Damülser Mittagspitze (2095m)


Publiziert von monigau , 3. September 2010 um 21:39.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Bregenzerwald-Gebirge
Tour Datum: 3 September 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 345 m
Abstieg: 664 m
Strecke:Damüls Bergstation Ugabahn - Mittagspitze - Damüls Talstation Ugabahn
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit dem PKW nach Damüls, Parkplatz an der Talstation der Ugabahn

Schneematschtour mit toller Sicht

auf den Damülser Hausberg, ein Gipfel, auf den ich schon lange mal wieder rauf wollte. Als ich das letzte Mal oben war, umhüllte uns Nebel und die Sicht war gleich Null. Aber der Wetterbericht sagte für heute ab 11 Uhr Sonnenschein in Damüls voraus, auch wenn der Himmel am Morgen noch sehr bedeckt war. Und tatsächlich, als ich nach einer gemütlichen Fahrt durch den Bregenzerwald, mit Stau auf der Strecke nach Damüls, weil da die Straße erneuert wird, am Ugalift ankam, empfing mich blauer Himmel und Sonnenschein.

Mit der Ugabahn, die ich im Winter beim Skifahren öfters benutze, gings bis auf 1750 Meter hoch. Auf der Ugaalpe angekommen, war ich plötzlich nicht mehr im Sommer, sondern umgeben von winterlichen Schneefeldern. Der Kälteeinbruch vor einigen Tage hatte dieser Region ca. 25 cm Neuschnee beschert. In den vergangen Tagen ist davon wohl einiges wieder weggetaut. Aber der Weg war matschig und spätestens an der Abzweigung zum "Weg für Geübte" auf die Mittagspitze mussten die Turnschuhtouris wieder umkehren. Ich vertraute meinen wasserdichten Bergschuhen und machte mich auf den Weg zur Mittagspitze, der, je höher ich kam, durch noch mehr nassen Schneematsch führte und mich manchmal an meinem Vorhaben zweifeln ließ.

Es ging steil bergauf und der Weg wurde, je höher ich kam , immer ausgesetzter und der hohe, nasse Schneematsch erschwerte das sichere Gehen. Doch einmal angefangen, wollte ich diese Tour auch zu Ende bringen - also bin ich tapfer weiter gekraxelt. Weiter oben gings dann am steilen Grat entlang, immer über Felsen und Schneematsch. Der obere Teil des Weges ist an den stark ausgesetzten Stellen gut mit Seilen gesichert, was bei der heutigen Ruschgefahr sehr hilfreich war.

Nach ca. 1 1/4  Stunden war der Gipfel erreicht und es hat sich gelohnt, denn die Aussicht war bei diesem klaren Wetter einfach grandios und die schneebedeckten Gipfel vermittelten winterliche Gefühle.

Nach einer kurzen Gipfelrast machte ich mich auf den nicht ganz einfachen Rückweg und jetzt kamen auch die Handschuhe zum Einsatz, denn die sicheren Griffe am Fels waren oft nass und ich musste auch mal in den Schnee fassen. Aber alles ging gut und ich kam wieder sicher unten an.

Bei trockenen Verhältnissen ist diese kleine Kletterpartie wohl kein Problem, bei 20 cm Schneematsch aber nicht empfehlenswert.

Eigentlich wollte ich noch eine schöne Rundtour über Hochblanken und Ragazerblanken machen, aber die schlechten Wegeverhältnisse vergellten mir mein Vorhaben und so begnügte ich mich mit einem Spaziergang über das Plateau und kehrte, von schmelzenden Wassermassen begleitet, auf dem Fahrweg und über Wiesenpfade ins Tal zurück.

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Tourengänger: monigau

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Kommentare (2)


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Felix Pro hat gesagt: noch eine weitere "Bekanntschaft"
Gesendet am 11. November 2010 um 22:49
macht Spass, die Tourenberichte von dir zu lesen - umso mehr, als ich doch einige wenige Berge aus der Gegend bereits kenne!

Viele weitere gute, erfolgreiche und genussvolle Touren - wünsch ich dir, liebe Monika!

Felix

monigau hat gesagt: RE:noch eine weitere "Bekanntschaft"
Gesendet am 12. November 2010 um 19:32
Danke für Deine guten Wünsche, auch dir weiterhin viele schöne Bergerlebnisse!

Monika


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