Sichelchamm via Hundsegg


Publiziert von carpintero Pro , 2. September 2018 um 13:57.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:21 August 2018
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alvier Gruppe   CH-SG 
Zeitbedarf: 7:15
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:13 km / siehe GPS-Track
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Voralp, Kurhaus
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Voralp, Kurhaus
Kartennummer:map.geo.admin.ch

Weil unter der Woche das erste Postauto erst um halb zehn beim Kurhaus Voralp eintrifft, breche ich dementsprechend spät auf. Auf dem Bergwanderweg Richtung Höchst wandere ich zum Nausner Obersess. Der Älpler ist zwar vor Ort, hat aber keine Zeit für einen Schwatz, da er gerade mit dem Handy telefoniert. Hinter den Hütten der Alp verlasse ich den markierten Weg und steige auf einem zunächst gut sichtbaren Weglein zur Grathöhe hinauf. Am Ende des Weidezauns, bei den ersten Felsen des Sichelchamms, picknicke ich mit wunderbarer Aussicht auf den Walensee.
 
Im Anschluss an das Mittagessen überwinde ich die erste Felsstufe (Bild) und steige durch das nasse Gras zur nächsten Felsbarriere (Bild). Der Fels ist feucht und teilweise mit organischem Material überzogen, ich muss die Griffe und Tritte sorgfältig auswählen, um nicht auszurutschen. Nachdem ich die zweite Stufe erfolgreich gemeistert habe, folge ich der Geröllrinne (Bild) und gewinne über eine weitere Kletterstelle die grasige Anhöhe unter Punkt 2141 (Bild). Wer, wie ich, der Kletterei in höheren Graden ausweichen will bzw. muss, quert nun nordseitig auf einem Schuttband ein paar Meter abwärts, um hinterher wieder auf den Westgrat zu steigen (Bild 1, Bild 2). Bald erreiche ich den Gipfel des Sichelchamms und geniesse eine Weile die Aussicht.
 
Vor dem Abstieg nehme ich die zahlreichen Kranz-Enziane genauer unter die Lupe, die sich gleich unterhalb des Gipfels befinden. Interessanterweise finde ich eine grössere Anzahl des Deutschen Enzians (Gentiana germanica) mit lediglich 4 Kronzipfeln vor. Üblicherweise besitzt diese Enzianart 5 Kronzipfel und unterscheidet sich dadurch vom Feld-Enzian (Gentiana campestris), der nur 4 Kronzipfel besitzt. Die eindeutige Unterscheidung der beiden Enzianarten erfolgt daher über die Kelchblätter.
 
Nach dem botanischen Exkurs steige ich über den Normalweg vom Sichelchamm ab (Bild 1, Bild 2) und folge dem Bergwanderweg Richtung Kurhaus Voralp. Während ich mir kurz vor dem Kurhaus die Informationen über das nahe gelegene Hochmoor Gamperfin zu Gemüte führe, donnert es schon kräftig. Als ich ein bisschen später auf der Terrasse bei einem Wurstkäsesalat sitze, tobt über dem Sichelchamm ein heftiges Gewitter und ich bin froh, schon im Tal zu sein.
 
Eine detaillierte Beschreibung des Abstiegs vom Sichelchamm über den Normalweg ist dem Bericht *Sichelchamm via Chnorren zu entnehmen. Wobei ich im Gegensatz zum letzten Mal die Querung bis zum Scheffloch fortgesetzt habe.

Tourengänger: carpintero


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