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Furkelspitz, 3004 m, Überschreitung des südl. Fallaschkamms (vom Stilfserjoch)


Published by zaufen , 23 August 2015, 22h29.

Region: World » Italy » Trentino-South Tirol
Date of the hike:12 August 2015
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR   I   Münstertaler Berge 
Time: 6:00
Height gain: 600 m 1968 ft.
Height loss: 1200 m 3936 ft.
Route:etwa 10 km
Access to start point:mit dem Bus zum Stilfserjoch
Access to end point:Talstation Furkelllift Trafoi, Bushaltestelle
Maps:Tabacco 08 Ortler

Der "8-Gipfel-Marsch" führt von Glurns über die Gipfel des Fallaschkamms zum Stilfser Joch und wird einmal jährlich organisiert als 1-Tages-Veranstaltung begangen. Deswegen dachten wir uns, dass die Route ohne größere Schwierigkeiten begehbar sein müsste. Ist sie im Prinzip auch - aber einige Passagen sind im Aufstieg sicher angenehmer als im Abstieg, wie wir sie nahmen, weil wir es für bequemer hielten, am Stilfserjoch zu beginnen (und auch nur knapp die Hälfte der Strecke zu gehen).

Mit dem Bus fuhren wir zum Stilfserjoch. Wie zur Rötlspitze nimmt man einen der Wege über die Dreisprachenspitze und den Breiten Grat mit zahlreichen Stellungen aus dem 1. Weltkrieg bis zum Seejoch / Sella da Piz Cotschen (45 Min.).
Dort beginnt markiert, aber nicht beschildert, der 8-Gipfel-Weg, rot-weiß-grün und mit einer 8 markiert. Auf dem Kamm oder knapp daneben geht es erst leicht zur Korspitze (weitere 25 Min.), wo der Kamm dann nach Norden knickt.
Die nächste felsige Erhebung im Kamm wird auf deutlichem Steig westseitig umgangen. Dann geht es auf den kleinen Tartscherkopf, 2935 m, etwa 1/2 h von der Korspitze. Die im AV-Führer verzeichnete Ier Kletterstelle haben wir nicht gefunden. Von Kleinen Tartscherkopf steinig abwärts in einen Sattel, 2840 m. Wie von der Korspitze wäre auch hier wohl ein Abstieg zum Goldseeweg möglich.

Dann wird wieder eine schroffe felsige Erhebung westlich, links umgangen, wobei der Pfad zunehmend ansteigt, schon etwas mühsamer und leicht ausgesetzt.
Ohne Schwierigkeiten geht es dann weiter auf den Großen Tartscherkopf, 2952 m, etwa 1/2 Stunde vom Kleinen Tartscherkopf (AV-Führer von Holl: "15 Min., unschwieriger Grat, die Gratschneide wird durchweg begangen" -wie denn?).
Dann recht steil abwärts ins Furkeljoch, 2804 m, steinig, Schotter, aber unproblematisch (laut AV-Führer nur 10 Min. aufwärts - wir sind m.E. nicht langsam, aber diese Zeitangaben sind illusorisch). Jedenfalls waren wir bei Start am Stilfserjoch um 9 Uhr einschließlich der Pausen um 12.30 Uhr am Furkeljoch.
Hier könnte man wieder durchs Furkeltal absteigen zum Goldseeweg.

Der auf hikr schon beschriebene Aufstieg zur Furkelspitz, 3004 m,  war schon vom Großen Tartscherkopf aus sichtbar und wirkte undramatisch, ist er auch. Laut AV-Führer Kletterstellen 1. Grad und 1/2 Stunde im Aufstieg. Das war die erste Zeitangabe, die auch für uns stimmte. Mir zeigte das, dasss nicht etwa wir zu langsam sind, sondern ein erheblicher Teil der Angaben im AV-Führer nicht irgendwie verifiziert ist. Was die Kletterstellen sein sollen, weiß ich wieder nicht so richtig. An wenigen Stellen ist ein Fixseil angebracht. Die Wegspur ist gut sichtbar und markiert. Bei guten Bedingungen ist auch dieser Abschnitt wie alles bisher nicht mehr als T 3. Jedem, der keine Lust hat auf abschüssige, rutschige Stellen im Abstieg würde ich empfehlen, von hier zurück abzusteigen zum Furkeljoch.

Denn dann geht es am Fallaschkopf vorbei weiter zum Fallaschjoch. Im AV-Führer heißt es dazu in Gegenrichtung "unschwieriger Anstieg, jedoch völlige Trittsicherheit nötig, längs der Gratschneide (Schutt, schräge Platten)" und wenn man die Aufstiegszeit von der Furkelhütte zum Fallaschjoch abzieht, rechnet der Führer etwa 45 Min. im Aufstieg vom Fallaschjoch bis zur Furkelspitze. Wir brauchten etwa 1 Std.  45 Min. im Abstieg. Gut, vor uns waren 3 Männer, die das schneller schafften, und zu viert ist vieles langwieriger und mühsamer, zumal wenn einzelne Beteiligte noch kürzere Beine haben.
Vom Furkelspitz zunächst über Blöcke und Schutt zunehmend steil abwärts in den Sattel, 2869 m. Dann kommen wieder einfachere, aber etwas luftige Passagen. Nach Umgehung des Fallaschkopfes auf der Ostseite wird die nächste felsige Graterhebung  wieder links zunächst absteigend, dann wieder aufsteigend umgangen. Und das ist der Abschnitt, der im Abstieg echt unangenehm ist, den ich nun mit T 4 einordnen würde. Es sind zwar Drahtseilsicherungen angebracht, aber außer dem losen, schiefrigen Material muss man um eine nicht gut einsehbare Ecke herumklettern und schräge Platten queren. Man will ja auch nicht die ganze Schutt- und Geröllhalde herunterrutschen. Im Aufstieg sicherlich einfacher, bei Nässe und sonst schwierigen Bedingungen sicher besser zu vermeiden. .Vielleicht wäre auch eine Alternative, gleich hinter dem Fallaschkopf  planmäßig über das Geröll in das nordseitige, bald flacher werdende Kar abzusteigen und zum Fallaschjoch leicht wieder aufzusteigen.
Nach den Platten wird es dann schlicht und einfach und das Fallaschjoch ist schnell erreicht.

Von dort ist es noch eine gute Stunde zur Furkelhütte. Empfehlenswert ist der Weg Nr. 24a/ 24  übers Schafeck mit guter Aussicht auf die Ortlergruppe und in den Vinschgau.
Von der Furkelhütte mit dem Sessellift nach Trafoi hinab.

Vom Panorama her lohnender Weg. Interessant sind auch die Gesteinswechsel, die an der Farbe der Berge und der Beschaffenheit des Untergrunds und am Ausmaß der Brüchigkeit des Gesteins deutlich werden.


Der Eintrag in der Minimap ist kein GPS-Track, sondern gibt nur den ungefähren Verlauf wieder.

Hike partners: zaufen


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