Tag 2: Steier Aufstieg auf den Pizzo di Vogorno, 2450 Meter Abstieg in die Magadinoebene


Publiziert von AndiSG , 11. Oktober 2017 um 21:00.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum: 8 Oktober 2017
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Cima dell'Uomo 
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 1060 m
Abstieg: 2470 m
Strecke:16,8 km
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Ab Cugnasco, Posta mit dem Bus
Unterkunftmöglichkeiten:Alpe Bardughè

Nach einer ruhigen Nacht weckt uns der Wecker um 6.30 Uhr. Es ist noch dunkel draussen und so wird erst mal gefrühstückt, bevor es dann um 7.50 Uhr losgeht.

Gleich hinter der Hütte steigt der Weg steil an, er quert dann ins Tal hinein, und dann geht's richtig steil hoch über Felsabsätze. Zum Glück habe ich ja so lange Beine, um die grösseren Stufen zu überwinden. Die Aussicht wird immer grösser und schon bald kommt die Sonne hinter dem Pizzo hervor. Eine weitere Querung steht bevor, als wir dann den Sattel erreichen. Hier machen wir unsere erste Pause. Nun geht es ein Stück dem Felsgrat entlang aufwärts, es folgt dann wieder eine Querung im Südwesthang vom Pizzo di Vogorno. Der Ausstieg für durch einen engen Felsspalt hinaus, nur noch ein kurzes Stück und wir treffen auf den normalen Bergweg. Dann sind es nur noch wenige Höhenmeter bis zum Gipfel.

Wir sind ganz überrascht, dass wir diesen für uns alleine haben. Die 360 Grad Aussicht ist überwältigend, insbesondere der Tiefblick auf das rund 2200 Meter tiefer liegende Locarno. Wir sehen aber auch, dass von Norden immer wieder Wolken kommen. Dann taucht noch ein netter Tessiner auf, der uns sogar ein paar frische Maroni überlässt.

Ein steiler Abstieg in den Sattel über eine steindurchsetzte Wiese führt uns zum Sattel, wo dann der Weg über Felsen, aber gut gesichert, hinunter in die mit Geröll durchsetzte Ebene. Der Weg führt aber oberhalb sogar wieder leicht ansteigend rund um diese Steinwüste, was natürlich noch mehr Zeit kostet. Über Steine und Wiesen geht es weiter Richtung Osten, bis irgendwann die Borgnahütte erreicht wird. Da es mittlerweile schon bald 13.30 Uhr ist, müssen wir uns entscheiden wie weiter. Der Plan wäre gewesen bis nach Mornera weiterzugehen, und dort mit der Seilbahn nach Monte Carasso hinunter. Da dies aber zu weit ist, bleibt nur der Abstieg nach Vogorno oder, etwas verrückt in Anbetracht der Höhenmeter nach Cugnasco.

Wir entscheiden uns für die letzte Variante, denn dort kommen wir besser weiter als von Vogorno aus. Also machen wir uns auf den Weg zur Forcula. Zuerst geht es hinunter über einen schönen Weg, aber dann müssen wir wieder rund 100 Meter steil aufsteigen, wegen Felsbänder und Rutschungen. Ein letzter Blick zurück von der Forcula zum Pizzo di Vogorno und rein geht es in den Wald. Aber zum Glück ist dieser nicht immer so dicht und es gibt immer wiedermal Lichtungen mit Rusticos. Der Weg ist sehr gut bezeichnet und wir kommen gut voran. Auch die Ausblicke auf die Magadinoebene und den Lago Maggiore sind einfach phantastisch.

Bei den Monit Velloni hat es sogar noch einen Brunnen, wo wir unseren Durst löschen können. Ab Curogna wir der Weg steiniger und steiler. Auch der Schlussabstieg durch die Häuser von Cugnasco geht nochmals kräftig in die Beine. Der Verkehr hat uns wieder, als wir auf den Bus warten müssen, stehen die Autos im Stau vor uns. Nach einer feinen Pizza in Bellinzona fahren wir im voll besetzten Zug zurück in den Norden.

Ein herzliches Dankeschön gehört meinem Bruder danski für dieses super Erlebnis und die grosse Geduld.

Tourengänger: danski, AndiSG

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