Steile Wege über dem Val Verzasca


Publiziert von alpinos , 3. Juni 2013 um 11:24.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:12 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Poncione Piancascia   CH-TI 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1500 m

Der Weg ist das Ziel...

Nach der *gestigen Tour auf den Pizzo di Vogorno wollten wir heute die andere Talseite erkunden. So zogen wir um dreiviertel Acht vom Parkplatz kurz hinter Lavertezzo (536 m) los in den wunderbaren Morgen. Nachdem wir die malerische Brücke überquert hatten, wanderten wir an der Verzasca entlang nach Norden. Wir brauchten drei Anläufe, bis wir endlich den leicht versteckten (aber mit ein paar bunten Pfeilen markierten) Abzweig zum Weg durch das Valle del Cansgell fanden. Nun ging's auf einem schmalen, oft mit viel Laub überdeckten Pfad in das tief eingeschnittene Tal hinein. Die frischen Markierungen halfen zwar bei der Orientierung; der schwierigen Pfad erforderte aber unsere ganze Aufmerksamkeit. Immer wieder kamen wir an eindrücklichen Stromschnellen und Wasserfällen vorbei - man muss nicht nach Australien oder die USA reisen, um ein solchen Naturschauspiel zu erleben!

Irgendwann hatten wir dann die Alpe Cansgell (1537 m) erreicht. Von hier ging's dann ohne Markierung auf teils kaum erkennbarem Weg hinauf zur Alpe di Sgiof (1728 m). Ein kleines Stück weiter trafen wir dann auf den Weg, der von Brione herauf kommt. Nach kleiner Mittagsrast, stiegen wir hinüber zum Motarüch (2011 m) und versuchten, uns durch den tiefen, weichen Schnee in der Nordflanke des Grates zu kämpfen, gaben aber nach einige Metern auf - zu mühsam erschien uns dieses Unterfangen, zumal der Schnee auch nicht mehr wirklich gut auf den Felsen haftete.

Der Abstieg über Piano del Vald (1164 m) nach Ganne (669 m) war dann Training in Punkto Trittsicherheit und persönlicher Leidenfähigkeit im Abstieg - endlos erscheinende, steile, oft knöcheltief mit freuchtem Laub bedeckte Treppen forderten volle Konzentration. Etwas erschöpft machten wir bei Ganne an der Verzasca Rast, bevor wir nach Lavertezza zurück wanderten.

Tourengänger: alpinos

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