Vorder Glärnisch als Abendtour


Publiziert von maenzgi Pro , 31. August 2017 um 00:04.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:29 August 2017
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Glärnischgruppe 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Hinter Saggberg-Gleiterhütte-Vorder Glärnisch und zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit PW bis Hinter Saggberg
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit PW bis Hinter Saggberg

Seit nun knapp 2 1/2 Wochen arbeite ich nun in Glarus, jeden Tag schaute ich dabei auf zum Vorder Glärnisch. Bereits am 1 Tag wurde der Wunsch geformt, den Vorder Glärnisch einmal als Abend Tour zu bewältigen. Das ich in bereits nach 2 1/2 Wochen umsetzten würde, hätte ich da noch nicht gedacht. Bei Erkundigungen auf Hikr stellte ich fest, dass der Glärnisch unter zwei Stunden zu bewerkstelligen sein sollte. Obwohl ich wohl kaum ein schneller Ausdauerläufer bin, wollte ich es versuchen.

Endlich wieder einmal ein Tag an dem alles aufging. Nach meinem Misserfolg vom letzten Freitag *Versuchter Aufstieg auf den Wildhauser Schafberg in der Ostrinne des Wildhauser Schafberg, ging es diesmal wieder gut. Den Tag durch, hätte ich nicht gedacht, dass ich am Abend Richtung Hinter Saggberg Abzweigen werde. Doch kaum im Auto, stieg der Wunsch es heute zu tun ins unermessliche und ich musste meiner Lust nachgeben.

