Bisse d'Ayent


Publiziert von laponia41 Pro , 23. August 2010 um 11:35.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:21 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 150 m
Abstieg: 500 m
Strecke:11 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Barrage Rawil. Der Bus von Sion nach Barrage Rawil fährt vom 26. Juni bis 18. September nur am Samstag.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Anzère.

Eigentlich hätte ich die Bisse d'Ayent lieber im Aufstieg begangen, entschied mich aber wegen dem idealeren Busfahrplan für den Abstieg. Die Fahrt von Sion hinauf zur Barrage Tseuzier war ein erster Höhepunkt des Tages. Wie der Chauffeur die engen Haarnadelkurven und die schmalen und niedrigen Tunnel befuhr, war bewundernswert. Und dann der Lac de Tseuzier im Vormittagslicht! Einfach sensationell. Ich freue mich schon jetzt, für die Begehung der Bisse de Sion nochmals hier hinauf zu kommen.

Die kühn angelegte Bisse d'Ayent hat eine besondere Geschichte. Nach dem Bau der Barrage Tseuzier wurde der obere Teil der Bisse trockengelegt. Die Bisse bezieht ihr Wasser nun aus dem Stollen, der vom Stausee zur ersten Stufe im Talgrund der Liènne hinunter führt. Die Schöpfe befindet sich seit dem Jahr 1956 kurz nach der Stelle, wo die Strasse zum Stausee gekreuzt wird. Gemäss der Informationstafel (siehe Foto) führt die Bisse d'Ayent ab hier 500 l/sec. Das ist für eine Bisse aussergewöhnlich viel.

Nun zur Route: Auf der Westseite der Barrage Tseuzier führt ein steiler Weg hinunter zur Alp Pro du Sex. Kurz danach beginnen alte Spuren der Bisse und führen nach der Querung einer Geröllhalde in felsiges und abschüssiges Gelände. Zweiter Höhepunkt des Tages ist dann die Passage durch die Felswand. Es ist allerdings komfortabel, dass man nicht auf dem talseitigen Mäuerchen, sondern im Bachbett der ausgetrockneten Bisse laufen kann. Nach einer längeren Waldpartie quert man dann die Strasse. Hier befindet sich eine Postauto-Haltestelle, idealer Ausgangspunkt für eine kürzere Wanderung auf der Bisse. Kurz danach kommt man zur eigentlichen Schöpfe.

An diesem sehr heissen Sommertag ist es nun reiner Genuss, auf dem breiten Hüterweg im Waldschatten unterwegs zu sein. Ein dritter Höhepunkt folgt sogleich: nach dem Torrent Croix kommt nochmals eine hohe Felswand, wo das Wasser durch einen Tunnel geführt wird. Im Felsen sind jedoch auf den uralten Trägern neue Kanäle gebaut worden, die eindrücklich zeigen, wie Wasser und Weg früher diese extrem schwierige Stelle überwanden. Die Passage auf diesen Kanälen ist ausdrücklich verboten. Im Stollen kann man jedoch durch ein Fenster auf ein kleines Podest hinaus kriechen und hat von sicherer Warte aus einen eindrücklichen Ausblick.

Eine halbe Stunde später stösst man dann auf die Strasse nach Anzère. Bei brütender Hitze stieg ich hoch bis zum Dorfzentrum. Das war dann eindeutig nicht der vierte Höhepunkt, und dies nicht nur wegen der Hitze.

Bemerkung: Weil der Wegpunkt "Wetzsteinhorn" im Begriff war, in den See zu fallen, habe ich ihn korrigiert.

Tourengänger: laponia41

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Kommentare (1)


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Felix Pro hat gesagt: das ist ja wieder ein Juwel ...
Gesendet am 14. Oktober 2010 um 21:30
welches ich mir merke - vielen Dank, Peter!

lg Felix


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