Henniez und auch Noblesse obliege


Publiziert von Henrik , 16. August 2009 um 23:53.

Region: Welt » Schweiz » Waadt » Waadtländer Jura
Tour Datum:12 August 2009
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VD   CH-FR 
Strecke:SBB - AareSeelandmobil - tpf - BLS - SBB
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV
Unterkunftmöglichkeiten:zuhause
Kartennummer:GA

 Auf der Seite dieses Wassers steht: Das Mineralwasser HENNIEZ wird seit 1905 im Herzen der Waadtländer Broye, unweit der hügeligen Landschaft zwischen den Gemeinden Seigneux, Cerniaz und Henniez in Flaschen abgefüllt. Und dieses Wasser haben Generationen die Kehle runter fliessen lassen – ich behaupte, dass auch in Tausenden von Rucksäcken vor der PET-Revolution entweder dieses Wasser mit der typischen Etikettierung in Glasflaschen auf die Berge geschleppt wurde oder mind. dann abgefüllt in Armee-Gebinden aus dem WK bzw. aus der RS! Henniez ist unverwechselbarer Name geblieben und aus dem Alltag von Früher nicht wegzudenken gewesen - es geht um die lebensnotwendigen Dinge, die in den Rucksack mussten – Wasser gehörte zweifellos dazu und ich behaupte, vor der globalisierten Vielfalt, war das entweder Henniez oder Valser!
 
Der Zug von Basel brachte mich am Morgen nach Biel, dort stieg ich um in die AareSeelandmobil (Ex bti), eigenes Trasse und Rollmaterial: die Orte am Schienenstrang tragen Namen, die beinahe fremd klingen: Ipsach, Täuffelen, Siselen und die Landschaft desgleichen – denn hier gäbe es allenfalls Entwässerungsgräben zu sammeln und aufzulisten! Parzellen zählen wäre auch noch was und Gemüsesorten unterscheiden eine Aufgabe mehr. Das Bähnli ist komfortabel neu und mit Panorama-Fenstern ausgestattet. Ins ist ein Verkehrsknotenpunkt wie Kerzers – ich kenne beide Orte nur vom Durchfahren bzw. vom Warten, unterschiedlich lang. Dieses Warten führt dazu, sich durch etliche Tafeln informieren zu lassen oder über Installationen nachzusinnen, die an Orten untergebracht sind, die einen erstaunen – sei das ein Billetautomat, der vor die Ortstafel gestellt wurde und man diese nicht mehr lesen kann...oder die BLS, die hier das Szepter führt, verkauft Reisen auf die Osterinsel!
 
Der nächste Teil der Fahrt ist schnell abgehakt: Ins – Sugiez (mit Sicht auf den Mont Vully, der hoch genug ist, um hikrs. berichten zu lassen) – Löwenburg – Murten: gereist wurde ich durch die tpf (Transport Public Fribourgeois). Von dort in den neuen Kunststoff-kompositionen der BLS nach Payerne – flach ist das Land und man spricht schon französisch, d. h. der Röstigraben ist überquert: Dompierre zum Beispiel kann für sich in Anspruch nehmen: Le village et la paroisse de Dompierre sont mentionnés pour la 1ère fois en 587. Da schlief Basel noch! Erneutes Umsteigen – diesmal eine richtig gebrauchte alte SBB-Einheit, wo das Fensteröffnen ohne Umstände vorgenommen werden kann! Payerne nach Lausanne – hier schon etwas mehr Hügel, mehr Strassen und mehr Wein in Sicht. Palezieux, von hier liesse sich fahren nach Bulle und Montbovon. Oder von Puidoux-Gare mit dem Wein-Express nach Vevey...In Lausanne atmet man mediterran und die Weite des grossen Lac Léman ist sogar am Bahnhof spürbar – die Menschen, die hier über die Gänge eilen, tun dies in einer eleganteren Art als in den nördlichen Agglos, die ich kenne. Der IC nach Genf wirkt stickig, die Unordnung und die Abfalllage störten mich, deshalb bin ich froh wieder 1.-Klasse fahren zu können. In Coppet steige ich um auf den Bus, der mich nach Céligny bringt, dessen Bahnhof schon seit Jahren hinter einem Zaun wie verloren da steht. Das Gegenteil davon ist das lebhafte Buffet de la Gare in Celigny – das sogar um die Mittagszeit voll besetzt ist (Terrasse) und mein Ziel darstellte: eigens aus Basel anreisen um preiswert, göttlich zu Speisen!


Tourengänger: Henrik

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