Nebeltour auf die auf den Rothorn Nordgrat (Lücke hinter Pkt 2266)


Published by amphibol , 1 March 2015, 09h47.

Region: World » Switzerland » Bern » Simmental
Date of the hike:28 February 2015
Ski grading: PD-
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE 
Time: 2:15
Height gain: 1020 m 3346 ft.
Height loss: 1020 m 3346 ft.
Route:Grimmialp, Hotel Spillgerte (Endstation Postauto)
Access to start point:cff logo Grimmialp, Hotel Spillgerten
Access to end point:-
Accommodation:Grimmialp
Maps:263S Wildstrubel

Rothorn Nordgrat, ein Traum in Weiss

Weniger Glück mit dem Wetter als ein Tal nebenan (Tour aufs Albristhorn von Adrian) hatten wir heute, auch wenn die Vorzeichen gut standen. Wir machten uns früh mit dem 07.01 Zug ab Thun auf den Weg ins Diemtigtal. Die einzigen waren wir bereits um diese Zeit nicht, der Parkplatz füllte sich schon um 08.00 Uhr wie der platzbeschränkte Parkplatz eines grossen Einkaufszentrums am Samstag Morgen. Zeitgleich mit mindestens zwei grösseren SAC Gruppen und anderen Zweier-, Dreier- und Vierergruppen machten wir uns auf. Die Sache ist jetzt nicht die, dass die Tour auf den Nordgrat des Rothorns zu jenen der absolut begehrtesten gehört. Die Tour wurde vielmehr im Generellen als Ausweichtour angesehen. Es lag rund 30-40cm Neuschnee und die Sicht war unvollkommen, je nach Lage und Höhe. Es dürfte aber an diesem Tag die Tour der Touren im Diemtigtal gewesen sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine andere Route heute von so vielen Tourengeher begangen wurde, wie jene zur Nordgrat. 

Entlang des Senggibachs war die Sicht noch in Ordnung, man meinte gar die Restwolken würden sich bald auflösen. Durch den Wald, bei schöner Schneelage könnten wir den Weg jeweils abkürzen und gelangten so schneller in die Höhe. Die Sicht wurde schlechter, wir bewegten uns in den Nebel rein. 

Bei Punkt 1540, der Abzweigung zum Mariannenhubel verpassten wir den Rechtsdreh und entschieden uns gleichermassen weiter ins Wildgrimmi vorzustossen. Wir hatten bereits gestern am Telefon von der Alternative Traumlücke gesprochen. So kam es dann auch, dass wir in einer kurzen Hebungsphase des Nebels das schöne Rothorn sichten konnten. Die Tour wäre uns aber heute zu heikel gewesen, damit drehten wir im Wildgrimmi auf rund 1700m in die Hänge unterhalb des Punkts 2015. Beim Buchstabe g von Wildgrimmi führt der Aufstieg über diese erste Steilstufe zwischen den Felsbändern durch. Danach stiegen wir mehr oder weniger direkt auf die Lücke zwischen Punkt 2266 und 2329. Die Lücke ist auf den Kartenwerken nicht benannt. Erst einen Tag später bemerkten wir, dass die im oberen Bereich des Verbindungsgrats zwischen dem Chalberhöri und dem Rothorn liegende Lücke nicht die Traumlücke ist. Die Traumlücke selber sei durch die JO des SAC Berns benannt worden (Skitouren Berner Alpen West, Gantrisch bis Wildhorn, Schnegg/Anker, 3.Auflage). Der obere Bereich zur Lücke auf dem Rothorn Nordgrat ist in Betrachtung der rund 40cm Neuschnee eher etwas grenzwertig steil. Der Schnee ist aber in einer hervorragenden Zusammensetzung, was uns und die anderen Gruppen nicht davon abhielt, hochzusteigen.

Trotz weiterhin schlechter Weiss-in-Weiss Sicht, genossen wir das Sandwich und freuten uns auf die Abfahrt. Die Lücke war heute sehr gut besucht, so dass die Hänge stark befahren wurden. Auch bei unserem Abstieg stiegen immer wieder Gruppen auf. Aprospos: Die meisten Tourengeher, wie auch wir waren der Meinung, dass wir auf der Traumlücke standen.

Die Abfahrt war dann ein Traum, zwar in Weiss, aber wir könnten es sehr geniessen und ein paar super Schwünge in die Hänge zeichnen. Dies wohl vor allem, weil wir mit den ersten Gruppen oben waren. 

Um 12.00Uhr waren wir wieder unten und gönnten uns einen Kaffee im Berghotel Spillgerte, bevor wir 12:43 Uhr das Postauto zurück ins Tal nahmen. Der Nebel konnte sich den ganzen Tag nicht so richtig legen, entegen den Prognosen (die aber insgesamt nicht so schlecht waren). 

Aufstieg/Abstieg: 1020Hm / Distanz Aufstieg: 4.7Km, Zeit Aufstieg: 2:15h, 30-40cm Neuschnee, bereits gespurt. Die Lücke wurde heute von geschätzten 50 Personen besucht! Wetter: Warm, aber starker Nebel. Fotos gibt es fast keine.. 

Hike partners: amphibol


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