Jochberg (1565 m) - Bike & Hike vom Bahnhof Kochel


Published by 83_Stefan , 13 November 2012, 23h34.

Region: World » Germany » Alpen » Bayrische Voralpen
Date of the hike: 4 November 2012
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Mountain-bike grading: F - Easy
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Time: 4:00
Height gain: 950 m 3116 ft.
Height loss: 950 m 3116 ft.
Access to start point:Über die B11 oder die A 95 und St2062 nach Kochel. Alternativ mit der Bahn zum Bahnhof Kochel.
Maps:Bayerisches Landesamt für Vermessung und Geoinformation - UK 50-52 Bad Tölz Lenggries und Umgebung.

Der Jochberg ist als Klassiker der Münchner Hausberge hinlänglich bekannt; bleibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen über diesen familienfreundlichen Wandergipfel. Aber auch für Radler ist der aussichtsreiche Berg attraktiv. Die meisten von ihnen strampeln aus der Jachenau herauf. Wer allerdings mit der Bahn anreisen möchte, um danach ordentlich in die Pedale steigen zu können, der wählt am besten die Route von Kochel über die Kotalm. Mit einem Höhenunterschied von fast 1000 Metern lohnt sich die Anreise dann auch wenigstens...

Vom Bahnhof geht es mit dem Radl auf der Hauptstraße (B11) in den Ort und weiter in Richtung Kesselberg bis zu einem Firmengelände. Nach links durch den Firmenparkplatz bis zum hinteren Ende; dort beginnt eine Schotterstraße (Jochberg und Sonnenspitz ausgeschildert). Auf ihr die ersten Meter recht steil bergan, dann beginnt ein kurzes Erholungsstück, bevor die Piste wieder aufsteilt und in vielen Kehren steil und ohne Verschnaufpausen durch den Wald bergauf leitet. Man bleibt immer auf dem Sträßchen und irgendwann legt sich die Steigung doch kurz (!) zurück, bevor eine Verzweigung erreicht wird. Um die Kotalm zu erreichen, muss man den rechten Ast wählen, der äußerst unbarmherzig aufsteilt - "sakradi", ist das steil! Danach wird's wieder etwas flacher und man gelangt an den Waldrand, wo ein alter Forstweg einmündet. Hier ist das Radldepot erreicht.

Auf dem Fahrweg in Richtung Kotalm geht's noch ein Stück weiter über die Lichtung, bis an beschilderter Stelle - noch vor der Alm - nach rechts der Wanderweg zum Jochberg abzweigt. Durch feuchten Wald aufwärts, bis man die Weidefläche der Jocheralm erreicht und über den matschigen Steig durch die Weide hinüber zur Alm wandert (im Sommer Einkehrmöglichkeit).

An der Alm nach rechts auf den Wanderweg, der den Hang ansteigend in westlicher Richtung quert und auf den Anstieg von der Kesselberghöhe trifft. Auf ihm nach rechts hinauf zum Gipfel - eine aussichtsreiche Loge zwischen Karwendel und Oberland mit Tiefblick auf Walchen- und Kochelsee!

Natürlich kann man auf dem Anstiegsweg zurück wandern. Viel schöner ist es aber, dem Kamm auf schwachen Trittspuren (ab und zu verblasste Markierungen) in nordöstlicher Richtung zu folgen. An einem Latschengebüsch geht's problemlos vorbei, bald darauf wird der Waldrand erreicht. Ein Weidezaun (Stacheldraht!) stellt die klettertechnische Schlüsselstelle der Tour dar. Auf nun gut erkennbaren Spuren (einige alte Markierungen) geht's durch Wald am Kamm abwärts, später wird ein Abschnitt auf der Nordseite umgangen. Nach kurzer Zeit geht's wieder auf den Rücken, der abflacht und in nördlicher Richtung wenig markant hinunter zum tiefsten Punkt zwischen Jochberg und Graseck leitet. Dort wird der alte Forstweg erreicht, auf dem es noch ein paar Meter nach rechts zurück zum Radldepot geht. Der Rest der Tour ist schnell beschrieben und noch schneller absolviert: Mit dem Radl geht's in rasanter Fahrt wieder zurück nach Kochel.

