Wart 2704m (Wildgärst)


Published by Bombo , 25 January 2014, 19h18.

Region: World » Switzerland » Bern » Oberhasli
Date of the hike:25 January 2014
Ski grading: PD
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE 
Height gain: 1310 m 4297 ft.
Height loss: 1310 m 4297 ft.
Route:siehe GPS-Datei
Access to start point:Mit PW bis nach Schwarzwaldalp (4x4 oder Schneeketten mitnehmen!), seit neustem gebührenpflichtig (CHF 8.00 pro Tag)
Maps:LK 1:50'000, Bl 254 "Interlaken"

Wart(ä), luegä, losä... freeridä!


Der Blick auf das Lawinenbulletin ("erheblich") sowie auf die aktuelle Neuschneekarte löste das "Wo-geht's-hin-Rätsel" in Sekundenschnelle: das Berner Oberland hat ordentlich was abgekriegt, man spricht von 30 bis sogar 40cm Neuschnee. Berichte im Netz aus den letzten Tagen sprechen aber auch von fehlender Unterlage und von akuten Stein-Rendez-vous... Item - der Neuschneegenuss überwiegt und wie heisst es schön: Qualität hat ihren Preis - notfalls die Opferung des Skibelages. Die Registerkarte "Wildgärst" ist somit schnell gezückt - die Erinnerungen an die Tour vor knapp 1 Jahr sind unvergesslich - schlicht und einfach traumhaft war es. 

Nicht als erste, aber auch nicht als letzte starten wir gegen 08.15 Uhr bei der mittlerweilen gebührenpflichtigen Schwarzwaldalp 1456m und steigen entlang dem Pfannibach durch malerische Mulden und an einladenden Hängen hoch zum P. 2009, wo wir unsere erste Verpflegungspause einlegen. Der steilere Anstieg zum Hagelseeli hinterlässt bei meiner besseren Hälfte erste Anzeichen der Erschöpfung, die dortige zweite Verpflegungspause bringt energietechnisch leider nicht die erhoffte Verbesserung. So steigen wir hinter den Vorspurer noch hoch bis zur Wart 2704m, welche heute unser Ziel darstellt. Hier beginnt auch die eigentliche Abfahrt, zumal die Gipfelflanke des Wildgärst ziemlich windbearbeitet ausschaut. Trotzdem wollen wir noch einen Moment zuwarten, sollte der Vorspurer bald für die ihm zustehende Firstline-Abfahrt eintreffen. Da dieser aber noch im Aufstieg zum Gipfel ist und wir langsam gegen die Kälte kämpfen, entscheiden wir uns zur Abfahrt.

Durch unberührte, tief eingeschneite, federleiche, pulvrige Hänge dürfen wir heute als erste unsere Spuren zeichnen - das entspricht nicht gerade meinem Verhaltenskodex, doch lässt wenigstens das breite Gelände mit den diversen Varianten auch den nachfolgenden Abfahrer immer wieder "Firstline-Gefühle" aufkommen. Die Schneeverhältnisse hätten nicht besser sein können - und die Prognosen über die Schneequalität- & quantität trafen ebenfalls zu. Auch trafen die Hinweise betreffend Steinkontakten zu - im Gebiet Wischbääch herrscht zwar ein Powder-Mekka par Excellance, die notwendige Unterlage auf der dortigen Geröllhalde fehlt an mehreren Orten jedoch gänzlich, sodass es meine neuen schwarzen Krähen ziemlich übel erwischte. Aber die Bretter sind ja auch zum Gebrauchen da und wie bereits eingangs erwähnt: Pow-Qualität hat manchmal auch seinen Preis - ich lasse mich mal von der Reparatur im Skiservice überraschen ;-)

Die weitere Abfahrt wählten wir entlang von bereits vorhanden Spuren dem Sommerwanderweg folgend vorbei an P. 1699 hinunter zur Schwarzwaldalp 1456m. Schade, dass diese Spur dort entlang führt - gehört dieses Gebiet doch zum Wild- und Waldschongebiet und könnte problemlos südlich davon umfahren werden. Aber auch uns fiel dies zu spät auf, sodass wir ebenfalls diese Variante benützten. 

Die obligate Einkehr im Restaurant Schwarzwaldalp sollte natürlich nicht fehlen - aufgrund des aktuellen Sonnenstandes findet diese aktuell noch im Innern und nicht draussen auf der Sonnenterrasse statt. Im März dann wieder - mit T-Shirt und Sonnenbrille!

An dieser Stelle noch ein grosser Dank an die Spurer - sei dies im Aufstieg oder dann aber auch im flacheren Teil der Abfahrt gewesen! Man möge uns in der Etappe zwischen Wart und den Wischbääch die erste Linie verzeihen.


Fazit: 

Die Wildgärst-Tour ist für mich nach wie vor eine der allerschönsten "Erheblich"-Touren überhaupt. Längst kein Geheimtip mehr pilgern Leute aus nah und fern in das so urchige und unberührte Reichenbachtal. Auch wir werden wieder kommen - aber mit Garantie und hoffentlich mit ein wenig mehr Energie.


SLF: "erheblich"




Route 354a - Die schönsten Skitouren der CH - Scanavino / Gansser / Auf der Maur
Route Nr. 216b / 216c - Skitouren Berner Alpen Ost - R. Schnegg / D. Anker



Hike partners: Bombo, Schusli


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