Piz di Rüss über die Ostflanke


Publiziert von Zaza , 18. September 2007 um 08:42.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Misox
Tour Datum:10 September 2007
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Arbeola-Molera   CH-GR 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1750 m
Abstieg: 1100 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus Grono - Verdabbio (wenige Kurse)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Seilbahn Braggio-Arvigo, von dort Bus nach Grono
Unterkunftmöglichkeiten:Rifugio Alp Defora, voll ausgestattet
Kartennummer:1294

In der Ostflanke des Piz di Rüss, auf dem Gebiet der Gemeinde Verdabbio, finden sich auf der LK Namen von Alpen, über die sehr wenig bekannt ist. Sogar Giuseppe Brenna erwähnt sie nur in einem Nebensatz und auch auf alten Karten war oberhalb von Gimagn nie ein Pfad eingetragen. Genügend Grund also, diese Zone zu erkunden!

Man startet im lieblichen Dorf Verdabbio und folgt einem guten Pfad in allmählichem Anstieg bis Fogola. Der Pfad führt über interessante Felsbänder in guter Qualität weiter bis zu einer Jägerhütte (732.700/128.860), wo sich sehr gut biwakieren liesse. Etwas südwestlich finden sich im Wald zahlreiche Ruinen. Nun hält man durch den dichten Wald aufwärts in genereller Richtung West. Dabei bleibt man auf der Rippe, auf der die Alp Cardinel steht. Ein eindeutiger Pfad ist nicht mehr auszumachen, es finden sich aber kreuz und quer Schnittspuren an den Bäumen. Ab etwa 1600 m wechselt man besser in die grasig-verbuschte Rinne, welche die Rippe nördlich begrenzt. Man weicht den Erlen aus, so gut es geht und quert schliesslich zu den Ruinen der Alp Cardinel (1873 m), die offensichtlich nicht mit Grossvieh bestossen wurde. Von hier weicht man den Erlenzonen mit einem deutlichen Bogen nach Norden aus, um den Grat bei der Bocca d'Vegeina zu erreichen. Von hier steigt man ohne Schwierigkeiten auf den Piz di Rüss, dann auf einem schwach ausgeprägten Pfad zur Alp Defora und auf dem Hüttenweg hinunter nach Braggio.

Hier folgte der erste Dämpfer: Das Restaurant war zu! Dafür war der winzige Dorfladen offen und, mit einem Aussentisch, als Restaurant-Ersatz eingerichtet. Kaum hatten wir es uns in der Sonne bequem gemacht, hörten wir, dass die Seilbahn seit 2 Wochen ausser Betrieb war. Zwar gab es einen Busersatz (mit einem PW), doch fuhr dieser nach dem Zufallsprinzip, so dass wir bei der ersten Gelegenheit zupacken mussten, um noch ins bereits schattige Calancatal zu gelangen.


Tourengänger: Zaza, Aurora

Galerie


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T6 II

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