Schwierigkeiten:
Mit dem Radl zum Radldepot: L (sehr steil; alternativ zu Fuß T1).
Via Jocheralm zum Jochberg: T2.
Abstieg über Nordostrücken: T3 (nur kurze Stücke, teils recht steile Hänge).

Fazit:
Eine lohnende, kurze 3*-Bike&Hike-Tour auf einen schönen Aussichtsgipfel. Der Abstieg über den Nordostkamm ist weglos, aber gut zu finden und ein angenehmer Kontrast zum überlaufenen Gipfelanstieg ab der Jocheralm.
Wer ganz vernarrt in sein Radl ist, kann von der Kotalm etwas bergab in Richtung Jachenau fahren, um dann auf dem Versorgungsweg hinauf zur Jocheralm zu radeln.


Hike partners: 83_Stefan

Gallery


Slideshow Open in a new window · Open in this window


Comments (17)


Post a comment

Sent 14 November 2012, 00h10
Du hast`s aber schon gut! Mit`m Radl von daheim auf`n Berg....das ist weit von uns:-( In O`gau konnt ich das auch.....
Bist Du eigentlich ein echter Kochel`ler? Sprichst Du auch so oder könntest Du so sprechen?:-) Cool!

VG Uschi

83_Stefan says: RE:
Sent 14 November 2012, 09h26
Ja, ich hab's schon schön - wenn halt die Pendlerei nicht wäre!
Wie so viele Bayern bin ich in München geboren, habe aber durch und durch oberbayerische Vorfahren mit einem kleinen Schuss Niederbayern. I kannt scho so red'n, aber i duas normalerweise ned ;-) .

DHantke says: RE:
Sent 14 November 2012, 10h38
Aha, ein Münchenpendler ...
Witzig, vor ziemlich genau einem Jahr war ich auch aufm JB droben und habe von oben fast identische Bilder gemacht.
Mini-Bericht gibt's auch, allerdings im gipfeltreffen-Blog ...
LG

DHantke says: RE: ???
Sent 14 November 2012, 10h36
Haben die Kocheler einen besonderen Dialekt ?
Ist mir da was entgangen ?
Ich finde eigentlich den Allgäuer Dialekt viel spannender - den verstehe ich nämlich manchmal kaum ;);)

Winterbaer Pro says: RE: ???
Sent 14 November 2012, 10h53
Bestimmt haben die ursprünglich einen besonderen Dialekt. Früher (und teilweise auch noch heute!) bestand ja auch ein riesengroßer Unterschied zwischen z.B. dem Mittenwalder und Garmischer Dialekt, oder Oberammergau und Garmisch, kaum 20 km entfernt...weil man nur selten über die Berge kam.
In diesem Fall meinte ich aber eher, ob der Stefan so richtig Obb. bayrisch sprechen kann:-) das reicht ja schon, bei den vielen "Vermischungen" heute. (Will jetzt keinem auf den Schlips treten:-)) Teilweise sprechen heute sogar die Kinder von den Bauern den deutschen Einheits-Fernseh-Slang. Schade eigentlich, oder? Aber es gab eine Zeit, da galt man als dümmer, wenn man nicht hochdeutsch sprach. Und besonders, wenn man es bayrisch heraus hörte. Ein ganz dummes Vorurteil. Und langsam gibt es Stimmen, die fordern, dass wieder mehr Dialekt gesprochen werden sollte.

83_Stefan says: RE: ???
Sent 14 November 2012, 11h40
Ich weiß nicht, ob's in Kochel einen eigenen Dialekt gab. Es war ja nie so abgeschieden wie z.B. Oberammergau, da - wenn auch nur gerade noch so - in der Ebene gelegen. Es müsste also eigentlich stets regen Austausch mit den anderen "oberländler" Gemeinden gegeben habe. Aber das ist nur meine Vermutung.
Ja, der Dialekt ist wieder etwas auf dem Vormarsch. Zu meiner Schulzeit war "Hochdeutsch" angesagt, daher ist mir das irgendwie geblieben...

