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Piz Kesch


Published by shuber , 3 October 2012, 14h44.

Region: World » Switzerland » Grisons » Oberengadin
Date of the hike: 2 October 2012
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Mountaineering grading: PD+
Climbing grading: III (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR 
Time: 9:00
Height gain: 1400 m 4592 ft.
Height loss: 1400 m 4592 ft.
Route:17 km
Access to start point:PW
Access to end point:PW
Accommodation:Chamanna d'Es-Cha

Bergsaisonhöhepunkt mit meinem Bergfreund Werni. Um 5.00 Uhr starteten wir in Elsau mit dem Ziel Albulapass. Unser Wunschberg war heute der Paradeberg Piz Kesch.
 08.30 Uhr Abmarsch beim Albulapass / Punt Granda bei nebligem Wetter. Auf der Fuorcla Gualdauna empfangen uns die ersten Sonnenstrahlen. Weiter zur Chamanna d'Es-Cha. Hier geniessen wir zur Stärkung vor dem Aufstieg noch eine Engadiner Nusstorte und die fantastische Aussicht in die Berninaberge. Dann galt es ernst. Der weiss/blau/weiss markierte Alpinpfad führte uns zum Übergang Porta d'Es-cha. Unterwegs vernahmen wir ein riesiges Gepolter und sahen eine grosse Staubwolke von Richtung Es-chagletscher. Erst auf dem Rückweg sahen wir, dass aus dem Grat zwischen Piz Kesch und Piz Cotschen ein riesiger Felssturz niedergegangen war. Die Traverse vor der Porta d'Es-cha ist auch sehr steinschlaggefährdet, es drohen riesige Felsblöcke abzustürzen, also möglichst schnell da durch! Der Aufstieg zur Porta d'Es-Cha erfolgt mit Hilfe einer langen Eisenkette. Dort eröffnet sich dann der Blick auf den Porchabellagletscher und dahinterstehend den Piz Kesch. Der Gletscher ist leicht schneebedeckt und auch am Piz Kesch hat es einiges an Neuschnee. Eine Zweierseilschaft war gerade im Abstieg vom Piz Kesch und ein Einzelgänger ! im Aufstieg. Ansonsten war heute niemand am Kesch unterwegs.
 Wir seilten uns an und überquerten den Gletscher auf der Spur unserer Vorsteiger. Optisch wirkte die Spur spaltenfrei, aber auf dem Gletscher wird einfach angeseilt ( safety first ). Zuerst leicht steigend, dann steiler gehts dem Kesch entgegen. Wir folgten der Spur zum Anfang des Nordostgrates. Steigeisenbewehrt erklimmen wir den Nordostgrat relativ nahe der Kante (III), mit einzelnen kurzen Ausweichern zur Ostflanke. Dank dem Neuschnee war die Steinschlaggefahr vermeintlich nicht so gross, aber ups da kam einmal ein grosser Brocken geflogen ( so um 20cm gross ) und genau zwischen uns durch. Nicht auszudenken, wenn Dieser uns getroffen hätte ! Glück braucht's halt auch. Recht ausgepumpt erreichen wir den Gipfel, aber welch herrlicher Ausblick entschädigt dafür. Nun ist Geniessen angesagt. Nach einer kleinen Stärkung nehmen wir dann den Abstieg unter die Füsse. Genau der Aufstiegsroute folgend steigen wir ab. Bei der schwierigsten Stelle seilen wir uns ca. 10m ab um das Risiko zu minimieren. Es gibt noch die eine oder andere Kletterstelle oder ausgesetzte Querung und dann erreichen wir wieder den Gletscher. Froh heil unten angekommen zu sein seilen wir uns wieder an und laufen auf dem Gletscher zurück zur Porta d'Es-Cha. Auf dem Aufstiegsweg geht's wieder zur Chamanna d'Es-Cha. Hier gibt's zur Belohnung für das Geleistete ein feines Gerstensaftgetränk. Dann folgt noch der Rückmarsch zum Auto, wo wir etwas nach 17.30 Uhr eintreffen. Auf der Heimreise machen wir noch Halt in Bergün im Hotel Kreuz und geniessen ein sehr feines Nachtessen ( Wildcapuns, sehr empfehlenswert ! ).

 Nachsatz: Der Piz Kesch ist kein triviales Unternehmen. Die ganze Gegend ist sehr steinschlägig. Ich wundere mich ab Bildern in Hikr-Berichten, wo man auf Fotos SAC-Berggänger in mehreren Seilschaften ohne Helm sieht. Ich betrachte dies schon als grob fahrlässig!! ( http://www.hikr.org/tour/post15881.html )

Hike partners: shuber


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