Djebel Toubkal (4167m)


Publiziert von Meeraal , 1. September 2009 um 21:18.

Region: Welt » Marokko » Hoher Atlas
Tour Datum:28 Juli 2004
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: MA 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 2400 m
Abstieg: 2400 m
Strecke:Marrakech - Tichkapass oder Marrakech - Imlil
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Marrakech - Tichkapass über Landstraße oder wenn es schnell gehen soll Marrakech - Imlil (=Normalroute)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Siehe oben
Unterkunftmöglichkeiten:Eigenes Zelt, evtl Gites d`etape, evtl. Toubkalhütte (wer das mag)
Kartennummer:---

Diesen Gipfel habe ich im Sommer 2004 im Rahmen einer 3 - wöchigen Trekkingtour durch den Hohen Atlas gemacht, bei der 2 Wochen früher auch der Ighil Mgoun bestiegen wurde (Siehe Bericht ). Der Toubkal ist der höchste 4000er im Atlasgebirge, recht bekannt aber nicht extrem überlaufen. Einige weitere Berge der Umgebung ragen über 4000 Meter auf. Wir haben den Berg von Osten aus, vom Tichkapass her gemacht, der Weg dorthin führt durch eine sehr schöne Landschaft und ist daher zu empfehlen. Ebenfalls gibt es auf dem Weg einen kleinen Bergsee, den Ifnisee in dem man im Sommer schwimmen kann, die Gefahr der Bilharziose ist wegen der Höhe (2300 Meter) nicht gegeben. Prinzipiell könnte man die Tour zwar alleine machen, da man aber auf Wasser angewiesen ist, sollte man einen Führer mitnehmen, der die Quellen in der Gegend genau kennt. Essen wird unterwegs in den Dörfern und/oder Nomaden gekauft, Fleisch gibt es eigentlich nur "lebend", unsere einheimischen Begleiter sind des Öfteren mit Hühnern hinter irgendwelchen Lehmhäusern verschwunden, später gab es dann Hühnerfleisch als Beilage. Die Hauptgefahr geht bei dieser Tour von nicht entkeimtem oder nur ungenügend gekochtem Wasser aus, bereits wenige Tropfen können üble Durchfallerkrankungen und Fieber verursachen. Ein Teilnehmer konnte wegen einer solchen Erkrankung den Gipfel nicht erreichen. Auch ich hatte mir im Laufe der Reise eine solche Erkrankung zugezogen, allerdings in leichter Form, so dass ich auch weiterhin selbst laufen konnte, kein Muli benötigte und meine Erkrankung daher von den anderen Tourteilnehmern gar nicht bemerkt wurde. Übel wars aber trotzdem, vor allem, weil mir dabei zum Kotzen war, ich in jeder Pause hinter irgendwelchen Steinen verschwinden musste und mein Papier in beängstigendem Maße zuende ging. Ursache war, dass ich mir in einem Straßencafe einen frischen Orangensaft bestellt hatte, den der Wirt aus Orangen gepresst hatte, die er zuvor mit Wasser aus dem nahen Bach gewaschen hatte und in den haben halt weiter oben die Ziegen reingeschissen.  
In der Gegend um die Toubkalhütte (früher: Neltnerhütte) ist viel los, daher hier besonders auf sauberes Wasser achten, am Besten abkochen. Wir haben nicht in der Hütte genächtigt, sondern in unseren Zelten.
Des Weiteren ist zu beachten, daß man sich an die Sitten und Regeln des Landes zu halten hat: Keine abfälligen Bemerkungen über den Islam, Frauen sollten Kopfbedeckung tragen, Männer niemals einheimische Frauen ansprechen oder sich über selbige in irgendeiner Weise äußern, ausser wenn man(n) gezielt danach gefragt wird. Niemals dem Gegenüber die linke Hand zur Begrüßung geben! Die linke Hand gilt im Islam als unrein und daher wird eine solche Geste als schwere und gezielte Beleidigung aufgefasst. Als Nichtmoslem darf man auf keinen Fall eine Moschee oder heilige Orte betreten! Dass man sich an die allgemeinen Regeln der Höflichkeit hält sollte überall selbstverständlich sein.  
An Ausrüstung benötigt man eine normale Wanderausrüstung, Kletterei fällt nicht an. Zu beachten ist jedoch, dass es auch in Afrika auf 4000 Metern recht kalt werden kann, vor allem wenn der Wind bläst.
An vernünftiges Kartenmaterial heranzukommen ist schwer. Marrokanische Militärkarten sind sehr gut, aber wahrscheinlich für Nichtmarrokaner wohl nur auf den Schwarzmarkt zu bekommen. In einigen Spezialläden gibt es verschiedene Karten, ansonsten wäre Google Earth vielleicht eine Möglichkeit. Ich habe an jedem Pausenpunkt die GPS-Koordinaten erfasst und aufgeschrieben, wer die Tour machen möchte, dem bin ich gerne bei der Planung behilflich, in diesem Fall bitte private Nachricht senden.


http://www.hikr.org/user/Meeraal/

Tourengänger: Meeraal

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