Altmann (2436 m) ab Säntis hin und zurück


Publiziert von alpstein Pro , 8. Juli 2017 um 20:12.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum: 8 Juli 2017
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alpstein   CH-AI   CH-SG   CH-AR 
Aufstieg: 700 m
Abstieg: 700 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über Kreuzlingen - Bischofszell - Gossau - Herisau - Urnäsch - Schwägalp
Unterkunftmöglichkeiten:Berggasthaus Alter Säntis oder Berggasthaus Rotsteinpass
Kartennummer:map.geo.admin.ch

Seit längerem schon war ein Ausflug mit unseren Freunden Geli und Udo in den Alpstein geplant. Während sich die Damen zunächst dem eher horizontalen Wandern in der unteren Etage hingaben, wollten Udo und ich uns bis zur gemeinsamen Einkehr im Alten Säntis noch etwas sportlich betätigen. Die Flucht vor der Hitze ist uns bei der Tour vom Säntis über den Lisengrat zum Altmann und retour bestens gelungen.

Um 9.00 Uhr sind wir auf den Säntis (2502 m) gegondelt. Womit ich nicht rechnete, war ein ziemlich frischer Südwestwind, der die ganze Zeit über die Kuppen und Grate pfiff. Von Schwüle war den ganzen Tag keine Spur. Wir wanderten über den um diese Zeit einsamen Lisengrat. Mit Ausnahme einer ungefährlichen Stelle war die ganze Route heute schneefrei. An Fronleichnam hatte alles noch tiefwinterlich ausgesehen. Mit viel Eisen und Drahtseilen gesichert, sind der schöne Steig und auch der Aufstieg durch die Fliswand kein Problem, wenn man auch schwindelfrei ist.

Der Fels im Aufstieg vom Altmannsattel (2366 m) zum Gipfel ist zwar mittlerweile ziemlich speckig, aber gute Griffe und Tritte laden zur genussvollen Kraxelei ein. Der Übergang am Grat ist die bekannte Schlüsselstelle, die man auf verschiedene Arten bewältigen kann. Von ihr ließen wir uns aber nicht aufhalten und bald standen wir am Gipfel. Angesichts des starken Windes war es nicht gemütlich. Wir haben daher auch nur ein paar Fotos gemacht und sind wieder zum Sattel abgestiegen, wo es windgeschützt eine kurze Vesperpause gab. Der Rückweg zum Säntis führte über den Hinweg.

Mittlerweile waren ein paar Leute mehr unterwegs als am Morgen. Ob der Lisengrat für eine Gruppe ca. 10jährige das Richtige ist, müssen die Verantwortlichen selbst entscheiden. Das ungewöhnliche Streckenprofil nötigte uns ab dem Rotsteinpass (2120 m) nochmals einen längeren Aufstieg ab. Von den Damen unserer Herzen schon sehnsüchtig erwartet, verlieh uns dies Flügel ;-)  Beide bereiteten uns einen herzlichen Empfang.  Auf der Terrasse vom Alten Säntis ließen wir den Tag im Alpstein ausklingen. In das Tal ging es mit der Seilbahn zurück. Wundern durften wir uns, als an der Stütze 2 ein Paar in einem Outfit einstieg, mit dem man auch gut auf der Züricher Bahnhofstraße promenieren könnte.

Fazit: Der Ausflug in den Alpstein hat gefallen. Wenn ich auch schon hin und wieder denke "nicht schon wieder in den Alpstein", weiß diese einzigartig schöne Berglandschaft immer wieder zu begeistern.

Tourengänger: alpstein


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Kommentare (6)


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erico Pro hat gesagt:
Gesendet am 8. Juli 2017 um 23:04
Der Hikr-Alpstein ist doch am liebsten im Alpstein unterwegs. Gruss Erich

alpstein Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 9. Juli 2017 um 09:14
Vor einigen Jahren war ich öfters dort, aber natürlich kehre ich immer wieder gerne in "das schönste Gebirge der Welt" zurück. Im Vergleich mit den Schutthaufen in den Hochalpen, gefällt es mir in so einer Umgebung doch deutlich besser.

Gruß
Hanspeter

erico Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 9. Juli 2017 um 14:14
Es gibt natürlich ab und zu in den "Hochalpen" ähnliches Gebirge die wie Schutthaufen aussehen, aber der besondere Reiz an der Wildnis und die besondere Atmosphäre in höheren Lagen ist eben schon etwas anderes als im Alpstein, wo sich hinter jedem grösseren Felsen eine Alpwirtschaft verbirgt. Ich bin gerne im Alpstein unterwegs, aber die wirklichen schönen abenteuerlichen Berg Gefühle habe ich nicht im "überwanderten" Alpstein erlebt. Gruss Erich

alpstein Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 9. Juli 2017 um 15:41
Wenn ich an Aufenthalte auf dem Gornergrat, Jungfraujoch, Engadin oder Wandern oder Skifahren in Sulden, Saas Fee oder Tiroler Gletscherregionen denke, sind das fantastische Erinnerungen. Es ist zu hoffen, dass Eis- und Schnee, was m.E. auch im Sommer den hauptsächlichen Reiz dieser Regionen ausmacht, noch lange erhalten bleiben. Dass das Bergabenteuer mit zunehmender Höhe steigt, sehe ich allerdings nicht so.

Die hohe Frequentierung gewisser Hauptverbindungswege im Alpstein kann man nicht bestreiten. Dieses "Problem" lässt sich ggfs. aber auf verschiedene Weise, wie z.B. Tages- oder Routenwahl umgehen.

Gruß
Hanspeter

erico Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 9. Juli 2017 um 19:42
Hallo Hanspeter
Ich wollte Dir nicht zu nahe treten, Hanspeter. Jeder Mensch ist verschieden und hat auch seine eigenen Meinungen. Es geht mir eigentlich weniger um die Höhe, sondern mehr um die Wildnis die das Abenteuer ausmachen und die findet man in unseren Regionen nur noch in höheren Lagen.
Gruss Erich

alpstein Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 9. Juli 2017 um 20:08
Hallo Erich. Deine Kommentare sind völlig in Ordnung. Jeder das Recht auf seine eigene Meinung.

In diesem Sinne einen schönen Abend.

Viele Grüße
Hanspeter


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