Mutthorn (3035 m) via O-Grat


Publiziert von alpinos , 15. September 2010 um 08:15.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum:11 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 150 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Alpentaxi von Kandersteg nach Selden; verkehrt stündlich; Reservierung +41 33 671 11 72

Auftakt zu einem wunderbaren Hochtourenwochenende im BO

Aufstieg zur Mutthornhütte [T4; L]

Wieder konnten wir Reto  für eine gemeinsame Unternehmung begeistern und fuhren an diesem wunderschönen Samstag ins Berner Oberland. Nach einer abendteuerlichen Fahrt mit dem Alpentaxi von Kandersteg über die in die Felswände geschlagene Straße hinauf nach Selden und einer Kaffeepause im Hotel Gasterntal (1537 m) starteten wir gegen 11 Uhr in Richtung Kanderfirn. Zunächst wanderten wir auf gutem Weg an der Kander entlang mäßig ansteigend weiter ins Gasterntal hinein. Bei P. 1724 überquerten wir die Kander und stiegen rechts hinauf auf die breite Seitenmorände (P. 1899). Der Moräne folgend gelangten an den steilen Abbruch und stiegen diesen in einigen, etwas ermüdenden Serpentinen hinauf zu Uf de Schafgrinde (2411 m; ca. 2 h Gehzeit). Hier machten wir bei großartiger Aussicht auf die umliegenden Berge, das Gasterntal und den Kanderfirn Mittagspause.

Nun ging's auf weiß-blau markiertem Wanderweg links an der Moräne hinab Richtung Gletscher. Der Weg führt zunächst durch angenehmen Schotter, dann über zunehmend mühsames Block- und Schuttgelände, bis man schließlich auf den Gletscher gelangt. In gerade Linie wanderten wir nun in nörd-östlicher Richtung auf das Mutthorn zu. Im unteren Teil war der Gletscher noch ausgeapert, bald jedoch bedeckte Firn das Eis. Die Spalten war gut auszumachen und wir kamen gut voran. Schließlich folgten wir der breiten Aufstiegsspur zur Mutthornhütte (2901 m; ca. 4 h Gehzeit).



Mutthorn (3035 m) über den O-Grat [WS+/ZS -; III]

Nachdem wir uns etwas in der Sonne auf der großer Terrasse der Mutthornhütte ausgeruht hatten beschlossen wir, noch eine Aufwärmtour zum Mutthorn ohne Gepäck und zusätzliche Ausrüstung zu unternehmen (natürlich blieb dann auch die Kamera im Rucksack, deshalb gibt's von der Tour keine Fotos). Wenn man vor der Hüttentür der Mutthornhütte steht und nach Norden blickt erkennt man zwei, mit Steinmännchen markierte Wege: nach links führt der "Normalweg" durch die Südflanke über Schotter aufs Mutthorn; der rechte Weg führt steil hinauf auf den O-Grat. Wir wählten den rechten Weg und erreichten nach wenigen Minuten den Ausläufer des Grates direkt oberhalb der Hütte.

Hier ging's dann auch gleich los mit Klettern. Je nach Belieben kann man Platten und Felsstufen überklettern, oder bei Bedarf in die, allerdings etwas schuttige Flanke ausweichen. Die Kletterschwierigkeit bewegt sich im II. bis III. Grat; wenn man sich immer auf dem Grat hält und alle Türmchen mitnimmt, ist wohl auch die ein oder andere IVer Stelle dabei. Etwa bei der Hälfte des Grates gelangt man auf ein kleines Firnfeld. Wir folgten dem kleinen Firngrat an den Fuß des nächsten Turms und bestiegen diesen anschließend wieder über die O-Kante. Dann folgten wir wieder dem Grat bis zu der kleinen Scharte vor dem Gipfelaufbau. In wenigen Minuten hatten wir dann den Gipfel des Mutthorns erreicht (ca. 1,5 h Gehzeit).

Nachdem wir die großartige Kulisse des Kanderfirns mit Tschingelhorn, Blümlisalp und Gspaltenhorn bewundert hatten, machten wir uns an den Abstieg über die "Normalroute" zur Hütte (ca. 30 min).



Anmerkung: Auf dem Grat sind in regelmäßigen Abständen neue Bohrhaken angebracht; Zacken eignen sich auch bestens zur Versicherung. Der Fels ist griffig und auf dem Grat nicht brüchig.


Tourengänger: alpinos

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Geodaten
 3480.gpx Mutthornhütte

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