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Sulden - Butzenspitze 3300 m - Martelltal


Published by zaufen , 24 August 2015, 00h03.

Region: World » Italy » Trentino-South Tirol
Date of the hike:21 August 2015
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: I 
Time: 5:30
Height gain: 700 m 2296 ft.
Height loss: 1250 m 4100 ft.
Route:etwa 12 km
Access to start point:mit dem Bus nach Sulden, mit der Seilbahn zur Schaubachhütte
Access to end point:mit dem Bus zur Enzianhütte
Maps:Tabacco 08 Ortler

Nach dem AV-Führer "Ortleralpen" und Recherchen im Internet müsste es möglich sein, von Sulden über die Butzenspitze und den Butzenpass ins obere Martelltal zu gehen. Das geht auch über die Butzenspitze, aber besser nicht über den Butzenpass.
Nur zu zweit mit meiner Tochter konnten die Anforderungen etwas höher sein. Mit dem ersten Bus von Prad nach Sulden und mit der ersten Seilbahn am Morgen fuhren wir von Sulden zur Schaubachhütte. Nach dem Durchzug einer atlantischen Störung zeigte sich etwas Schnee ab etwa 3000 m Höhe auf den Bergen.
Wir starteten auf dem Stecknerweg in Richtung Eisseespitze, mit gelben Punkten und Steinmännchen leidlich markiert. Für fast jede kleine Kletterstelle gibt es auch eine Umgehung, der Weg ist gut trassiert und steigt zügig aufwärts.
Die "Abzweigung" zur Butzenspitze ist leicht zu finden: Dort wo der Stecknerweg den Kamm erreicht, sieht man nach links in den Sattel absteigende Steigspuren. Diese führen, gelegentlich mit Steinmännchen markiert, über den bald breiten Rücken in Richtung Butzenspitze, felsige Erhebungen im Kamm meist auf der Marteller Seite umgehend. Dieses Wegstück ist wirklich geradezu ein Höhenspaziergang in 3150 m Höhe.
Der Schlussaufstieg zur Butzenspitze zeigt sich als gutmütiger, relativ sanfter Hang voll Blockwerk. Mit dem Schnee war er noch leichter zu begehen.
Der Stecknerweg ist anspruchsvoll im Verhältnis zu dem Aufstieg vom Stecknerweg zur Butzenspitze, obwohl diese höher ist als die Eisseespitze. Wo der eigentliche Gipfel der Butzenspitze ist, war uns nicht ganz klar, vielleicht bei dem großen Steinmann mit Steinkreuz. Der Gipfel ist eher eine Hochfläche.

Für den Abstieg könnte man den Gipfelhang zurückgehen und durch das weite ziemlich sanfte Tal zwischen Eissee- und Butzenspitze zum Weg Nr. 150 Eisseepass - Zufallhütte gehen, ohne ersichtliche Probleme.
Wohl machbar und als Aufstieg auch in jüngerer Zeit beschrieben ist, nach Osten weiter zu gehen auf gelegentlich gekennzeichneten Spuren bis zum östlichen Vorgipfel, 3260 m, und nach einem kurzen Stück über den zweiten Südostgrat in das kleine Tal abzusteigen, in dem die Reste des Butzenferners liegen. Dort ist oben erst Blockwerk, weiter unten wohl Schutt. Man kommt dann auch ins Butzental.
Nicht sinnvoll ist dagegen, so weiter zu gehen, wie wir es aufgrund anderer Beschreibungen und des AV- Führers "Ortleralpen" taten. Dort steht über den Nordostgrat "unschwieriger Firn- und Schuttrücken, 20 Min. vom Butzenpass, immer am breiten Gratrücken, Firn, Schutt, Blöcke, zum Gipfel". Vielleicht war das mal so. Firn gibt es jedenfalls nicht mehr. Aufgrund der vorhandenen Spuren stiegen wir zunächst auch nicht unmittelbar am Grat ab, sondern gingen durch die Flanke, die sich als sehr instabil erwies, wieder zum Grat zurück. Aber auch dort ist alles extrem brüchig. Wo man auch drauftritt oder drangreift, fast alles bricht ab. Es gelang uns aber, so nah am Grat halbwegs akzeptabel herunterzukommen, dass wir noch ausreichenden Abstand von der Felswand unter der Flanke halten konnten. Wegen der Felswand ist es leider gefährlich, in der Flanke abzurutschen, was von oben auch nicht so sichtbar ist. Die gut 60 Höhenmeter bis zum Butzenpass waren so ausgesprochen unerfreulich.

Dann wird es aber wieder einfacher und zunächst über Blöcke, dann geröll und feinen Schutt geht es in beliebiger Wegführung ins Butzental abwärts. Ein deutlicherer Weg zieht von der Madritschspitze herunter.
Eine Spur ist auch markiert, wir verloren die Markierung später aber wieder.
Schließlich erreicht man irgendwann den Weg Nr. 150 vom Eisseepass, auf dem man nach links weiter zwischen Marmorblöcken hindurch weiter absteigt zur Zufallhütte.

Unterhalb der Zufallhütte gibt es jetzt eine neue Hängebrücke über den Bach, so dass man dann auf dem Weg Nr. 37 wohl etwas kürzer als über den breiten Hüttenweg zu den Parkplätzen und der Bushaltestelle bei der Enzianhütte gelangen kann.

Die Rückreise nach Prad dauert dann 2 Stunden mit Bus und Bahn mit Umstieg in Martell oder Gand, Goldrain, Spondinig, nach Sulden entsprechend noch länger.

Die Eintragung in der Minimaß ist kein GPS-Track., sondern nur so gut, wie Karte und Satellitenbilder es hergeben. Eingetragen ist unsere Route, auch wenn von ihr im Abschnitt Butzenspitze - Butzenpass abzuraten ist.

Hike partners: zaufen


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