Wannenalpe und Heitablick


Publiziert von Grimbart , 26. Dezember 2016 um 13:12.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum: 8 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 780 m
Abstieg: 780 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Dornbirn, Bahnhof, mit der Buslinie 40 nach Schoppernau, Gemeindeamt. Weiter mit der Linie 40a nach Schröcken, Hst. Tannbergbrücke.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:s.o.
Kartennummer:F&B WK 5364 (Hinterer Bregenzerwald, Kleinwalsertal, Damüls); Kompass WK-Nr. 03 (Oberstdorf, Kleinwalsertal)

In den hintersten Winkeln des Bregenzerwaldes versteckt sich abseits der Modeziele noch das ein oder andere Genießerplätzchen, das entdeckt werden will. Die Wannenalpe und der Heita, eine Bergschulter im Südwesten des Heiterbergs, zählen zu diesen stillen Flecken, die zum Schwärmen einladen. Eingebettet in einer Hochwanne versprüht die bereits verfallene Wannenalpe mit ihrem Seelein den Charme vergangener Alpidylle. Und oben an der Bergschulter, da ziehen die Kalkfesten des hinteren Bregenzerwaldes unweigerlich den Blick auf sich. Ohne die Mühsal vergangener Älplerzeiten ist all dies in einer gemütlichen Halbtagestour ab Schröcken zu haben.

 

Ausgangspunkt ist die Tannbergbrücke bei Schröcken. Hier nimmt man das Anliegersträßchen hinauf zum Ortsteil Oberboden. Mit der Mohnenfluh im Rücken und die Felsspitzen des Hochkünzelmassivs vor Augen geht’s danach dem Sträßchen folgend bergauf Richtung Schwand. An einem Bauernhof vorbei führt schließlich ein Fahrweg hinein in den Sulztobel. Dieser zeigte sich von seiner vereisten Seite. Reste von Eiszapfen am Weg waren ein deutlicher Hinweis, woher die Gefahr hier im Winter droht. Nicht vom Steinschlag, wie dies eine Hinweistafel am Beginn des Sulztobels suggerieren möchte, sondern vom Eis.

Gleich nach dem Sulztobel entschied ich mich, die markierte Wanderroute zu verlassen und über die steilen Wiesen- und Weidehänge der Sonne entgegen zu steigen. Zu Beginn folgte ich noch einem Wiesenpfad bis kurz vor einen Bacheinschnitt. Danach ging's im Zick-Zack über die Wiese hoch zu den Mähdern bei Züge. Bei einem kleinen Boden angelangt folgte ich dann ein paar Viehspuren in einer Linksschleife hinauf zu einem Alpweg. Auf diesem dann kurz hinab zu einer Materialseilbahn.

Den Alpweg, der hinunter zur Geiersbergalpe führt, verließ ich bei der Materialseilbahn dann allerdings gleich wieder und querte die Höhe haltend den Hang entlang hinüber bis ich auf die markierte Route zur Wannenalpe traf. Dazu ging's zu Beginn noch Steigspuren folgend zwischen ein paar Bäumen hindurch. Danach wartete eine von Geröll durchsetzte Grashalde. Bei einem kleinen Waldboden – unweit der Weggabelung bei den Brunnatrög – traf ich dann auf die ersten Markierungen und folgte diesen durch den Wald hinauf zu einer Lichtung. Im Zick-Zack über die Lichtung ist kurz darauf das Riadle im Weidegebiet der Leger Alpe erreicht.

Beim Riadle weisen die Markierungen wieder nach rechts in den Wald hinein. Sich zunächst noch am Waldrand haltend zieht der Steig bald einmal in zahlreichen Kehren über einen Weidehang hoch zur verträumten Wannenalpe. Eine Jagdhütte mit feinem Blick zur Hochkünzel und der Talenge von Au bietet sich hier als Rastplätzchen an. Das Wannenseeli liegt unweit davon hinter einer Anhöhe versteckt.

Zum Heitablick sind's von der Jagdhütte noch gute 20 Minuten. Dazu geht’s zunächst an der Anhöhe rechts vorbei bis kurz vor das Wannenseeli. Hier den Markierungen im spitzen Winkel nach rechts folgend quert man schließlich auf einem breiten Weg hinüber zu einem Felsdurchlass. Nach dem Durchlass links ab und über die Wiese hoch zum Aussichtspunkt Heita.

Zurück zur Wannenalpe könnte man wieder der Aufstiegsroute folgen. Es bietet sich aber auch eine weglose „Überschreitung“ an. Dazu folgt man dem Grasrücken nach Norden hinab in einen Sattel. Beim Sattel dann nach links und einer Rinne folgend hinunter Richtung Wannenalpe. Aufgrund der Schneeauflage war im Abstieg durch die Rinne ein wenig Vorsicht geboten, insbesonders beim etwas felsigen Ausstieg. Danach ging's über einen von Blöcken und Geröll durchsetzten Hang hinab zum vereisten Wannenseeli. Am rechten Ufer vorbei stößt man bei den Überresten der ehemaligen Alphütte wieder auf die bekannte Aufstiegsroute.

Auf dieser ging's dann wieder runter bis zur Weggabelung bei den Brunnatrög. Hier nimmt man dann den Alpweg nach links hinaus zur Geiersbergalpe. Bei der wettergebräunten Alphütte mit schönem Blick zur beleibten Mohnenfluh trifft man schließlich auf einen Fahrweg der in ein paar Kehren durch den Wald hinunter zu einem Güterweg führt. Dem Güterweg geradeaus folgend geht’s via Sulztobel und Schwand auf bekannten Wegen zurück nach Oberboden. Zur Tannbergbrücke sind's dann noch gute fünf Minuten.

 

Gehzeiten:

Schröcken, Tannbergbrücke – Schwand – Züge (ca. 45'') – Wannenalpe (ca. 50'') – Heitablick (ca. 20'') – Wannenseeli (ca. 15'') – Geiersbergalpe (ca. 45'') – Schwand – Schröcken, Tannbergbrücke (ca. 30'')


Tourengänger: Grimbart


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Kommentare (2)


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Kauk0r hat gesagt: Tolle Gegend.
Gesendet am 27. Dezember 2016 um 15:56
Die Wannenalpe ist traumhaft schön gelegen, ruhig geht es dort oben wahrscheinlich immer zu. Danke für deinen schönen Impressionen!

Grimbart hat gesagt: RE:Tolle Gegend.
Gesendet am 29. Dezember 2016 um 16:14
Von Schröcken aus schnell erreichbar, aber dennoch kein Modeziel. Wenn man die Ruhe sucht, liegt man bei der Wannenalpe sicherlich nicht falsch.

BG
Erwin


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