In Hinter Saggberg parkierte ich um 17:00 Uhr das Auto. Genügend Möglichkeiten vorhanden. Dann ging es zuerst am Bauernhof vorbei. Ich hatte gerade noch Glück, der Bauer liess mich noch kurz vorbei, bevor er die Kühe einholte. Ich hielt noch einen kurzen "Schwatz" ab mit im. Danach ging es zuerst noch der Strasse entlang Richtung Kessel. Zum Glück hatt man noch die kurze Aufwärmstrecke. Den gleich danach gehts auf klarem Wanderweg hoch, bereits nach 10 Minuten trifft man auf die erste etwas ausgesetztere Stelle, sie ist jedoch gut gesichert mit Ketten. Wie im übrigen alle etwas heikleren Stellen, wobei sie meist nicht nötig sind, bei Schwindelfreiheit. Die ersten 400 Hm zur Gleiter Hütte absolvierte ich in 20 Minuten. Wobei ich heute bis auf die Stöcke, alles im Auto zurück liess. Selbst das Wasser. Den ich hatte gelesen, dass wen man vorher genug trinkt (in meinem Fall heute gut 3L), dann bräuchte man auf kurzen Touren kein Wasser. So war es am Ende auch, ich hatte nie ein Durstgefühl. Die nächsten 300Hm wurden dann erneut in 20 Minuten zurück gelegt. Zuerst kommt eine Flachere Fläche, bevor es wieder etwas ausgesetzter wird. Hier traf ich auf einen anderen Wanderer. Wir sprachen kurz zusammen und er fragte ob ich eine Stirnlampe hätte. Ich sagte im dann, dass ich entweder schneller war als die Sonne oder sonst umdrehen würde. Danach wieder in leichterem Gelände, bevor für mich die Schlüsselstelle kommt. Die Kette ist auf einer mühsamen Höhe, weshalb ich sie liegen liess und in der Mitte der Rinne Aufstieg. Ca 3m von der Kette entfernt. Danach wird es wieder flächer, bevor die nächste etwas heiklere Stelle kommt. Etwas weniger steil, dafür ohne Kette. Von dort dann in schönem Zickzack nach oben über einen ansteigenden Weg. Auf 2000m kam ich nach weiteren 20Minuten und 300Hm an. Die letzten 300Hm werden dann noch etwas mühsamer. Hier traf ich auf einen weiteren Wandere, welcher vom Gipfel wieder herunter kam. Vorallem wen man wie ich, müde vom schnellen Aufstieg ist. Es liegt viel Kies, Geröll herum. Trittsicherheit sollte man allerspätistens hier an den Tag legen. So brauchte ich für die letzten 300Hm nochmals 30Minuten. Nach 90 Minuten stand ich auf dem Gipfel. Ausgelaugt, aber absolut happy über das herrliche Gipfelpanorama. Leider gab meine Handykamera kurz darauf den Geist auf. Den es hätte ein wunderschönes Gipfelpanorama gehabt. So blieb ich nicht allzulange, den es wehte auch noch ein leichter Wind. Ich hatte nicht vor mich erneut zu erkälten. Der Weg runter ist eine Quall. Die Wege sind voller Schutt, welcher wohl von den Schafen in die Wege getrampelt wurden. Im Aufstieg merkte ich davon kaum was. Doch im Abstieg musste ich aufpassen. Mehrmals rutschte ich beinahe aus. Vorbei gings am Gipfelstürmer, welcher nun seinen Schirm ausbreitete und los flog. Mehrmals dachte ich er treffe mit seinem Hintern die Felsen. So nahe ging er ran. Auf knapp 1900m kamen mir dann zwei weitere Berggänger entgegen. Ich staunte nicht schlecht, war es doch schon 19:00 Uhr. Wir unterhielten uns kurz, bevor wir uns verabschiedeten. Sie machten noch einen Witz, welchen ich aber nicht verstand. Im Tal traf ich sie dann wieder. Sie hatten auch den Schirm dabei. Dabei war der Rucksack winzig klein. Ich lief also weiter. Es gab zum Glück keinen nennenswerten Zwischenfälle. Wobei ich noch selten einen solch strengen Abstieg hatte für die Knie. Vorbei gings an der Hütte und am Bauernhof. Bei der Weggablung traf ich dann die beiden vorher gennanten wieder. Ich war ziehmlich erstaunt und verstand nun auch den Witz. Wir unterhielten uns etwas und mir wurden noch ein paar Routen erklärt für die Zukunft. Zudem sagten sie mir, das die Wege wohl schon lange nicht mehr so Stein lastig waren wie dieses Jahr. Auch sagten sie mir, das der Berg schon unter 60Minuten bestiegen wurde. Zudem soll der schnellste Abstieg anscheinend 25Minuten dauern. Wie auch immer das gehen soll! Eine weitere Challenge für Speeder Delta. Welcher auch schon nahe dran ist an diesen Zahlen. *Vorder Glärnisch ab Saggberg Danach wollten sie mich mitnehme. Ich hatte jedoch mein Auto dabei. So verabschiedeten wir uns. Nur 50m weiter fragte mich bereits eine weitere Frau ob sie mich nach Glarus mitnehmen sollte. Ich war Überrascht über die sehr freundlichen Bewohner von Glarus. Leider musste ich auch hier absagen. Auf der Fahrt zurück nach Glarus liess mich dann noch ein Glarner vorbei, obwohl ich noch nicht mal 200m hinter ihm war. SO muss ich sagen, ich habe mich in die Glarner Alpen und ihre äusserst freundlichen Einwohner verliebt:) Es war wohl richtig, nicht in die Stadt Zürich zu gehen, um meine Ausbildung zu absolvieren:)

Fazit: Die Tour ist sehr lohnend. Stetiges Bergauf steht im Vordergrund, wobei es auch ein paar ausgesetzte Stellen hatte, welche die Nerven etwas forden, wenn man die Ketten nicht anfasst. Nicht ganz Schwindelfreie können sich hier ihre Angst stellen und sie herausforden. Die Aussicht in die Glarner, Schwyzer und St Galler Alpen in grandios. Das Vrenelisgärtli ist nahe wie nie zuvor. Irgendwann möchte ich auch dieses besteigen. Ein lang gehegter Traum. Den ich sah es als Kind ständig von meinem Wohnort. Bei Regen ist diese Tour bestimmt machbar, jedoch wohl mit viel Vorsicht zu geniessen.

Tourengänger: maenzgi

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