Mit "Kiwis" im Alpstein


Publiziert von alpstein Pro , 11. September 2010 um 20:26.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:11 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AI   CH-SG 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m
Strecke:Wildhaus - Flüerentobel - Alp Tesel - Mutschensattel - Mutschen - Mutschensattel - Chreialpfirst - Zwinglipasshütte - Alp Tesel - Flüerentobel - Wildhaus
Unterkunftmöglichkeiten:Zwinglipasshütte, Wildhaus
Kartennummer:Kümmerly & Frey Säntis-Alpstein

Lang, lang ist es her, dass wir mit unseren beiden Kids zusammen das letzte Mal in den Bergen waren, genau genommen war es im Sommer 1991 im Ötztal, dem Jahr, in dem Ötzi entdeckt wurde. Mittlerweile wohnt und arbeitet Nicole am Lake Wakatipu auf der Südinsel Neuseelands. Zusammen mit ihrem Freund ist sie dem Winter auf der Südhalbkugel entflohen und das haben wir heute zusammen mit Markus für eine gemeinsame Wanderung genutzt. Was lag näher, als ihnen "unseren" Alpstein zu zeigen.
 
Zu Zeiten, wo wir sonst schon die Stiefel schnüren, saßen wir heute noch beim Frühstück. Daran schloss sich eine Diskussion um das geeignete Schuhwerk an. Hohe Schuhe würden nicht zwingend einen besseren Halt bieten, meinte unser Junior von seinen Erfahrungen beim Basketball, schlussendlich nahm er doch Bergstiefel von mir mit. Shaun passten die anderen Bergstiefel nicht so richtig, so entschied er sich in seinen Turnschuhen –mit guten Profilsohlen – zu gehen. In weißer Voraussicht hatte ich eine Route herausgesucht, bei der ich Turnschuhe verantworten konnte, zumal ich auch von der Bergtauglichkeit unserer „Kiwis“ keine Ahnung hatte.
 
Von Wildhaus (1090 m) ging es über das Flüerentobel zur Ebene von Alp Tesel. Das Feld zog sich bald einmal in die Länge. Es zeigte sich schnell, dass wir „Alten“ unseren Jungen in Punkto Kondition nicht das Wasser reichen konnten. Sie meinten es aber gnädig und warteten immer mal wieder auf uns. Über das lange, schattige Hochtal strebten wir dem Mutschen (2122 m) zu. Gut eine Viertelstunde nach der „Vorhut“ kamen wir am Gipfel an. 2 Std. 15 Min. hatten wir gebraucht, was uns angesichts der im Tal angeschriebenen 3 Std. 40 doch erstaunte. Der Schlussaufstieg vom Mutschensattel (2069 m) zum Gipfel hat eine T3 verdient.
 
Die Fernsicht war super. Von den Berner Hochalpen über die Bernina zu den Gipfeln in  Vorarlberg und im Allgäu. Zum Essen gab es die üblichen „Country-Hunter“ mit Ovo-Schoki als Dessert. Im Gipfelbuch trugen wir uns noch ein und strebten dann über den Chreialpfirst (2126 m) der Zwinglipasshütte (1999 m) zu. Der Weg dorthin bietet keine besonderen Schwierigkeiten. Während des Gangs über den langen Rücken konnten wir so die Schau  auf die Gipfel hinter dem Fälensee in vollen Zügen genießen.
 
Die Terrasse der Zwinglipasshütte war schließlich wieder Sammelpunkt für das auseinander gezogene Feld. Zu günstigen Preisen kann man sich in der SAC-Hütte mit Trinken und Essen versorgen.
 
Von hier an ging es dann bergab. Die Felsstufe unterhalb der Alphütten war dieses Mal mit Hindernissen gespickt. Der ausgewaschene Weg wird derzeit in Stand gesetzt und wies zahlreiche Barrieren auf, die im Storchenschritt zu überwinden waren. Es folgte dann noch der wieder steilere Abstieg durch das Flüerentobel und genau 6 Stunden nach dem Start hat eine schöne Wanderung bei optimalen äußeren Bedingungen ihren Abschluss gefunden.
 
Unser Besuch aus Neuseeland war vom heutigen Tag restlos begeistert. Auch unserem sportverrückten Junior hat die Abwechslung in den Bergen Spaß gemacht. Dass es Esther und mir im Alpstein gefallen hat, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung.

Tourengänger: alpstein, Esther58, kiwinicole

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