Erkundungstour im Nationalpark "El Teide" auf Teneriffa


Publiziert von alpstein Pro , 14. März 2009 um 13:58.

Region: Welt » Spanien » Kanarische Inseln » Santa Cruz de Tenerife
Tour Datum: 7 März 2009
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: E 
Zeitbedarf: 2:00
Aufstieg: 200 m
Abstieg: 200 m
Strecke:Parador Nacional - Mirador de la Ruleta - Rund um die Roques de Garcia und retour
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Puerto de la Cruz - La Orotava - El Portillo - Nationalpark
Unterkunftmöglichkeiten:Parador Nacional, im Orotavatal, in den Küstenorten
Kartennummer:Rother Wanderführer Teneriffa Tour Nr. 52

Im Februar 2008 waren wir zum ersten Mal auf Teneriffa und haben in der Masca-Schlucht und im Nationalpark „El Teide“ erlebnisreiche Bergtouren gemacht, die uns bis auf ca. 3600 m zum Gipfelaufbau des 3718 m hohen Pico del Teide geführt haben. Einmal wollten wir aber ganz oben auf dem Dach Spaniens stehen und deshalb haben wir uns dieses Jahr wieder auf den Weg nach Teneriffa begeben. Neben dem Teide standen noch der 2715 m hohe Guajara und der Risco-Steig im Tenogebirge auf unserem Tourenprogramm.  Zunächst aber ein paar allgemeine Informationen, insbesondere auch zu den sehr unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen auf der Insel und dann noch ein paar Fotos zu einer ersten Erkundungstour im Nationalpark "El Teide".
 
Bei der Ankunft  herrschte an der Nordküste stürmisches Wetter. Eine dicke Wolkendecke hing die ersten beiden Tage um die Insel und die Brandung lud nicht wirklich zum Bade ein. Vom letzten Jahr wussten wir, dass derartiges Wetter an der Küste nicht bedeutet, dass oben im Nationalpark „El Teide“ schlechte Wanderbedingungen herrschen. Der Nationalpark liegt im Wesentlichen oberhalb der 2000 Metergrenze und umfasst den Krater „Canadas de Teide“, der mit 17 km Durchmesser einer der Größten dieses Planeten ist. An 340 Tagen im Jahr soll dort oben die Sonne scheinen.
 
Mit dem Mietwagen machten wir uns also auf den Weg dort hoch, um die Verhältnisse am Pico del Teide zu erkunden. Von Puerto de la Cruz weg führt die Straße TF-21 stetig steigend durch verschiedene Vegetationszonen in den 2000 m höher liegenden Nationalpark, den man nach 40 km erreicht. Die mehrere Hundert Meter dicke Passat-Wolkendecke haben wir auf ca. 1500 m durchdrungen und der Teide präsentierte sich uns erstmals bei völlig veränderten Verhältnissen gegenüber Februar 2008. War er damals bis ca. 2500 m runter mit Schnee bedeckt, trug er dieses Mal nur an den nördlichen- und nordwestlichen Abhängen ein weißes Kleid. Der Aufstieg auf den Pico del Teide sollte sich auf den ersten Tausend Höhenmetern daher wesentlich einfacher gestalten, als letztes Jahr.

Die Canadas del Teide ist eine imposante Kraterlandschaft (Caldera). Welche Kräfte hier einst geherrscht haben müssen, ist kaum vorstellbar. Kilometerlange erkaltete Lavaströme, vielfältige unterschiedliche Gesteinsarten und -Formationen wechseln sich mit wüstenähnlichen Bereichen ab. Trotz der scheinbaren Kargheit gibt es 139 verschiedene Pflanzenarten, gut zwei Dutzend davon endemisch.
 
Zunächst haben wir  uns mal die Roques de Garcia angesehen. Es handelt sich dabei um einen bizzarren Felsengarten, der sich aus der wüstenhaften Umgebung erhebt und die Canadas in den östlichen und den tiefer gelegenen westlichen teilt. Vor dem Hintergrund des 1600 m höher liegenden Teide nimmt sich diese Felsformation zwar bescheiden aus, ist aber aufgrund der interessanten geologischen Verhältnisse auf jeden Fall einen Besuch wert. Hierbei ist man allerdings wegen der leichten Zugänglichkeit nicht alleine unterwegs. Im Gegensatz dazu haben wir auf unseren anderen Touren nur ganz wenige Menschen angetroffen.

Nach dieser ersten Stippvisite im Nationalpark ging es in die Wolkensuppe und sogar Regen an der Küste zurück. 
 
 
 
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Tourengänger: alpstein

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