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Mir vil auf ich vergas ein Koma zu sezen ...


Published by Henrik , 13 October 2013, 01h15.

Region: World » Switzerland » Fribourg
Date of the hike:29 September 2013
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-FR 
Time: 2:30
Route:Hotel de l'Ours à Sugiez pour Morat la gare
Access to start point:ÖV
Access to end point:ÖV
Maps:Gourmessa

Sternstunden der grammatikalischen Verrohung – eine kleine Betrachtung zum korrekten schriftlichen Ausdruck! Und ein weiterer Spaziergang.


... es gibt ja hikr.s, die setzen keinen zweiten Fuss auf einen schon einst eroberten oder „gemachten“ Berg, egal wie viele Tausende vor ihnen dort gestanden haben – ja nicht ein zweites Mal! Ich habe die Sicht ja schon mehrmals von mir gegeben: der Weg zur Arbeit wird aber um das Vielfache täglich sogar zweimal bestritten und darüber wird kein Wort verloren. Wir sitzen im ICN nach Biel. Ein Mitnahmeticket verschafft Claudia die Möglichkeit mit mir wieder mal erstklassig zu fahren – wir geniessen das zusammen umso mehr, denn wie an einem verregneten Sonntag sind die Abteile leer, also können wir uns ausbreiten – ich schätze ja allein deswegen auch die Fahrt in der oberen Klasse wegen der Beinfreiheit ... und der Bahnfreiheit sowieso. In Delémont wechselt der ICN die Fahrtrichtung. Es regnet weiterhin. Aus dem Panoramafenster erblicke ich auf den gegenüberliegenden Gleisanlagen ein Doppelauftritt des FLIRT, ob die miteinander turteln? Dass Züge sich mögen, hat uns ein aufmerksamer hikr. unlängst witzig näher gebracht, wie hier.
 
... zwischen Choindez und Moutier erlaubt die Trasse lediglich eine Gleisführung; die Birs, die Kantonsstrasse sowie die Eisenbahn teilen sich an der engsten Stelle den wenige Meter breiten Talboden im Bereich der Klus. Bald wird die Strasse entlastet, wenn der Tunnel du Raimeux eröffnet wird – ein Teil des Nationalstrassennetzes, das die Ajoie mit Biel verbinden wird – das freut insbesondere die Pendler(ströme) und die Investoren wie auch die Steuerbehörde des Kantons Jura. Moutier kann jetzt schon umfahren werden. Und dort wo die Birs entspringt, entfällt sogar die Fahrt am Col de Pierre Pertuis. In Sonceboz schluckt einen der neue Tunnel. Noch eine Beobachtung zur Tunnelfahrt mit der Bahn durch den Grenchenberg: warum zieht es wie kaum woanders in der Schweiz bei einer Tunnelfahrt auch im ICN, als würde einer mordsmässig pusten? Nächster Halt: Grenchen Nord.
 
... über die  Grenchener Witi hinweg sieht man bei guter Witterung oft die Alpenkette und ihre Majestäten. Der Jurasüdfuss, an dessen Rand die Bahn verläuft, versteckt sich unter einer dicken Wolkenschicht. Es ist grau und trübe. In uns steigt die Stimmung und wir freuen uns auf die anstehende Fahrt mit dem Schiff – der Drei-Seen-Fahrt, mit Ziel Sugiez! In Biel/Bienne verlassen wir den ICN, mein Dreamliner. Spazieren hinaus auf den Kulturplatz hinter dem Bahnhof Süd, vorbei an öden Parkplätzen und grauen Häuserwänden, upps. Eine Gebäudezeile wirkt auf mich so faszinierend, dass ich auf die Strassenmitte zuhalte und diese von dort ablichte: es erinnert mich an Plätze, wo Träume platzten oder Hals-Über-Kopf geräumt werden musste, aus welchen Gründen auch immer. Manchmal wirken sie wie Skelette oder sind es schon – insbesondere üben solche Gevierte auf mich eine magische Kraft aus. Gerne erinnere ich mich an die analoge Fotografie, als ich mit der Nikon F durch Berlin streifte, Ende der 70er-Jahre und genau diese verlassenen Bauten schon damals zu mögen begann.... Die „Petersinsel“ wird noch zurechtgewischt und die Reling von Wassertropfen befreit. Um 9.45 legt sie ab. Wir sitzen im Oberdeck, mit Blick aufs Heck und bestellen zuerst mal etwas Warmes. An anderen Tischen, reservierten, wird Brunch serviert. Davon lassen wir, denn den Mittag wollen wir wieder mal zelebrieren.

