Wissgandstock (2404 m) und Rad (2661 m)


Publiziert von PStraub , 14. Juli 2010 um 17:42.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:14 Juli 2010
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Glärnischgruppe 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 2200 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Luchsingen SBB - Luftseilbahn Brunnenberg
Kartennummer:1173

Der Wissgandstock hat in der letzten Ausgabe der LK aus unerfindlichen Gründen einen neuen Namen, nämlich Vorderchammstock, erhalten.
Das ist nicht nur bedauerlich, das ist kompletter Unfug. 
Weil: Unter diesem neuen "Geheimnamen" sucht ihn nun erst recht niemand.


Schon unter dem alten Namen war er ein Geheimtipp. Bei den ohnehin wenigen, die diese Gegend 'bergsteigerisch' besuchen, galt er wegen der geringeren Höhe als seine unmittelbaren Nachbarn (Bösbächistock und Rad) als minderwertig.
Zu Unrecht: Das ist ein Berg, an dem man einem potentiellen Kraxler auf die Sprünge helfen kann. Nicht wirklich schwierig, aber so, dass man den nächsten Griff, den nächsten Tritt doch mit Bedacht aussuchen sollte.

Die "Normalroute" führt auf dem Zeinenfurggel-Weg zu den Schutthalden im Gipfelvorfeld und von da immer in etwa Richtung tiefster Senke des Gipfelgrates.
Heute bin ich direkt über Vorder Chamm zum Grat (-> Foto) und auf dem Gipfelvorfeld nach rechts ausweichend fast direkt zum höchsten Punkt aufgestiegen. Ich bin auch schon komplett durch die Bösbächirus (= Wissgand) aufgestiegen, um dann über das Schuttplateau südlich des Gipfels aufzusteigen. Dieses kann auch von Südosten (-> Foto) erreicht werden.
Auch der Ost- und der Westgrat wurden schon begangen. Der Wissgandstock ist also ein vielseitiger Berg! 

Anschliessend zuerst runter, dann auf die Zeinenfurggel. An sich wollte ich dann auf den Bösbächistock, aber von der Furggel aus sah es so aus, als wäre die Schlüsselstelle der Route noch mit Schnee bedeckt - was sich vom Rad aus als Irrtum erwies :-((

Na ja, letzteres ist ja auch nicht ohne. Wenn es mich dort nicht noch ein weiteres Mal erwischt hätte. 
Kaum für die weitere Tour in den Westgrat Richtung Rossstock eingestiegen, wurde der Himmel brandschwarz. Und nach den brutalen Gewittern der letzten Tage war das etwa das letzte, was ich dort oben brauchte! Also runter, so rasch es ging.
Ich würde das Rad übrigens heute nur noch mit Vorbehalt als T5 einstufen. T5 passt, wenn man auf Anhieb die jeweils günstigste Passage erwischt. Das ist aber in dieser Schuttwüste voller Köpfe und Platten gar nicht immer einfach.

Heute also kein Bösbächistock und kein Rossstock, dafür ein Bier in der Bösbächi-Beiz bei René Moor, dem ehemaligen Hüttenwart der Leglerhütte. 

Tourengänger: PStraub


Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»