Rot Turm


Publiziert von Urs , 18. Juni 2009 um 21:41. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:14 Juni 2009
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: V (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AI   Alpstein 
Zeitbedarf: 13:00
Aufstieg: 1214 m
Abstieg: 1214 m
Strecke:Pfannenstil - Brüeltobel - Plattenbödeli - Bollenwees - Fälenalp - Mörderwegli - Rot Turm - Mörderwegli - Fälenalp - Bollenwees - Stifel - Rheintaler Sämtis - Kalthütte - Plattenbödeli - Brüeltobel - Pfannenstil
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplat beim Pfannenstil. Parkgebühren 3.- SFr. pro Tag
Kartennummer:1115 Säntis

Am frühen Sonntagmorgen starteten  wir (Markus, Andreas, Stefan und ich) auf die erste alpine Klettertour in diesem Jahr. Über das steile Brüeltobel wanderten wir zum Plattenbödeli. Die Bergbeiz liessen wir für einmal aus und gingen direkt weiter zur Bollenwees. Hier gönnten wir uns die erste Pause und genossen einen feinen Nussgipfel.

Weiter ging's am Fälensee und an der Fälenalp vorbei zum Einstieg ins Mörderwegli. Trotz der frühen Stunden waren einige Seilschaften schon weit über uns in der Hundsteinwand am Klettern.  Steil wanderten wir das Mörderwegli (wegen der Ausgesetztheit und der Steilheit recht passender Name) hinauf bis zum Rot Turm Sattel. Hier machten wir wieder eine kleine Rast und studierten noch einmal das Topo aus dem Kletterführer.

Nun ging das Klettern erst los. Wir entschlossen uns, zwei Seilschaften zu machen und so den Gipfel zu erklimmen. Nach dem wir die Grashalde herabgestiegen und über eine weitere Grashalde in die Wand eingestiegen waren, konnten wir die Kletterei in recht festem und griffigem Gestein fortführen. Nach drei Seillängen, wobei die letzte in Richtung der sehr tiefblickigen Südwand führt, konnten wir die Aussicht auf dem Gipfel geniessen. Laut Gipfelbuch waren wir in diesem Jahr erst die 3. und 4. Seilschaft auf dem Gipfel. Nach einer Foto-, Ruhe- und Aussichtspause machten wir uns auf die Suche nach der Abseilpiste. Durch leichtes Absteigen oder schon Abseilen am Nordgrat lässt sich diese recht einfach finden. Das Abseilen von 20 und 40 m war nochmals ein richtiger Genuss dieser Tour. Auf dem Sattel lohnt es sich ein wenig zur Seite zu stehen, wenn die Nachfolgenden die Abseilpiste hinunter rauschen. Ist der Nordgrat doch wirklich sehr brüchig.

Nach dieser kurzen und schönen Klettertour machten wir uns wieder an den langen Abstieg. Das Mörderwegli wieder hinunter und direkt zur Bollenwees zu dem verdienten Mittagessen. Nach einer längeren Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg über den Stifel in Richtung Plattenbödeli und zurück zum Parkplatz. Der letzte Teil fordert die Knie noch einmal sehr stark und so ist man froh, wenn man sich in den zahlreichen Verpflegungs- und Getränkemöglichkeiten unterwegs genug Zeit lässt.

Kletterführer Alpstein (1. Auflage 1991):

R 285 Westgrat                                          5 oder 4+/A0 (eine Passage) sonst 3 bis 4+
A 280 Abseilpiste gegen Norden           1 x 20 m / 1 x 40 m
In der 2. Auflage 2001 sind keine Topos mehr von dieser Route abgebildet.

Zeiten:

Gesamt inkl. Pausen                                                                   13 h
Pausen in den zahlreichen Berggasthäusern und Alpen    5 h
Klettern inkl. Vorbereitungen                                                      3 h 30 min
Bis Gipfel inkl. Pausen                                                                5 h 45 min
 


Tourengänger: Urs, Stefan Ammann, Andreas Kobler

Galerie


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