Wildbeobachtung im Val Trupchun


Publiziert von Alpin_Rise Pro , 24. September 2009 um 13:52.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:19 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 

Herbstzeit ist Brunftzeit. Zumal bei den Hirschen, die im September und Oktober für die nächste Generation sorgen. Das freut die Jäger, die einen mit scharfen Schiesseisen, die anderen mit scharfen Ferngläsern. Im Nationalpark kommen nur letztere zum Einsatz, dafür fast schon exzessiv...
Das Val Trupchun bei S-chanf im Engadin ist für seinen Wildreichtum bekannt; wer an einem Septemberwochenende ins Tal wandert, trifft auf Leute mit langen Röhren - und kann dem Röhren der Hirsche lauschen
.

Wildpirsch im Val Trupchun - oder wenn die Beobachter mehr sind als die Beobachteten

Vom Bahnhof  S-chanf fähr ein Bus bis zum Parkplatz Prasüras, wo die Naturfreunde zu Duztenden ihre grossen, geländetauglichen Fahrzeugen mit Unterländer Kennzeichen  stehen lassen müssen. Von dort führen zwei Wege zur 400m höher glegenen Alp Trupchun, wo extra Beobachtungsplätze ausgeschildert sind. Die rot-weissen Bergwege sind gut ausgebaut, einer  am östlichen, einer am westlichen Talhang. So muss nicht zweimal der gleiche Weg zurückgelegt werden.

Infos zur Hirschbeobachtung:
  • Hirsche haben wir erst ab der Alp Trupchun gesehen, hauptsächlich am Osthang unter dem Piz dals Buochs.
  • Die Hauptaktivität ist in den Morgen- und Abendstunden, geröhrt haben die Hirsche auch tagsüber. Will man früh oder spät im Val Trupchun unterwegs sein, empfiehlt sich eine Nächtigung in der Parkhütte Varusch.
  • Mit einem günstigen 8x oder 10x Fernglas sieht man die Tiere in ca. 200m Entfernung gut, sofern das Licht stark genug ist. Es stehen jede Menge Naturliebhaber mit Leica und Swarowski Teleskope auf dem Beobachtungsplatz, die einem auf Anfrage gerne mal durchsehen lassen. So kann man des Hirsches Barthaare zählen.
  • Es wird gebeten, den Rastplatz Alp Trupchun nicht vor 7.30 Richtung Furcola Trupchun zu verlassen, um das Brunftgeschäft nicht zu stören. Falls man überhaupt so früh dort eintrifft.
  • Schätzt man Einsamkeit, ist der Nationalpark und v.a. das Val Trupchun tabu. Das gesamte Volk  konzentriert sich auf den wenigen Wanderwegen (Weggebot) und den Beobachtungsplätzen.

Tourengänger: Alpin_Rise

Galerie


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