Hörnlihütte 3260 m (SA)


Publiziert von basodino Pro , 5. September 2016 um 14:11.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:25 August 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 750 m
Abstieg: 750 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit dem Auto bis Täsch, dort im privaten oder allgemeinen Parkhaus und mit Bus oder Zug nach Zermatt
Unterkunftmöglichkeiten:Hörnlihütte (3260 m) und Hotel Schwarzsee (2576 m)

Zum Pflichtprogramm im Wallis für einen Schweizneuling gehört sicherlich Zermatt mit dem berühmten Matterhorn. Außerdem ist es eine gute Vorbereitung auf größere Höhen, wenn man mal 3260 m ansteuert und was für ein Zufall, dort steht die Hörnlihütte. Mehr Matterhorn für einen Wanderer geht nicht.

Der Weg als solches benötigt kaum eine Beschreibung. Wenn man das nötige "Kleingeld" (der Begriff ist hier schon beinahe obszön) mitbringt, erreicht man mühelos den Schwarzsee. Dann nur noch den Massen hinterher in ziemlich genau der Zielrichtung auf das berühmte Horu. Interessant fand ich, das uns die ersten Halbprofis schon um ab 11 Uhr entgegen kamen, was für eine erfolgreiche Matterhornbesteigung schon sehr sportlich wäre.

Nach gut 2 Stunden erreichten wir die Hütte. Schöner fand ich es aber ca. 20 Höhenmeter oberhalb der Hütte, denn von hier kann man mit dem Feldstecher fast jegliche Aktivität am bekannten Grat verfolgen. Außerdem kamen alle paar Minuten erfolgreiche Seilschaften herunter, die man dann beglückwünschen konnte. Weniger überschwenglich würde ich das Treiben am Berg selbst beschreiben, da praktisch überall Menschen unterwegs waren und nicht alle im Abstieg. Noch nach 13.30 Uhr erreichten Bergsteiger den Gipfel und aus meiner nicht nur erfreulichen Erfahrung sind das schon ernste Warnzeichen an diesem Berg. Ich gehe mal davon aus, dass nicht alle dort oben im Hellen ins Tal kamen. Zumindest sorgte das Wetter für keine zusätzliche Dramatik, da es einmal mehr perfekt war.

Ich kann aber trotz aller Ambivalenz zu diesem Berg nicht verhehlen, dass ich den Ruf wieder deutlich hören konnte. Meine Erfahrung und mein Fitnesszustand konnten mich aber leicht bremsen, so dass die Pläne nicht auf Matterhornbesteigung geändert wurden.

Zu erwähnen sei noch, dass wir es tatsächlich schafften unseren Touristen zu verlieren. Deutlich erstarkt nach den letzten Tagen war er uns im Abstieg enteilt und verpasste die Gondelstation am Schwarzsee. Wie man es allerdings schafft nach Furgg abzusteigen, ist mir schleierhaft. Wiedergefunden haben wir ihn an der Talstation in Zermatt. Also auch auf den einfachsten Wegen ist es besser in Sichtweite zu bleiben. Die Minuten der Ungewissheit kann man sich so gut sparen.

Abends ging es dann zurück ins geradezu ruhige Saas Fee, wo weitere Touren auf uns warteten.

Tourengänger: basodino, tourinette, LionsHead


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