Hüttenwanderung zur Kemptner Hütte (1.844 m)


Publiziert von Gemse , 3. Dezember 2011 um 23:48.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:23 Juni 1963
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   A 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Oberstdorf - Spielmannsau - Sperrbachtobel - Kemptner Hütte - Sperrbachtobel - Christlesee - Oberstdorf (28,8 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Oberstdorf
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Oberstdorf
Unterkunftmöglichkeiten:Gasthöfe in Oberstdorf und Kemptner Hütte
Kartennummer:Bayer.Landesvermessungsamt Allgäuer Alpen

Ursprünglich wollte ich heute eine Tour ins Tegernseegebiet unternehmen, das Wetter lies dies aber nicht zu. Seit 7 Wochen regnet es heute endlich. Also bringe ich einen Bericht aus vergangenen Tagen.

Wir starteten unsere Tour von der Oststraße in Oberstdorf.
Der 1. Teil unseres Aufstiegs zur Kemptner Hütte gestaltete sich auf neun unspektakulären Kilometern auf einer Schotterstraße in Richtung Spielmannsau.
Highlight der ersten Kilometer ist der türkisblaue Christlesee. Der Weg zum Gasthof Spielmannsau ist für normalen Verkehr gesperrt. Ab der Spielmannsau änderte sich der Charakter unserer Kemptner Hütte-Wanderung jedoch merklich.
Zuerst wird die Straße schmaler, um dann kurz vor der Talstation der Materialseilbahn der Kemptner Hütte zu enden.
Kurz davor biegt jedoch ein kleiner Pfad ab, der links oberhalb der Trettach bergauf führt. Nachdem wir über eine kleine Brücke den Bach gequert haben, folgte der steilste Teil der ganzen Tour:
 
Für die nächsten 45 Minuten schlängelte sich der Pfad auf kleinen Serpentinen bis hoch aufs so genannte Knie. Kurz darauf geht’s wieder auf die andere Bachseite und die letzte Etappe des Aufstiegs zur Kemptner Hütte beginnt:
 
Entlang des Sperrbachtobels schmiegt sich nun der Weg an steil abfallende Felswände an, teilweise sind Drahtseile angebracht, um beim Queren von kleinen Sturzbächen eine zusätzliche Sicherung zu bieten. Uns nutzten die Sicherungen wenig, da sie zumeist unterm Altschnee verborgen waren. Das Panorama in diesem Tal ist fantastisch. Mitte Juni sehen wir noch riesige Schneereste die sich teilweise über den Bach ziehen. Wir müssen teilweise sogar auf die Lawinenreste ausweichen, da der Steig noch unter dem Schnee begraben ist.
Das anfänglich enge Tal wird durch unzählige Wasserfälle bewässert, was sich auch in einer unglaublichen Vegetation widerspiegelt.
Nach rund einer Stunde öffnete sich das Tal und gibt den 1. Blick auf die Kemptner Hütte frei. Von hier aus sind es nur noch 20 Minuten bis zur Hütte und zum wohlverdienten Weißbier. Unser Tagesziel die Kemptner Hütte (1.844 m) ist nach knapp 4 Std. erreicht!
 
Ich gehe noch ein Stück hoch in Richtung Unteres Mädelejoch, muss aber umkehren, da noch zu viel Altschnee liegt.
 
Nach einer ausgiebigen Rast an der Kemptner Hütte gehen wir auf dem gleichen Weg wieder zurück über den Sperrbachtobel zum Christlesee. Hier legen wir eine erneute kurze Rast ein.
Die letzten gut 6 km ziehen sich doch stark. Aber nach 9 Std. haben wir unsere Unterkunft in Oberstdorf müde erreicht, waren wir doch fast 29 km unterwegs bei einem Höhenunterschied von rund 1.200 m.
 
Fazit: 
  • Ende Juni fast zu früh, es lag doch noch sehr viel Altschnee (Lawinenreste) im Sperrbachtobel.
  • Dafür waren wir im Tobel nahezu alleine unterwegs.
  • Der Fahrweg von Oberstdorf nach Spielmannsau ist mit gut 9 km sehr lang und zieht sich.
 
Bergwanderer:   Monika und Karl

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Tourengänger: Gemse


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Geodaten
 8748.gpx 1963-06-23 Kemptner Hütte neu.gpx

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Kommentare (2)


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Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 7. Dezember 2011 um 12:47
schön wart ihr da unterwegs - vor 48 Jahren ...

lg Felix

Gemse hat gesagt: RE:
Gesendet am 7. Dezember 2011 um 15:37
Hallo Felix,

ja, das war unser 1. Urlaub in den Bergen nach unserem Schupperkurs in den Berchtesgadener Alpen 1956.
Ich habe nur ein Problem, dass die Bilder des Urlaubs im Allgäu sehr schlecht sind und ich sehr lange arbeiten muss, dass die Bilder einigermassen gut rüberkommen.

LG Karl


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