Grawand 3251 m über Finailsee (Fineilsee) 2709 m


Publiziert von alpstein Pro , 7. September 2009 um 17:44.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:28 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 1471 m
Abstieg: 40 m
Strecke:P.1780 Marchegg hinter Vernagstausee - Finailhof - Finailsee - Fineiljoch - Grawand
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Naturns - Vinschgau westwärts bis Abzweig Schnalstal - Vernagt bis hinter den Stausee; Parkmöglichkeiten linker Hand nahe der Haltestelle Finailhof
Kartennummer:Kompass 52 Vinschgau

Für „Bergkatzen und Felsentiger“ empfiehlt der Rother Wanderführer eine Tour über den luftigen Grawandgrat oberhalb des Schnalstaler Gletschers. Nach Absolvierung der Tour halten wir diese Bezeichnungen doch für etwas übertrieben. Konditionell war sie aber doch recht anspruchsvoll und vom Grat und Gipfel aus hatten wir eine tolle Aussicht auf die Gipfel zwischen Wildspitze 3772 m und Weißkugel 3739 m.

 

Entgegen der vom Führer beschriebenen Route, die einen „Aufstieg“ mit der Seilbahn vorsieht, gingen wir von unten los. Startpunkt war am P. 1780 hinter dem Vernagstausee. Durch einen schönen Lärchenwald führte der Weg zum Finailhof 1973 m. Dort sahen wir dann auch das Finailtal mit dem Grat ganz oben, durch den der Weg nach oben führt. Wie endlos lange solche Hochtäler sein können, habe ich bereits bei meiner Tour durch das benachbarte Tisental auf die Similaunhütte erfahren dürfen. Es dauerte doch immerhin gut 2 Stunden bis wir endlich am Finailsee 2709 m ankamen. Dabei konnten wir erst noch im Schatten laufen, bis dann die Sonne doch ziemlich ins Genick brannte. Etwas mit Sorge betrachteten wir die aufkommende Quellbewölkung, die uns oben hoffentlich nicht die Sicht rauben würde.

 

Den Finailsee östlich umgehend kamen wir dann in steiles Blockwerk. Hie und da benötigten wir dann auch die Hände, um sicher von Felsblock zu Felsblock zu kommen. Die Steilheit des Geländes forderte nun auch unsere konditionellen Reserven heraus, bis dann die Umlaufscheiben der Gletscherlifte ankündigten, dass wir gleich am Finailjoch 3125 m sein müssen. Dort oben bot sich uns dann auch ein schönes Panorama über den Hochjochferner hinweg, bzw. das, was davon noch übrig geblieben ist, zu den vergletscherten Gipfeln zwischen Ötz-, Pitz- und Kaunertal.

 

Vom Finailjoch weg haben wir dann noch ca. 45 Minuten, zum Teil in leichter Blockkletterei, über den Grawandgrat zum Gipfel der  3251 m Grawand benötigt. Auf dem ganzen Weg nach oben haben wir nur 2 Personen angetroffen. Obwohl der Gipfel nur 40 HM über der Bergstation der Gletscherbahnen liegt, waren doch nur wenige Leute am Gipfelkreuz. Nach Süden hin wurde die Fernsicht mittlerweile durch Quellwolken getrübt. Das und der Skibetrieb taten dem Gipfelerlebnis keinen Abbruch. Der Skibetrieb - Skivergnügen wäre wohl zuviel gesagt - an einer einzigen Sesselbahn deckt die Betriebskosten sicher nicht. Jetzt karrt man noch die Touris mit Pistenbullys für gutes Geld auf dem Gletscherchen rum. 

Nach längerem Aufenthalt am Gipfel und der Bergstation kehrten wir dann mit der Seilbahn nach Kurzras 2011 m und von dort mit dem Bus zum Ausgangspunkt zurück.

PS: Ob es nun richtig Finailsee oder Fineilsee, ...joch, hof usw. lauten muss wissen die Götter


Tourengänger: alpstein, Esther58

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