Winterbaer Pro says: RE: ???
Sent 14 November 2012, 12h16
In der Grundschule wurde es ja grad noch geduldet und die Kinder von den Dörfern haben oft noch einen richtig schönen Dialekt. Im Gymnasium ist Hochdeutsch schon sehr erwünscht. Man sollte einfach beides können:-)
Ich finde es lustig, wenn sie früher beim Hackl Schorsch (Rodler) oder bei den Skifahrern bei einem Interwiev Untertitel eingeblendet haben. Heute reden auch die Sportler in D leider schon sehr "allgemeinverständlich".
Sonst kannst halt nix werden...anscheinend:-(

Gemse Pro says: RE: Dialekt
Sent 14 November 2012, 12h40
Hallo Uschi,

vergiss nicht die Mittenwalder, Krüner und Wallgauer haben ihren eigenen Dialekt der stark dem alemanischen ähnelt.
Für die ist ein Garmischer schon ein Preiß.
Ein echter Mittenwalder versteht auch schwer einen Garmischer und umgekehrt, wenn beide voll Dialekt sprechen - zwei völlig unterschiedliche Dialekte.

LG Karl

83_Stefan says: RE: ???
Sent 14 November 2012, 11h45
Wenn ein Allgäuer will, dass ich ihn nicht verstehe, dann verstehe ich ihn auch nicht. Seltsam, denn die Allgäuer wohnen ja nicht weit weg...

Winterbaer Pro says: RE: ???
Sent 14 November 2012, 12h18
Wenn der Hubi auf`m Pürschling mit seinen Unterammergauer Spezln richtig Dialekt spricht, musst man als Nichteinheimischer schon ganz genau hinhören, um noch was zu verstehen:-)

Winterbaer Pro says: RE: ???
Sent 14 November 2012, 12h20
In`s Allgäu können wir uns einen Übersetzer mitnehmen, einen ganz netten noch dazu: Yeti69 :-)

Gemse Pro says: Nordost-Abstieg
Sent 14 November 2012, 12h43
gibt es denn noch immer?
Bin den schon von der Benewand her gegangen.
Letztes Jahr hab ich ihn nicht gefunden.

83_Stefan says: RE:Nordost-Abstieg
Sent 14 November 2012, 12h51
Hallo Karl, der aufgelassene Steig ist nach wie vor gut begehbar. Von unten kommend findet man ihn gut am tiefsten Punkt zwischen Jochberg und Sonnenspitze; wenn man hingegen von oben kommt, folgt man am besten einfach dem Kamm - der Steig findet sich weiter unten schon.

bergclaus says: RE:Nordost-Anstieg
Sent 14 November 2012, 13h34
Das ist ein genialer Weg. Nichts los (ich habe zumindest bei meinen zahlreichen Begehungen nie jemand getroffen) und doch irgendwie abwechslungsreich. Den Rücken (gerade wenn im Winter Schnee liegt) sieht man gerade von Norden sehr schön.
Ich mach´im Sommer abends nach der Arbeit auch gerne die Runde über den Heckenbach und genieße den Sonnenuntergang über dem Staffelsee.
Pendelst Du eigentlich mit dem Auto oder dem Zug?
Viele Grüße, bergclaus

Gemse Pro says: RE:Nordost-Anstieg
Sent 14 November 2012, 16h57
Hallo berglaus;

Dass der Weg einsam ist stimmt, ich bin ihn jetzt 4 oder 5 mal von der Benewand kommend gegangen. Früher musste man unten über einen doppelten Stacheldrahtzaun klettern (Schlüsselstelle für die Hosen).

Ich hab einen Wohnwagen in Mittenwald, da bin ich öfters.

VG Karl

Gemse Pro says: RE:Nordost-Anstieg
Sent 14 November 2012, 16h59
entschuldigung:

BERGCLAUS

hoffentlich verzeihst du es

VG Karl


83_Stefan says: RE:Nordost-Anstieg
Sent 14 November 2012, 17h49
Servus bergclaus, schön, wenn man spontan nach der Arbeit noch eine Tour machen kann.
Mit dem Zug würde ich ewig zu meinem Ziel brauchen - leider! Daher scheidet diese Option völlig aus. Aber ich möchte hier wenigstens auch ab und zu mal ÖV-geeignete Touren vorstellen.


Post a comment»