Pizolgipfel (2.844 m) - mit Aufstieg über Alternativroute oberhalb des Gletschers


Publiziert von dulac Pro , 21. August 2012 um 00:51.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:19 August 2012
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 1050 m
Strecke:Pizolhütte - Wildseeluggen - Pizolsattel - Pizolgipfel - Pizolsattel - Pizolgletscher - Wildseeluggen - Pizolhütte - Bergstation Gaffia
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus von Bahnhof Sargans Nr. 430 bis "Pizolbahn" dort auch großer Parkplatz
Kartennummer:SLK 1:50.00 Pizol

Heute zur Abwechslung eine Tour in der nicht zu weiten Umgebung, mit spätem Start und früher Rückkehr. Auch eine Bergbahn sollte nicht verschmäht werden.
 
Der Pizol entsprach somit allen Kriterien, auch wenn ich erst vor kurzem droben war. Diesmal allerdings nicht die 5-Seen-Wanderung, sondern „nur“ der Gipfel und dann auf dem kürzesten Weg zur Bergstation oberhalb Gaffia, so der Plan.
 
Von der Bahn hatte ich am Vortag erfahren, daß eine Alternativroute ohne Gletscherbegehung in der Zwischenzeit markiert worden sei. Steigeisen und Stöcke habe ich drum zuhause gelassen.
 
Anreise und Auffahrt gingen schnell und ohne Schlangen vor sich. Um 11h15 war ich bei der Bergstation. Rasch hinauf zur Wildseeluggen, den Wildsee entlang und hinauf bis zum Ausläufer des Gletschers. Hier mußte ich erst ein wenig herumschauen um den Einstieg in die avisierte Alternativroute zu finden: An der Geröllhalde nach oben schauen, dort findet sich dann die erste wbw-Markierung.
 
Das Gelände ist im weiteren recht steil und teilweise auch ausgesetzt. Die Drahtseile leisten nicht nur psychologische Unterstützung, sondern sind an einzelnen Stellen auch außerordentlich hilfreich.
 
Wenn ungefähr die Höhe des Sattels erreicht ist, braucht es noch ein Weilchen über das Auf und Ab der Felsen am Grat bis man am Pizolsattel tatsächlich anlangt. Dann allerdings nur noch das kurze Stück bis zum Gipfel, Weg wie üblich.
 
Die Aussicht wie an den Tagen zuvor auch andernorts klar und prächtig wie selten sonst!
 
Auch hier eine gute Stunde Aufenthalt am Gipfel.
 
Von oben konnte man gut erkennen, daß nicht alle Wanderer die Alternativroute benutzten. Speziell im Abstieg gingen wohl die meisten wie gewohnt über den Gletscher. Da es kürzer und zeitsparender erschien, habe auch ich mich zu diesem Abstieg entschlossen. Viel Schnee lag nicht mehr auf dem Gletscher. Zwischendrin auch eine kurze Passage, wo die Schneeauflage bereits völlig weggeschmolzen war. Dennoch (noch – aber vermutlich nicht mehr allzu lange) gut, auch ohne Stöcke, zu meistern.
 
Danach bis kurz vor der Pizolhütte und danach weiter mehr oder weniger auf der Direttissima über die nur wenig steindurchsetzten Grashalden zur Bergstation Gaffia auf rund 1.860 m.
 
Mit der Sesselbahn hinab bis Furt. Wie geplant noch ausreichend Zeit für ein kühles erfrischendes Weizenbier ohne Hast.
 
Bei der abschließenden Talfahrt dann noch einmal Gelegenheit die außergewöhnlich prächtige Aussicht zu geniessen.
 
Und so rechtzeitig wieder in Lindau zurück, daß noch Gelegenheit für ein abendliches Picknick am Bodensee-Ufer blieb.
 
Auch dieser wieder ein rundum gelungener Tag!

Tourengänger: dulac

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Kommentare (2)


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Bergpoetin hat gesagt: Einstufung
Gesendet am 22. August 2012 um 14:52
Heißt wbw nicht T4?

dulac Pro hat gesagt: RE:Einstufung
Gesendet am 26. August 2012 um 00:13
Meines Wissens ist die Gleichsetzung wbw = T4 kein Automatismus. Doch bin ich kein Experte in Bewertungsfragen. Mein T3 ist eher das Ergebnis von Vergleichen wie etwa: Die Braunarlspitze ist wbw und wird von den hikr´n (mich eingeschlossen) überwiegend mit T4 bewertet. Im Vergleich hierzu ist nach meiner Einschätzung das Stück der Alternativroute am Pizol weniger anspruchsvoll: Deshalb habe ich es in T3 gesehen.

Auf Deine Frage hin habe ich jedoch geprüft, wie der Pizol in anderen Tourenberichten bewertet wurde. Dabei war festzustellen, daß er tendenziell eher ein T4 bekommen hat, auch wenn die Bedingungen, die Routenwahl usw. zum Teil wohl unterschiedlich waren.

Da es wohl besser ist, den Schwierigkeitsgrad eher ein wenig zu hoch als zu niedrig anzugeben, habe ich die Bewertung drum auf T4- angehoben.



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