Auf "Ötzis" Spuren vom Schnalstal auf die Similaunhütte 3017 m


Publiziert von alpstein Pro , 11. Dezember 2008 um 20:15.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Ötztaler Alpen
Tour Datum:10 August 2007
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1317 m
Abstieg: 1317 m
Strecke:Vernagt - Similaunhütte - Vernagt
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Naturns - Abzweigung Schnalstal - Vernagt
Unterkunftmöglichkeiten:Similaunhütte
Kartennummer:Kompass Nr. 52

Bei Regen am Vorabend im Vinschgau angekommen, sah das Wetter am Morgen mit nur wenigen Wolken recht verheißungsvoll aus. So machte ich mich auf den Weg Richtung Schnalstal, um auf dem Wanderweg A2 zur auf österreichischem Gebiet gelegenen Similaunhütte hochzusteigen, die wegen der umgebenden Gletscherlandschaft und Eisgipfel schon länger auf meinem Tourenprogramm stand.

Meinen PKW habe ich auf dem Parkplatz an der Staumauer des Vernagt-Stausees (1700 m) abgestellt. Beim Blick hoch an den Alpenhauptkamm sah es recht gut aus. Die Gipfel waren wolkenfrei und so ging es gleich jenseits der Straße in nördlicher Richtung über Wiesen zum Tisenhof (1814 m).  Weiter ging es dann in dem zunächst mäßig ansteigenden Hochtal über Almwiesen recht eintönig aufwärts. Während zwei Stunden fast das immer dasselbe Panorama. Unten der Stausee und gerade aus vor mir  das Tisenjoch, über das Ötzi seinerzeit vom Schnalstal ins Ötztal wechseln wollte, bis er dort oben ums Leben kam.  Dieser Übergang ist heute nicht mehr gebräuchlich, zumindest nicht ausgeschildert.

Stattdessen biegt der Weg bei erreichen der Schutthalde mehr in östlicher Richtung ab. Ab hier ging es zunächst in Serpentinen weiter, es folgte dann felsigeres Gelände und der Weg wurde immer steiler. Je näher ich dem Niederjoch kam, desto mehr trübte es ein und ca. 150 Höhenmeter unter dem Ziel war ich dann im Nebel, der über den Alpenhauptkamm herüberschwappte. Beim Blick ins Tal schien die Sonne, ich kam aber in den Schnee und an der Similaunhütte (3017 m) angekommen herrschten fast winterliche Verhältnisse bei ca. 20 cm Neuschnee.  Es war also nichts mit dem herrlichen Gletscherpanorama und Blick auf die Gipfel im Ötztal. Stattdessen musste ich mich in die Hütte verziehen. Wenigstens hatte ich es besser erwischt, als die Tourengänger, die in Vent gestartet und über 4 Stunden nur im Nebel herumgelaufen sind.

Nach einer Rast folgte ich zunächst dem Schild zur Fundstelle von "Ötzi". Ein Stück nach der Hütte waren aber weder Wegspuren noch ein Weg überhaupt zu erkennen und dichter Nebel herrschte, so dass ich dieses Unterfangen leider aufgeben musste. Über die Aufstiegsroute stieg ich dann , bald wieder von freundlichem Wetter begleitet, ins Schnalstal ab. Eine Einkehr auf der Terrasse der Jausenstation am Tisenhof rundete die Tour ab.

Fazit des Tages war, dass der Weg hoch zur Similaunhütte recht uninteressant ist. Bei schönem Wetter wird man dafür sicher durch das herrliche Gletscherpanorama entschädigt.


Tourengänger: alpstein

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