weg, der von Alpe Spluga (Hütte) her kommt. Über Valle und Arnau kommt man schliesslich zum endlos langen Treppenweg, der nach Giumaglio hinunter führt.


Tourengänger: Zaza, Aurora

Galerie


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