Gross Muttenhorn 3099m Überschreitung (mit Hund)


Publiziert von Lulubusi , 31. Dezember 2008 um 20:26.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 3 August 2008
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR   CH-VS 
Zeitbedarf: 5:45
Aufstieg: 670 m
Abstieg: 670 m
Strecke:Furkapass, Tällilücke, Westgrad, Gipfel, Ostgrad, Furkapass
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Furkapass
Unterkunftmöglichkeiten:Hotels sind in der nähe vorhanden.
Kartennummer:1231

Erstmals habe ich den Gipfel des Gross Muttenhorns vom kleinen Furkahorn betrachten und als lohnenswertes Ziel auserkoren.
 
Obwohl der Morgen noch sehr Nebelverhangen war, startete ich um 09:15 Uhr auf der Furka. Natürlich inkl. vierbeiniger Begleitung. Um die gleiche Zeit begab sich Bombo auf die selbe Tour, dies wussten ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht.
 
Als Aufstiegsvariante wählte ich den Westgrad. Anfänglich wandert man auf Strassen und gut ersichtlichen und ausgebauten Wanderwegen in Richtung des Tällistock, bzw. zur Tällilücke P.2711. Anschliessend führt der Weg auf der südlichen Seite am Tällistock P.2875 vorbei. Die Abzweigung zum Tällistock ist gut ersichtlich und wer Lust hat, besteigt hier den ersten Gipfel. Ich begab mich auf direktem Weg zum Gross Muttenhorn.
 
Anstatt zur Tällilücke aufzusteigen, besteht auch die Möglichkeit den ersten Teil des Aufstiegs über einen Gletscher zu absolvieren. Bei P.2851 erreicht man wieder den offiziellen Weg. Ob sich diese Variante lohnt ist fraglich, da die Gletschertour sehr kurz ist.
 
Der Aufstieg über den Westgrad ist keine grosse Sache. Durch unzählige Steinmandli ist ein geht’s über eine gut ersichtlichen Trampelpfad hoch. Schwierigkeiten gibt es eigentlich keine. An ein, zwei Stellen ist es etwas ausgesetzt, das ist aber auch alles. Nicht einmal die Hände werden grossartig benötigt.
 
Und trotzdem hatte ich eine Schrecksekunde. Beim Zustieg vom Gletscher, machte mein Hund zum ersten mal in unserer Tourenkariere einen Fehltritt und rutschte über die Geröllhalde Richtung Gletscher. Glücklicherweise nicht allzu weit. Da sie in diesem Moment nicht weiter getraut, musst ich die gut 10 Meter zu ihr runter steigen. Bei Schyla (Name des Hundes) angelangt, drehte ich sie in die korrekte Richtung und zeigte ihr den Weg. Dan ging es schnell. Allrad eingeschaltet und innert kürze waren wir wieder auf der geplanten Route. Auf dem normalo Weg war der Abstecher schon bald vergessen und Schyla suchte sich ihren eigenen Weg.
 
Auf dem Gipfel des Gross Muttenhorns P.3099 traf ich dann wieder auf Bombo. Im Gespräch stellten wir fest, dass er auch um 09:15 Uhr auf der Furka gestartet ist, die Tour aber in umgekehrter Reihenfolge absolvierte. Mein Bericht hier ist deshalb nur Ergänzend zu verstehen. Dem Bericht von Bombo ist kaum was hinzuzufügen. http://www.hikr.org/tour/post7870.html#fiche
 
Der Abstieg über den Ostgrad beginnt mit einer Kletterei im Bereich II. Der weiter Weg wird immer wieder durch kleiner Kraxeleine unterbrochen. Beinahe bis zum ende des Grates, werden auch die Hände benötigt. Es gibt aber keine Stellen die nicht überwindbar sind. Am besten hält man sich auf dem Grad oder südlich (rechts) davon, ist am einfachsten.
 
Unten am Grad angekommen, folge ich einem schwach ersichtlichen Weg, der links in ein kleines Tal führt (Diese Route müsse Bombo gewählt haben) und hoch auf den nächsten Grad. Von hier hat man mehrer Möglichkeiten.
 
Nach rechts abzweigen und via 3 Seeli P.2621 P.2641 über Bergwege zur Furka wandern oder links haltend und erst mal auf den Sattel hochsteigen.
Ab hier, auf Bergwegen direkt ins Tal absteigen und schliesslich auf dem selben Weg vom Morgen zum Ausgangspunkt wandern. Oder über den Grad der rechts weg führt, ich wählte diese Variante, retour gehen. Dies ergibt noch mal ein paar kleinere Kraxeleien.
 
Wann man schliesslich ins Tal absteigt, muss wieder jeder für sich selbst entscheiden. Ich empfehle aber genügen früh den Grad nach links zu verlassen und abzusteigen. Die Felsen vor der Furka machen der Gradwanderung sowieso ein ende. Hier währe Klettern notwendig. Ob dies möglich ist, weiss ich nicht.
 
Der Abstieg erfolgt dann hauptsächlich über Wiesen die kein grösseres Problem darstellen. Ein kurzes Teilstück erfolgt wieder auf den Wegen vom Morgen.
 
Fazit:
Tolle Tour mit Kraxler und Kletterei
Teilweise ausgesetzt
Hund braucht an einigen Passagen Unterstützung
Tor mit einer tollen Aussicht
Bei meiner Variante stetige Blick auf das Gross Muttenhorn

Tourengänger: Lulubusi

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