Obere Wettersteinspitze (2297m)


Publiziert von Tef Pro , 21. August 2009 um 18:54.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Wetterstein-Gebirge
Tour Datum:19 August 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   A 
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Strecke:Mittenwald- Laintal- Lautersee- Schützensteig- Gamsanger- Wettersteinspitze- Gamsanger- Ferchensee- Lautersee- Mittenwald
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Zug München - Mittenwald, meist von Gleis 28, Abfahrt jede Stunde xx:32; Rückfahrt jede xx:37
Kartennummer:fb 322

Von Mittenwald läßt sich eine wunderschöne Tour auf die Obere Wettersteinspitze unternehmen. Nach einer abwechslungsreichen Tour kann man noch in zwei sehr schön gelegenen Bergseen (Lautersee und Ferchensee) baden und danach am See einkehren. An heißen Tagen wie diesen der perfekte Abschluß!
Wir starteten direkt am Bahnhof. Wegen fehlender Wanderwegweiser muß man erst mal durch den Ort finden. Wir steuerten zunächst in westlicher Richtung auf die Kirche zu, in derer Umgebung sich das malerische Ortszentrum befindet.
An der Kirche vorbei erreichen wir schließlich die Laintalstraße, der wir schräg nach links folgen. An deren Ende nehmen wir den rechten Wanderweg durchs schöne Laintal mit kleinem Wasserfall.
So kommen wir eine Ebene höher zu den Wiesen rund um den Lautersee. Schön erhebt sich hinter dem See unser Gipfelziel.
Wir gehen rechts am See vorbei, dahinter geht es wieder etwas bergan zum Ferchensattel. An einer Kreuzung folgen wir dem Wegweiser "Wettersteinspitze" nach links.
Es geht nun auf einem Pfad, dem sog. Schützensteig, im dichten Wald in westlicher Richtung leicht bergan, vom Ferchensee sieht man quasi nix. Nach einer Weile geht es links weg zum Franzosensteig und von unten kommt ein Pfad vom Ferchensee hoch. Wir gehen noch ein Stückchen weiter, ehe uns ein Schild nach links weist.
Wir kommen nun mehr und mehr aus dem Wald, es geht zwischen Latschen und Büschen empor. Eine erste Steilstufe wird versichert gemeistert, dann kommen wir in ein großes Kar, dahinter erheben sich imposant die Felswände der Wettersteinspitzen. Der Pfad führt am rechten Geröllrand des Kares empor, und schwenkt dann vorm Felsriegel nach rechts in den mit Latschen durchsetzten Felsbereich. Sehr schön mit wunderbaren Ausblicken geht es nun bergan, ab und an wird es etwas luftig, doch nicht überdurchschnittlich schwer.
Nach einer felsigen Rinne erreicht man unvermittelt den Gamsanger, ein wunderschönes Wiesenplatau. Wie von einem grünen Aussichtsbalkon schaut man von hier hinüber Richtung Zugspitze, hinüber zum Estergebirge, nach rechts zum Karwendel oder hinab ins Werdenfelser Land. Würde nicht noch der felsige Gipfelanstieg locken, könnte man glatt hier bleiben. So aber wenden wir uns dem Schlußanstieg (etwa 300 Hm) zu.
Zuerst kommt etwas Fels (mit Ier Stellen), danach geht es nochmal über eine Geröllzone schräg nach links empor, ehe eine schwach ausgeprägte Rippe beginnt. Und dieser folgen im Großen und Ganzen nun die Markierungen, in leichter Kletterei in zwar steilem, aber nicht ausgesetztenGelände erreichen wir den Grat etwas östlich des Gipfels, den wir über eine kurze, versicherte und leicht ausgesetzte Stelle erreichen.
Die Aussicht ist hier nochmal besser, da wir nun neben dem tollen Blick nach Westen ins Wettersteinmassiv im Süden auch den vergletscherten Hauptkamm erblicken.
Falls demnächst jemand auf die Wettersteinspitze will: momentan wartet die leere Cassette auf ein Gipfelbuch.
Nach der Gipfelrast stiegen wir wider ab, nicht ohne beim Gamsanger eine weitere Pause einuzlegen.
Unten, dort wo es zum Franzosensteig weggeht, stiegen wir nach links ab Richtung Ferchensee.
Dieser Weg stellte sich als viel schöner als der Schützensteig heraus, es lohnt sich also auch, diesen Weg als Aufstieg zu benutzen. Man kommt nämlich bald auf freie Buckelwiesen und nähert sich dem Ferchensee. Wir gingen nach links quer über die Wiese hinab zum See und suchten uns einen schönen Badeplatz.
In östlicher Richtung ging es am See entlang und wieder die Geländestufe hinab zum Lautersee. Hier waren wir schon wieder trocken, so daß wir nochmal ne Runde schwammen (wann kann man schon mal bei einer Tour in zwei Seen baden?).
Direkt am See ging soch dann im Biergarten noch ein Weißbierchen aus, ehe wir durchs Laintal wieder nach Mittenwald abstiegen.

Tourengänger: Tef

Galerie


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Kommentare (2)


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gero Pro hat gesagt: Sehr eindrucksvoll,
Gesendet am 21. August 2009 um 19:27
wie du mit passenden Worten diese schöne Tour beschrieben hast! Die Obere Wettersteinspitze hab ich auch schon 2x bestiegen (ab dem P an der ersten Kehre der Straße nach Leutasch hinauf) - ein richtiges Schmankerl, dieser östliche Wettersteinpfeiler. Und der Gamsanger, ja, das ist so a Platzerl....
Zur UNTEREN Wettersteinspitze schreib ich Dir einen Kommentar bei Deinem 2. Foto!

Beste Berggrüße, Georg

felixbavaria Pro hat gesagt: Berg und 2x See ...
Gesendet am 21. August 2009 um 19:39
... mehr braucht man nicht zu sagen, die optimale Sommertour! Ich war vor 2 Jahren mal dort und fand es übrigens auch am schönsten, einfach den breiten Weg an den Seen entlangzugehen, oberhalb geht man ja nur im Wald ohne Aussicht.


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