Bike & Hike - Wageten (1755 m)


Publiziert von PStraub , 6. Mai 2013 um 14:15.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum: 6 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Mountainbike Schwierigkeit: L - Leicht fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Oberseegruppe 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 1320 m

Nach der ausgiebigen 'statischen' Belastung des Gehapparates an der gestrigen Landsgemeinde musste es heute wieder etwas 'dynamischeres' sein. 
Landsgemeinde, das heisst für einen Hardcore-Glarner stundenlanges Stehen am gleichen Platz. Gestern waren es gut drei, auch schon mal warens weit über vier Stunden!
 
Die Wetteraussichten waren mittelprächtig; zunehmend bewölkt mit wenigen sonnigen Abschnitten, später Regen. Trotzdem setze ich mich aufs Bike mit der Absicht, so weit bezw. so lange hoch zu fahren, bis der Regen beginnt.
Die Ausrüstung ist entsprechend minimal: Alte Turnschuhe, keine Stöcke, keinerlei Verpflegung. 
 
Zuerst fahre ich die Oberseestrasse hoch. Die wäre angenehm zu fahren, kann aber nur lebensmüden oder über-vorsichtigen Bikern vorbehaltlos empfohlen werden. Denn jeder zweite Autofahrer fährt hier, als wäre der Gegenverkehr noch gar nicht erfunden worden.
 
Eindrücklich zur Zeit, wieviel Wasser bei der Rautiquelle einfach so zur Wand herausdrückt. Und der Haslensee ist so voll, dass das Rutliwasser jeden Tag kommen könnte. 
Immerhin verläuft die Schneeschmelze "friedlicher" als 1999, wo es im Mai in ähnliche Schneemassen wie heuer noch heftig geregnet hatte.
 
Beim Ausgleichsbecken im Rütiberg nehme ich - immer noch ohne eigentlichen Plan - die Abzweigung Richtung Schwändital. Ab hier ists unter der Woche wirklich angenehm, einigen Verkehr gibts da nur, wenn der Brüggler "aktiv" ist.
 
Das Schwändital selber ist zur Zeit traumhaft schön. Die Wiesen voller Blumen, nur da und dort ein paar Ziegen und am Waldrand ein paar Rehe. Der Brändbach glitzert im Sonnenlicht - Kitsch pur.
 
Am geschlossenen Kiosk vorbei und unter der Barriere durch und (trotz strengsten Verbotes!) auf der Alpstrasse weiter Richtung Brüggler. Ab hier ist die Strasse mit Gitterziegeln befestigt. Das gibt guten Halt, aber es schüttelt einen durch und durch, vor allem beim Runterfahren.
 
Bei P. 1438 wende ich nach rechts, doch schon bei den beiden Hütten auf ca. 1460 m ist die Strasse zur Obere Lochegg schneebedeckt. Also zu Fuss weiter, immer quer ansteigend zum Felsen mit der Schweizerfahne. Von dort via Wänifurggel zum Einstieg zum Wageten. Erst ganz am Schluss werden die Schneefelder so gross, dass sie nicht mehr umgangen werden können. Doch sie sind gut begehbar, die Füsse bleiben trocken..
Ein- und Aufstieg zum Wageten sind schneefrei und weitgehend trocken, das lässt sich trotz meiner besch** Ausrüstung gut machen. 
Langsam werden die Nebelfetzen um die Grate dichter, der Brüggler ist nicht mehr zu sehen. Aber auf dem Wageten stehe ich noch in der Sonne: Diesmal waren Timing und Routenwahl besser als beim Hirzli. Ich war der erste Besucher seit dem Januar.
 
Der Abstieg durch Wäni ist etwas schwieriger als der Aufstieg. Mit meinen alten, sohlenlosen Sneakers rutsche ich öfter als mir lieb ist. Statt wie beim Aufstieg den Hang quer zu traversieren, steige ich direkt ab zur Strasse und folge dieser zurück zum Bike bei den Stattboden-Hüttchen.  
 
Helm und Jacke montiert, dann runter. Gerne hätte ich unterwegs ein Bierchen getrunken, aber die Besenbeiz im Twing öffnet erst am Muttertag (jeweils Sa. + So.) und beim Hüsliberg-Automaten hätte ich Münz gebraucht.
 
Also nüchtern und durstig auf den Downhill. Zumindest 'nüchtern' schadet nichts: Ich hätte auf den 400 m zwischen Rütiberg und Näfels mehrere "Totalschäden" bauen können. Dass in jedem der Fälle der Autofahrer schuld gewesen wäre, nützt dir als Biker bekanntlich jeweils nichts (mehr) ..

Tourengänger: PStraub

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