Grattour im Avers: Wengahorn (2849 m) Schinetahörner (2883/2881 m) Jufer Horn (2967 m) Mingalunhorn


Publiziert von Ivo66 Pro , 27. September 2009 um 23:24.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Avers
Tour Datum:27 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:Juf - Wengahorn - Schinetahörner - Jufer Horn - Mingalunhorn - Mugmol - Juf
Kartennummer:1:25000 - Val Bregaglia

Eine herrliche Gratüberschreitung mit eindrücklichen Ausblicken - das Avers aus ungewohnter Perspektive.

Start in Juf (Parkplätze beim Ortseingang). Man geht zum Juferrhein hinunter und überquert diesen über eine Brücke und folgt etwas dem Bach aufwärts. Wir stiegen schon bald (noch vor dem Schinetabach) recht steil die Rasenhänge hinauf, um auf den deutlichen, gratähnlichen Aufschwung zu gelangen. Die Route zum Wengahorn ist dann offensichtlich (zum Teil Wegspuren und Steinmänner).
 
Von Wengahorn aus beginnt die spannende Grattour. Der erste markantere Grataufschwung nach dem Wengahorn umgeht man mit Vorteil rechts auf Wegspuren im Schieferschutt. Zu Beginn noch mässig ausgesetzt (der Grat ist bis zu den Schinetahörnern immer mindestens 40 cm breit) ist später beim Beginn des Aufstiegs zum Jufer Horn eine recht heikle Passage zu bewältigen (ausgesetzt; etwas brüchiger Schiefer...). Diese Stelle gibt der Tour auch die Auszeichnung T4 - ansonsten bewegt man sich überwiegend im T3-Bereich. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ist hingegen ein absolutes Muss auf dieser einsamen Tour.

Für den Abstieg wählten wir die steilen Schiefer- und Geröllhänge - wir stiegen aus der Gratsenke zwischen Jufer Horn und Mingalunhorn ab. Wir querten dann hinüber zum von weither sichtbar markanten Gratgebilde (Mugmol) und von dort steil auf einem wiederum gratähnlichen Kamm über Rasenhänge zurück nach Juf.

Als sehr unangenehm empfanden wir die zahlreichen Schüsse der zur Zeit im Bündnerland umherziehenden Heckenschützen. Hoffentlich sind sich die ihrer Sache immer sicher, wenn sie abdrücken. Ich selbst habe auch schon Wanderer für Wildtiere gehalten (und umgekehrt) - nur ist dies ist bei mir weniger problematisch, bin ich doch stets unbewaffnet unterwegs.

Tourengänger: Ivo66, Lena

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