... ganz in der Nähe der Petersinsel tauchte ein Boot mit geplustertem Segel auf – dem Spinnaker. Das gegenüberliegende Ufer versank in einer Regenwand. Am Steg zur Petersinsel verliess eine Gruppe das Motorschiff. Ich bestellte ein Glas Chardonnay und Claudia folgte mir eine halbe Stunde später mit derselben Entscheidung. Langsam schob sich die „Petersinsel“ durch den Zihlkanal, die zurückgelassenen Wogen spiegelten das Ufer wider, es tanzten Gebilde des Ufers und des Bewuchses in ihnen, gedehnte Bilder, die einzufangen vom Schiff aus ich mir sofort vornahm und ein wenig scheiterte, eben, weil im Unterwegs. Dann lagen Boote am Ufer vertäut, auch ein blaues mit einer Kapuze drauf, dann sahen wir Ledi-Schiffe bei Epagnier am Kieswerk liegen,  und Wochenendhäuser, die uns keine Lust verschafften, es ihnen nachzumachen oder mit ihnen zu tauschen. Das Schiff erreichte das Ende des Kanals und fuhr in den Lac de Neuchâtel. Bevor es in den Canal de la Broye einbiegt, wird eine grosse Schleife gezogen, wohl des seichten Untergrundes wegen. Man beachte auf den Karten den Verlauf der beiden Kanäle im Zusammenspiel mit den Kantonsgrenzen – der Canal de la Broye trennt zum Beispiel in der Mitte bis La Sauge die Kantone Neuchâtel und Bern.
 
... die orografisch rechts gelegene Landschaft am Eingang des Kanals wartet auf mit dem Naturschutzgebiet „Fanel“. Etwas später erscheint der Mont Vully, den die hikr.s auch entdeckt haben. An dessen Fuss hin zum Murtensee lässt sich trefflich speisen, gäll Baldy und Conny oder Pfaelzer? Während wie im Zihlkanal auch hier die Fahrt aus Gründen des Uferschutzes eine bedächtige ist, hat das zur Folge, dass von der Reling aus die Natur im Schritttempo vorbei gleitet und vieles so zu entdecken ist. Mit Weile also. Und kurz darauf legt das Motorschiff in Sugiez an – der Parkplatz beim Hotel de l’Ours lässt den Schluss zu, dass ich gut daran getan habe, für uns zu reservieren – im Bistro. Doch es hat genügend Platz, eine Gesellschaft mit über 100 Gästen wird im ersten Stock bedient.
 
 
... das Lokal besuchte ich auch schon mit hikr.s im Schlepptau, auch diente es als Abschlusslokal für eine Range Rover Ralley vor einigen Jahren. Essen wird hier zum Event und darf ruhig das Prädikat des Zelebrierens tragen. Und ist bezahlbar, reisst keine Löcher in die Börse. Im Sommer gefällt die Terrasse mit den Palmen im Spalier.
 
... statt zuerst zu spazieren, dinieren wir also, hinterher begeben wir uns nach Murten, genau so im vergangenen April. Es regnete nicht ganz so heftig wie damals. Und wir tauchen ein in eine mystische Welt, am Uferweg entlang des Lac de Morat.
 
... im Städtchen angekommen, wälzen sich Massen uns entgegen, so beschliessen wir uns zur „Flucht“, am Bahnhof steht ein „Lötschberger“, der uns aufnimmt und nach Bern bringt, mit dem IC schliesslich zurück in die Agglo Basel.
 
... es ist eine Wiederholung des Unternehmens vom vergangenen April, aber eine Nuance anders. Und zuvor war ich auch schon dort. Und wahrscheinlich werden wir wieder hingehen – insbesondere  des „Bären“ wegen.


Das Schreiben wandelt sich immer mehr hin zur schriftlichen Mündlichkeit - und das Komma bleibt dabei auf der Strecke. 


Mit Claudia auf Gourmessa


Hike partners: Henrik


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Comments (3)


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Pfaelzer says: Wie die Zeit vergeht...
Sent 13 October 2013, 07h50
...das ist ja schon über zweieinhalb Jahre her dass wir dort zusammen dinierten...
Nachher Zürcher Oberland mit einem Arbeitskollegen, bald mal wieder mit dir ins Tessin oder in die Romandie?

LG
Wolfgang

bidi35 says: und mir vil auf...
Sent 13 October 2013, 14h14
...das tu keihnen eintzigen feler gemacht hasst inn teinem pericht!!!

Ich war übrigens gestern auch auf einer TuT-Wanderung...Kafi inbegriffen!!!

LG Bidi

Baldy und Conny says: in bester
Sent 13 October 2013, 19h34
Erinnerung ist unser TuTen im Januar bei bestem Wetter
Gruess Angelo


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