Brätterstock 2115m, Schongütsch 2320m, Tannhorn 2221,0m und 3 weitere Gipfel


Publiziert von Sputnik Pro , 27. Mai 2007 um 11:27.

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:26 Mai 2007
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Brienzergrat   CH-BE   CH-LU 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1540 m
Abstieg: 1700 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Luzern oder Bern mit der Bahn nach Schüpfheim. Anschliessend mit dem Postauto nach Sörenberg.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Von Luzern oder Bern mit der Bahn nach Escholzmatt. Anschliessend mit dem Postauto nach Kemmeriboden Bad.
Unterkunftmöglichkeiten:Keine. Hotels in Sörenberg oder Escholzmatt.
Kartennummer:LKS 1:25000 Nr. 1189 und 1209

ZENTRALER BRIENZERGRAT: WILDER UND WEGLOSER AUFSTIEG AUF DEN SCHONGÜTSCH MIT ANSCHLIESSENDER GRATÜBERSCHREITUNG BIS ZUM TANNHORN.

Meine LU-Gipfel Nummer 36 bis 41.

Brätterstock (LU; 2115m): Der Brätterstock ist der höchste reine Luzerner Gipfel, er liegt dem Breinzer Rothorn und dem Schongütsch nördlich vorgelagert. Von Sörenberg erreicht man den Gipfel am einfachsten über die Nordwestflanke. Bei der Alp Hinter Steinetli quert man leicht aufsteigend bis zu einem grasbewachsenen Schuttkegel. Oberhald des Schuttkegels beginnt der eigentliche Aufstieg auf den Brätterstock,  rechts eine Felsstufe und links eine steile Grasflanke zu sehen. Man ersteigt diese Steilstufe am einfachsten über steiles Gras und wenig Fels am rechten Rand der Grasflanke (Etwa 100Hm; oben T5). Nun steht man genau unter dem Geröllhang der Brätterstock Nordwestflanke. Man steigt, zuoberst etwas Mühsam, die grasdurchsetzte Geröllhalde bis an dessen linken oberen Ende. Jetzt steht man im Sattel zwischen P.2180m und dem Brätterstock. Über ein kleines Vorgipfelchen erreicht man nun auf dem lufzigen Südwestgrat schnell den Brätterstock. Vorsicht das Gestein auf dem Grat ist sehr brüchig und es liegt viel Schutt herum! Der Abstieg erfolgt auf gleichem Weg wieder in den Sattel.

Schongütsch (BE/LU; 2320m): Der Aufstieg über den Nordostgrat auf den Schongütsch ist der interessanteste und Teil der Tour. Vom Sattel steigt man zuerst auf dem Grat in Richtung P.2180m auf. Unter dem Steilaufschwung zum P.2180m quert man über Schutt durch die Ostflanke leicht ansteigend und umgeht so die Felsen vom P.2180m (T4) . Hinter dem P.2180m erreicht man dann einen kleinen Sattel. Hier schliesst sich der eigentliche Nordostgrat an der zum nördlichen Vorgipfel der Schongütsch hochzieht. Man klettert nun genüsslich 50 Höhenmeter (T5; Fels I-II) auf einem gutgriffigen Grat direkt nach oben (wer das nicht mag kann diese Stelle ostseitig im Schutt umgehen). Anschliessend wird der Grat zum Vorgipfel hoch etwas einfacher aber bleibt immer noch gleich ansteigend. Über steiles Gras, Schutt und kleine Felsen erreicht man so den nördlichen Vorgipfel (T4; etwa 2305m). Über ein kurzes luftiges Grätchen (T4-5) erreicht man vom Vorgipfel schnell den Hauptgipfel mit dem massiven Metallkreuz.

Briefengrat (BE/LU; 2102m): Vom Schongütsch beginnt nun die Brienzergratüberschreitung. Man wandert auf einem gut ausgebauten mal auf dem Grat, mal in den Flanken hinunter in den Chruterepass. Dabei überwindet eine Betontreppe (!) und Drahtseile die Steilstufe des Lättgässlis. Am Chruterepass verlässt man wieder den markierten Bergweg und folgt dem Grat über gute Spuren hinauf auf den Grasgipfel des Briefengrates (T3).

Briefenhorn (BE/LU; 2165m): Vom Briefengrat erreicht man dann schnell (zuerst mit geringem Abstieg) über den Gratfirst problemlos das grasbewachsene Briefenhorn (T3). Das Briefenhorn heiss auf der LKS neuerdings Briefehörnli.

Balmi (BE/LU; 2141m):  Vom Briefengrat folgt man dem Grat problemlos bis in den Wannepass (T3). Hier wird das Gelände etwas ausgesetzter und es geht direkt mässig steil aber immer auf Pfadspuren auf den Balmi hoch (T4).

Tannhorn (BE/LU; 2221,0m): Vom Balmi her erreicht man schnell den Sattel P.2096m wo der schöne Aufstieg über den Nordostgrat aufs Tannhorn beginnt. Der Grat ist nirgens schwierig (T5; Fels I), aber er ist oft sehr ausgesetzt. An Krackselstellen sind zudem immer gute Tritte und Griffe vorhanden. Der Gipfelhang zum Schluss ist dann wieder weniger ausgesetzt und man erreicht so über Gras das alte Gipfelkreuz. Für den Abstieg nach Kemmeriboden Bad folgt man den Südwestgrat bis in den ersten Sattel P.2066m (T4). Hier steigt man direkt nach Norden ab. Die ertsen 60Hm sind sehr steil (T5+) und am besten geht der Abstieg eher rechtshaltend über abschüssige Grashänge. Nach steilsten und letzten 20 Hm erreicht man ein Geröllfeld das man bis zu einer Ebene (P.1882m) abrutschen kann.  Darunter folgt ein kleines breites Tal, man steigt durch dieses bis auf etwa 1700m ab. Danach steigt man, immer steiler werdend, direkt nach Norden immer weiter nach unten bis sich das Gelände in eine Rinne oder breiters Couloir verwandelt. Durch diese Rinne steigt man äusserst steil und heikel (T6; Fels I; rutschig und wenig Griffe) direkt zum P.1540m ab wo man auf einen Bergweg trifft.

Genaue Route: Sörenberg Post - Gwüm - P.1321m - Bergsee - Hinter Steinetli - P.1436m - Brätterstock Nordwestflanke - Brätterstock Südwestgrat - Brätterstock - Brätterstock Südwestgrat - Ostseites Umgehen P.2180m - Schongütsch Nordostgrat - Schongütsch - Lättgässli - P.2074m - Chruterepass - Briefengrat - P.2103m - Briefenhorn - P.2099m - Wannepass - Balmi - P.2096m - Tannhorn - P.2066m - Direktanstieg nach Norden aus P.2066m - P.1882m - "Couloir" - P.1540m - Tannigsbode - P.1372m - Schonigschwand - Hinter Schönisei - P.1068m - Kemmeriboden Bad.


Link zur Karte Projekt LU: http://www.hikr.org/files/101894.jpg


Tourengänger: Cyrill , Sputnik, Fenek

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Kommentare (2)


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Omega3 hat gesagt: Bravo!
Gesendet am 28. Mai 2007 um 19:09
Eine ganze hikr-Fraktion gemeisam unterwegs.
Weiter so!

ossi hat gesagt: Berichterstattung
Gesendet am 2. Juni 2007 um 19:15
Ausserordentlich genaue Berichte bei Dir. Da muss man sich immer Zeit nehmen, um die Sachen zu studieren.
Gruss und weiter so
Chr.


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