Grenzwanderung Schweiz * Etappe 45 * Morgins - Portes du Soleil


Published by laurentbor , 28 March 2016, 22h22.

Region: World » Switzerland » Valais » Unterwallis
Date of the hike:25 September 2015
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-VS   F 
Time: 6:15
Height gain: 1235 m 4051 ft.
Height loss: 875 m 2870 ft.
Route:16, 8 km
Access to start point:Zürich - Lausanne - Monthey - Troistorrent - Morgins
Access to end point:Les Crosets - Val d'Illiez - Monthey - Lausanne - Zürich

Vom Passübergang in Morgins verläuft die Grenze südwärts über unerreichbare Gipfel paralell zum Val de Morgins bis zur Portes de Soleil. Hier finden sich wieder Skilifte und daher ist es möglich bis zum Col de Cou auf dem Grenzgrat zu wandern.

Die Sonne lacht an diesem herrlichen Septembertag. Perfektes Wetter zur Überschreitung des Walliser Sonnentores. Die Portes du Soleil ist eigentlich ein unspektakulärer Alpübergang vom Val d'Illiez ins waldreiche Val de Morgins, wurde jedoch als Name für das französisch-schweizerische Skigebiet weltweit bekannt. Ich werde mir jedoch Zeit lassen und nicht direkt zur Porte aufsteigen, denn mein Ziel ist es die weniger bekannten Wege entlang der Grenze zu erkunden.

1851 wanderten noch 60 Personen aus der Gemeinde Troistorrent, zu welcher Morgins gehört nach Algerien aus. So verbreitet war die Armut in diesem kargen Hochtal. Kurze Zeit später blühte der Tourismus erstmals auf und Kurgäste aus England, Deutschland und Frankreich wurden im Grand Hotel des Bains beherbergt. Danach ging der Badetourismus zurück und Morgins wurde zusammen mit dem benachbarten Châtel in Savoyen das erste grenzüberschreitende Skigebiet.

Von Morgins geht ein steiler, rutschiger Pfad hoch bis zur Grenze beim Chalet Aubert. Ein Restaurant wie ich vermutet habe gibt es hier jedoch keines, nicht einmal ein Gebäude. Weiter führt der Weg steil über den Grat der Montagne de Fécon und auf dem höchsten Punkt der Pointe du Midi stehe ich schwer atmend vom Aufstieg und geniesse die spektakuläre Sicht ins Tal und hinüber zu den Dents du Midi.

Vom Passübergang Pas de Fécon führt kein Weg mehr entlang der Grenze, hier beginnt alpines Gebiet. Daher steige ich steil ab über einen schlecht unterhaltenen Wanderweg ins Val de Morgins. Entlang des wild rauschenden Talbaches erreiche ich die Fontaines Blanche. Eine Kaskade von kleinen Wasserfällen welchen ich nun hoch empor steige zum kleinen Bergsee Lac de Chésery.

Ein Jäger mit Flinte und Militärklamotten ist mir dicht auf den Fersen und ich entledige mich schnell meiner braunen Flies-Jacke. Auf dem Hochplateau beim Col de Chésery auf rund 2000 Metern liegt bereits etwas Schnee und die Wanderwege sind glitschig. Ich raste am wunderbaren Lac Vert, dessen Wasser doch eher klassisch blau ist.

Gestärkt schreite ich nun durch die Portes, aber nicht du Soleil sondern de l'Hiver. Die Sonnenpforte liegt nur ein paar Minuten weiter und wurde wohl aus marketingtechnischen Überlegungen zum Namen des Skigebiets erkoren. Von hier erblicke ich erstmals das Val d'Illiez mit der Skistation Les Crosets. Eigentlich könnte ich nun per Sesselbahn hinunterschweben, doch zu dieser Jahreszeit sind die ausser Betrieb, und so gehe ich die letzte Stunde zu Fuss ins Tal. Im nächsten Frühling werde ich wieder kommen zur Sonnenpforte - und meinen Weg fortsetzen.

Hier geht es zur nächsten Etappe

 


Hike partners: laurentbor


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