Hinteres Martelltal - Wandern unter dem Cevedale


Publiziert von alpstein Pro , 5. September 2009 um 11:50.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum: 2 September 2009
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 2:30
Aufstieg: 250 m
Abstieg: 250 m
Strecke:Enzianhütte - Lyfialm - Peder Stieralpe - Enzianhütte
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Naturns - Vinschgau westwärts bis Latsch - Martelltal - Enzianhütte am Talschluss - Parkplatzgebühr bis 3,50 € (ganztägig)
Unterkunftmöglichkeiten:z.B. Enzianhütte (eher ein Hotel), Gasthof Schönblick
Kartennummer:Tabacco Ortlergebiet

Die  Cevedale-Gruppe kennt wohl jeder Bergliebhaber. Das Martelltal, über dessen Talschluss die Zufallspitze und der Cevedale mit seinen Gletschern trohnen, ist dagegen vielfach unbekannt. Im mittleren Vinschgau stößt das enge Martelltal nach Süden vor. Der höchste, mit dem PKW erreichbare, Punkt befindet sich bei der Enzianhütte und dem Gasthof Schönblick auf ca. 2050 m. Bei der ca. 20 km langen Fahrt dort hinauf kommt man an den höchstgelegenen Erdbeerplantagen Europas, die bis auf ca. 1800 m reichen, vorbei.

 

Nach der langen Tour auf die Laaser Spitze am Vortag, stand am letzten Urlaubstag aktive Erholung auf dem Programm. Start war bei der Enzianhütte (2055 m). Über den Fahrweg ging es mit einem Zwischenabstieg in gut einer Stunde zur   Lyfialm (2165 m), die ganzjährig bewirtschaftet ist. Sie steht inmitten eines Lärchen- und Zirbenwaldes, der in dieser Gegend bis auf fast 2300 m hinauf reicht. Von der Terrasse hat man einen schönen Blick auf die Veneziaspitzen.

 

Wer von hier nicht zum Aussichtsbalkon Pederköpfl 2585 m aufsteigen will, kann, wie wir, den ausgeschilderten Weg zur Peder Stieralpe 2252 m wählen. Nun über einen Bergpfad und Stock und Stein kommt man an allerhand interessanten Dingen vorbei. Man sieht knorrige Zirben, die auf Felsen wachsen und Fragmente von Zirben, die einen steinalten Eindruck machen. Über allem dem die vergletscherten Gipfel am Talschluss. Stiere und einen Senn haben wir an der Stieralpe nicht angetroffen. Der malerische Fleck an der Baumgrenze mit seinem  Panorama lud aber zum längeren Verweilen ein.

Anschließend ging es 200 HM etwas steiler zur Enzianhütte zurück. Auch wenn der Parkplatz dort mittlerweile gut gefüllt war, haben wir unterwegs nur wenige Menschen angetroffen. In der zum Nationalpark Stilfersjoch gehörigen Bergregion gibt es unzählige Wandermöglichkeiten für alle Ansprüche. Lifte und Bahnen sind im ganzen Martelltal Fehlanzeige.

 

 

 


Tourengänger: alpstein, Esther58

Galerie


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