Nicht Gallet, aber trotzdem galant - Doldenhorn über Normalroute


Publiziert von MaeNi , 2. September 2013 um 11:21.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum:16 August 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 2500 m
Abstieg: 2500 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW bis Kandersteg (Talstation der Gondelbahn Kandersteg - Oeschinensee)
Unterkunftmöglichkeiten:Doldenhornhütte
Kartennummer:1247 Adelboden, 1248 Mürren

Nach der perfekten Einstimmung zu unseren Sommerferien am Galenstock ging die Reise weiter nach Kandersteg, wo wir uns mit unseren Mitstreitern SchmiGno und Fraroe zur Doldenhorn-Tour verabredet hatten. Selbstverständlich genossen wir vor dem Losgehen noch ein Käfeli im Restaurant beim Parkplatz der Talstation der Gondelbahn Kandersteg-Oeschinensee.

Der Aufstieg zur Doldenhornhütte führt in südlicher Richtung vom Parkplatz weg und anschliessend ein kurzes Stück dem Oeschibach entlang (Weg zum Oeschinensee). Auf dem Fahrweg bis zum Abzweiger zum Hüttenweg (Wegweiser). Von hier steiler, aber auf gutem Weg hinauf (Felsentreppe, Kabel), dann in westlicher Richtung in die bewaldete Mulde des unteren Biberg. Westlich des Bibergbachs zum Obere Biberg und schwach ansteigend in nordöstlicher Richtung zur Hütte (T2).

Auf der Hütte wurden wir herzlich von Gabi empfangen. Die Botschaft, dass wir heute nebst zwei anderen Gästen die einzigen auf der Hütte wären, stimmte uns doch recht froh. Versprach doch eine schwach besetzte Hütte eine gute Nachtruhe. Nach einer ausgiebigen Verpflegungspause und Einpuffen machten wir uns schon mal auf, den ersten, gut markierten Teil der Strecke zu erkunden. Gleichzeitig trugen wir auch schon mal die Seile ein gutes Stück, d.h. bis ca. 2600m, hoch. Damit ersparten wir uns für den nächsten Morgen einen Teil der Last.

Nach einer mehr oder weniger geruhsamen (einer schnarcht wohl immer) Nacht und gutem Frühstück ging es dann los zum Doldenhorn. Bis zum Spitzen Stei ist der Weg (T3+) gut sichtbar und markiert, danach heisst es (gerade bei Dunkelheit) die Augen gut offen zu halten, damit man die Markierungen für den Weiterweg zu P. 2973, welcher westlich am Spitzen Stei vorbeiführt, nicht verpasst. Alles in allem ist die Route aber gut zu finden.

Von P. 2973 steigt man wieder ein paar Meter ab, bevor man den Gletscher betritt. Über den Gletscher steigt man hoch gegen den Sattel zwischen Doldenhorn und Kleindoldenhorn. Routenwahl je nach Spaltensituation. Zum Zeitpunkt unserer Besteigung präsentierte sich das Ganze sehr angenehm, sprich alles noch gut eingeschneit und frühmorgens hart gefroren. Trotzdem gibt es am Doldenhorn beachtliche Löcher - Vorsicht also.

Den Gipfel gewinnt man über einen Schlusshang, welcher bei uns an einigen Stellen recht vereist war. Wir wählten daher den Aufstieg über den Grat, welcher aus nordwestlicher Richtung zum Gipfel führt. So bestimmen auch am Schlusshang die Verhältnisse die Routenwahl.

Abstieg zur Hütte auf mehr oder weniger gleicher Route.

Fazit:
Die Besteigung des Doldenhorns über die Normalroute ist recht lang, aber landschaftlich fantastisch. Einen weiteren Besuch dieses herrlichen Gipfels würden wir wohl am ehesten mit Ski oder aber auch über den Galletgrat angehen. 
Die Doldenhornhütte wird super bewartet, herzliche Menschen, sehr gutes Essen und komfortables Lager. Vielen Dank an Gabi und Aschi! An den Wochenenden ist zu bedenken, dass die kleine Hütte ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und daher oft ausgebucht ist. Und wo viele Kinder, da entsprechender Geräuschpegel.

Mit dieser Doldenhorn-Besteigung reiht sich ein weiteres tolles Bergerlebnis in unser Tourenbuch ein. Danke auch an unsere Mitgänger SchmiGno und Fraroe für die immer wieder spassige Begleitung am Berg!


Tourengänger: MaeNi, SchmiGno, Fraroe


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Kommentare (2)


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Fenek hat gesagt: gäu schööön!
Gesendet am 2. September 2013 um 21:31
Gratuliere euch herzlich zu diesem Berner!
War diesen Sommer auch (endlich) auf dem Gipfel....wirklich ein Genuss!

LG vom Fuchs

MaeNi hat gesagt: RE:gäu schööön!
Gesendet am 4. September 2013 um 19:47
Danke lieber Fuchs!

Herzliche Grüsse
Nicole und Marcel


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