Hohes Licht (2651 m) und mehr am Heilbronner Weg


Publiziert von ju_wi , 7. August 2008 um 08:34.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:27 Juli 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   D 
Zeitbedarf: 6:45
Aufstieg: 1180 m
Abstieg: 900 m
Strecke:11,4 km
Unterkunftmöglichkeiten:Enzianhütte (privat) Rappenseehütte (AV)
Kartennummer:BayLV Allgäuer Alpen

Das Hohe Licht ist mit 2651 Metern der zweithöchste Gipfel des Allgäus und derhöchste Gipfel des Allgäuer Hauptkammes. Es steht dem Großen Krottenkopf, dem höchsten Allgäuer in der Hornbachkette gerade mal 6 Meter nach. Beide Gipfel liegen übrigens vollständig auf österreichischem Boden. Die Besteigung des Hohen Lichtes ist relativ einfach und erfolgt fast immer vom Einstieg des Heilbronner Wegs, von dem man in 30 Minuten den Gipfel erreicht.

Am zweiten Tag unserer Allgäu-Urlaubswoche - und dem 2. Tag unserer Hüttentour - brechen wir morgens gegen 7:30 Uhr von der Enzianhütte(1780 m) auf. Unser erstes Wegstück zur Rappenseehütte führt schon kurz hinter der Enzianhütte über ein noch hart vereistes Schneefeld, das zwar gute Tritte besitzt, aber zu früher Stunde dennoch rutschig und fast etwas heikel ist. Danach geht es zunächst mäßig steil an den Grashängen entlang und im 2. Teil dan steiler eine Stufe emproarbeitend auf das Plateau des Rappensees.

Auf der Stufe angekommen, sehen wir die große Rappenseehütte(2091 m) , die aufgrund des beliebten Heilbronner Höhenweges sehr häufig besucht wird, direkt vor uns. Wir lassen unser Hüttengepäck schon im Trockenraum der Hütte und brechen mit leichterem Rucksack schnell wieder auf. In schöner Morgennebelstimmung führt uns der Weg vom See 200 Hm bergauf zur Großen Steinscharte (2262 m). Hier beobachten wir länger eine Murmeltierfamilie mit 2 noch sehr kleinen Jungen, die sich zärtlich knuffen. Von der Steinscharte an wird der Weg felsig. Es geht im hügeligen Auf und Ab in ein breites Kar, in dem selbst im Hochsommer noch Schnee liegt. Zwischen Schneefledern hindurch führt der Weg über eine geröllige Rippe zum Felsaufbau, wo sich der Einstieg des Heilbronner Wegs befindet (ca. 2400 m). Hier biegt dann auch gleich der Abstecher Richtung Hohes Licht ab (30 Minuten).

Leider zieht beim Aufstieg Nebel auf. Der Weg umrundet zunächst westlich den Berg in leichtem Anstieg über Felssimse und erreicht die Südflanke. Hier geht die Führung durch felsiges Terrain Richtung SW-Grat, auf dem der Gipfel schnell erreicht wird. Beim Weg handelt es sich meist um Gehgelände, in dem jedoch die Hände häufiger eingesetzt werden. Etwas unangenehm könnte man die Querung am Anfang an manchen Stellen empfinden. Obwohl der Tag insgesamt recht klar ist haen wir am Gipfel des Hohen Lichts (2651 m) Pech und warten 15 Minuten vergeblich auf einen freien Ausblick. 

Wir  kehren zurück zum Einstieg des Heilbronner Wegs, den wir vor 4 Jahren schonmal komplett gegangen sind, aber ohne Hohes Licht Besteigung. Wir steigen in den Weg ein und queren in der felsigen Nordseite des Hohen Lichts in östliche Richtung. Der Pfad ist dort häufig - aber nicht durchgehend - mit Drahtseilen befestigt. Wir durchsteigen das Heilbronner Törle und erreichen nach einiger Zeit die Eisenleiter zum Steinschartenkopf (2615 m), dem höchsten Gipfel den der Heilbronner Weg überquert. Es folgt ein Gehstück auf dem Grat, für das man ein wenig schwindelfrei sein sollte. Dann quert der Weg in Serpentinen durch fels und Geröll abwärts in die Sockenscharte uns führt dann wieder hinauf auf den Bockkarkopf. Wir verlassen im Abstieg zur Sockenscharte den Weg jedoch und steigen stattdessen steil durch Geröll auf den Felsgrat zum Wilden Mann. Der Gipfel des Wilden Mann (2577 m) ist vom Heilbronner Weg in gut 10 Minuten weglos zu erreichen. Auf dem völlig bröseligen, zerklüfteten Grat angekommen folgen wir diesem noch einige Meter etwas ausgesetzt in nördlicher Richtung und erreichen den mit Steinmännchen markierten sehr schmalen Gipfel des Wilden Mann.

Nach Gipfelrast wenden wir uns dem Rückweg zu, der uns wieder über den Steinschartenkopf mit Heilbronner Weg zu dessen Einstieg zurückführt und über die Große Steinscharte kehren wir zur Rappenseehütte zurück, in der wir heute nächtigen. Vor der Hütte sind wir erstaunt über die große Anzahl von Murmeltieren, die hier an Menschen gewöhnt wenig scheu kreuz und quer "cruisen".

Tourengänger: ju_wi

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