...und ein weiterer Piz Champatsch im Unterengadin: Piz Champatsch 2920 m
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Champatsch:
kopfsalat und ich philosophierten kürzlich hier über die Bedeutung dieses Namens, den mehrere Bündner Berggipfel mit dem Zusatz "Piz" tragen, der aber auch sehr häufig als Flurnamen jeder Art auftaucht.
kopfsalats Interpretation als "schlechtes, grobes oder rohes Feld" bringt es hier wieder auf den Punkt, denn die hier mit "Champatsch" bezeichnete Weide am Fusse des Berges ist ein sumpfdurchzogenes, mit Steinen übersähtes Gebiet - eben ein richtiges Champatsch.
Zur heutigen Tour: Dieser Piz Champatsch - es ist bereits der dritte Berg mit diesem Namen, den wir bestiegen haben - liegt im Skigebiet von Scuol und ist daher von der Bergstation der Gondel in Motta Naluns rasch erreichbar. Daher eignet er sich auch für eine kurze Tour bei unsicherer Wetterentwicklung, wie dies heute der Fall war.
Dabei hatten wir nicht einmal geplant, den Berg zu besteigen, doch als sich das Wetter früher als vorausgesagt verschlechterte, die Wolken immer düsterer und der Wind immer kälter und stärker wurde, steuerten wir diesen Gipfel spontan an. Von unten macht der Berg ziemlich Eindruck; wie ein steiler Zahn scheint er sich aus der sanften Landschaft aufzubäumen.
Der direkte Aufstieg über den Südgrat schien uns naheliegend; einen unbezwingbaren Eindruck machte der meist grasige, mit einigen Felsen durchzogene Kamm nicht. Das Gelände erwies sich dann teilweise als steil, das Gras war jedoch immer sehr gut gestuft und die wenigen felsigen Stellen boten keine grösseren Schwierigkeiten; die Hände wurden ab und zu gebraucht.
Die vielen Edelweisse am Grat sorgten bei uns gleich wieder für gute Laune bei allerdings ungemütlichen äusseren Verhältnissen - der Wind blies inzwischen sehr stark und sowohl Wollmützen als auch Handschuhe kamen zum Einsatz. Schon wie fast üblich trafen wir im Gipfelbereich auf einige Schneehühner.
Während dem Abstieg begann es kurz leicht zu regnen; als es kurze Zeit später wieder etwas aufhellte war sie sofort wieder zurück, die Sommerwärme.
Fazit: Ein kecker Berg, dieser Piz Champatsch. Auch wenn er mitten im Skigebiet liegt mit seinen vielen Liftanlagen ist die Tour als "Notprogramm" durchaus lohnend. Der Gipfel bietet eine schöne Aussicht über das Unterengadin.
Routenbeschreibung:
Von der Bergstation der Gondelbahn in Motta Naluns folgt man dem markierten Bergwanderweg Richtung "Fuorcla Champatsch". Der Weg traversiert in einem Streckenabschnitt relativ lange. Auf etwa 2400 m. ü. M. verlässt man den Weg und steigt beliebig in Richtung des eindeutig zu identifizierenden Südgrats auf. Dieser wird in der Folge recht steil. Ein kurzer felsiger Abschnitt bietet leichte Kletterei (I) und ab und zu kann man etwas in die Flanken ausweichen, in steilem, aber gut gestuften Gelände. Der Schlussaufstieg erfolgt in gut begehbarem Schieferschutt.


Zur heutigen Tour: Dieser Piz Champatsch - es ist bereits der dritte Berg mit diesem Namen, den wir bestiegen haben - liegt im Skigebiet von Scuol und ist daher von der Bergstation der Gondel in Motta Naluns rasch erreichbar. Daher eignet er sich auch für eine kurze Tour bei unsicherer Wetterentwicklung, wie dies heute der Fall war.
Dabei hatten wir nicht einmal geplant, den Berg zu besteigen, doch als sich das Wetter früher als vorausgesagt verschlechterte, die Wolken immer düsterer und der Wind immer kälter und stärker wurde, steuerten wir diesen Gipfel spontan an. Von unten macht der Berg ziemlich Eindruck; wie ein steiler Zahn scheint er sich aus der sanften Landschaft aufzubäumen.
Der direkte Aufstieg über den Südgrat schien uns naheliegend; einen unbezwingbaren Eindruck machte der meist grasige, mit einigen Felsen durchzogene Kamm nicht. Das Gelände erwies sich dann teilweise als steil, das Gras war jedoch immer sehr gut gestuft und die wenigen felsigen Stellen boten keine grösseren Schwierigkeiten; die Hände wurden ab und zu gebraucht.
Die vielen Edelweisse am Grat sorgten bei uns gleich wieder für gute Laune bei allerdings ungemütlichen äusseren Verhältnissen - der Wind blies inzwischen sehr stark und sowohl Wollmützen als auch Handschuhe kamen zum Einsatz. Schon wie fast üblich trafen wir im Gipfelbereich auf einige Schneehühner.
Während dem Abstieg begann es kurz leicht zu regnen; als es kurze Zeit später wieder etwas aufhellte war sie sofort wieder zurück, die Sommerwärme.
Fazit: Ein kecker Berg, dieser Piz Champatsch. Auch wenn er mitten im Skigebiet liegt mit seinen vielen Liftanlagen ist die Tour als "Notprogramm" durchaus lohnend. Der Gipfel bietet eine schöne Aussicht über das Unterengadin.
Routenbeschreibung:
Von der Bergstation der Gondelbahn in Motta Naluns folgt man dem markierten Bergwanderweg Richtung "Fuorcla Champatsch". Der Weg traversiert in einem Streckenabschnitt relativ lange. Auf etwa 2400 m. ü. M. verlässt man den Weg und steigt beliebig in Richtung des eindeutig zu identifizierenden Südgrats auf. Dieser wird in der Folge recht steil. Ein kurzer felsiger Abschnitt bietet leichte Kletterei (I) und ab und zu kann man etwas in die Flanken ausweichen, in steilem, aber gut gestuften Gelände. Der Schlussaufstieg erfolgt in gut begehbarem Schieferschutt.
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