Vitznauer-/Gersauerstock - Nord-/Südüberschreitung


Publiziert von alpstein , 5. Mai 2018 um 18:00.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 5 Mai 2018
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Rigigebiet   CH-LU   CH-SZ 
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 500 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über ZH-Nord- und Westumfahrung - Autobahn bis Abfahrt Küssnacht - Vitznau - PP bei den Talstationen der Seilbahnen Wissifluh und Hinterbergen (Tagesgebühr humane 6 SFR)
Kartennummer:map.geo.admin.ch

Fantastische Tiefblicke auf den Vierwaldstättersee und das eindrückliche Panorama mit Eiger, Mönch und Jungfrau (klick). All das hatten wir bei unserem heutigen Besuch auf dem Vitznauerstock/Gersauerstock (1452 m) nicht. Nach den Wetterprognosen von SRF-Meteo von gestern Abend haben mich die heutigen Verhältnisse auch nicht wirklich überrascht. Ein geeignetes Ziel für heute ohne wesentlichen Schneekontakt  im vermeintlich sonnigeren Vorarlberg, konnte ich auf die Schnelle nicht aus dem Hut zaubern. Trotzdem war es kein verlorener Tag. Die Tour hat uns sogar außerordentlich gut gefallen. Dass Esther58 zuletzt lädierter Fuß 500 Hm Abstieg ohne wesentliche Probleme meisterte, stimmt zuversichtlich.

Je näher wir der Rigi kamen, ums trüber wurde es. So bekamen wir heute keinen einzigen Gipfel zu Gesicht. Von weiter oben war auch kaum der See zu sehen. Dafür war es in der feuchten Luft in der Südflanke windstill und schwülwarm, was unsere Brillen beim Aufstieg zum Anlaufen brachte. Von der Talstation der beiden Seilbahnen führte uns der schöne Weg über Sankt Antoni (808 m) in einer sattgrünen Landschaft nach oben. Bei Ober Rufli (981 m) verläßt der Weg den Wald. Am Hof Fälmis vorbei und noch eine Weide hoch und schon steht man auf der Fälmisegg (1176 m).

Die Bank neben dem Wegweiser lud zu einer Teepause. Weder Gersau noch Vitznau waren zu sehen. Die Blicke richteten sich nach oben, wo immer mal wieder die Sonne kurz zum Vorschein kam. Wie hoch würde wohl die Hochnebelgrenze liegen? Hoffnungsvoll machten wir uns an den Nordaufstieg zum Gipfel. Das Gelände ist steil, aber der Pfad zunächst leicht zu begehen. Fallholz wurde schon aus dem Weg geräumt. Wir näherten uns schließlich einer Felsbarriere, die auf einer Traverse unterquert und dann mit einer Leiter bezwungen wird.

Das Gelände fällt hier seitlich sehr steil ab. Das Terrain ist nass und schmierig, so dass wir dankbar die Seile in Anspruch nahmen. Hier auf- statt abzusteigen ist uns wesentlich sympathischer, deshalb die Route heute im Uhrzeigersinn. Der Rest nach der Leiter ist dann wieder einfach. Schon bald standen wir am Gipfelkreuz Ost vom Vitznauer-/Gersauerstock. Die Sicht reichte gerade einmal 100 m weit runter. So konnten wir uns völlig auf unser Vesper incl. Dessert konzentrieren, das wir bei angenehm milden Verhältnissen verzehrten.

Wenige Minuten entfernt befindet sich das stattliche Gipfelkreuz West vom Vitznauer-/Gersauerstock, das wir noch kurz aufsuchten. Über den Südabstieg gingen wir dann zur Wissifluh (945 m) runter. Durchweg recht steil und dazu feucht und schmierig, waren wir über seilversicherten Stellen froh. Einen Ausrutscher würde das Gelände an manchen Stellen nicht verzeihen. Bei Oberurmi kamen wir schließlich wieder aus dem Wald heraus. Bis zur Wissifluh (945 m) war es nun nicht mehr weit. Leider hatte das Berggasthaus geschlossen. Lediglich der wenig anmächelige Selbstbedienungsraum war geöffnet. Immerhin war aber die Seilbahn mit der 4-Gondel in Betrieb, die uns die letzten 500 Hm zum Ausgangspunkt zurückbrachte.

Fazit: Das Auftragen der Sonnencreme hätten wir uns ersparen können. Es hätte heute sonnigere Ziele gegeben. Dennoch war es eine schöne Tour in einem doch recht anspruchsvollen Gelände. Die ersten Berggänger sind uns beim Abstieg begegnet. Schneekontakt gibt es auf der ganzen Strecke nicht mehr.

Route: Talstation Wissifluh - Sankt Antoni - Ober Rufli - Fälmis - Fälmisegg - Gersauer-/Vitznauerstock - Oberurmi - Wissifluh -Seilbahn ins Tal (10 SFR/Person)


Tourengänger: alpstein, Esther58


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