Von Avegno ins Val di Croat – oder wenn Improvisation gefragt ist
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A little bird told me! Dass aber der wieder durchgehend eingezeichnete Weg (Landeskarte 2008) so eine Herausforderung ist, hätte ich nicht geglaubt.
Er beginnt oberhalb Avegno di Fuori 321m mit einem Muttergottes-Altar. Der sehr gut markierte und unterhaltene Weg führt über Monteggia nach Cardada. Von diesem Weg zweigt auf 520m Höhe ein schwer erkennbarer Weg nach rechts horizontal ab.
Teils exponiert und dennoch sicher schmiegt er sich an die Felswände. Wenige Geländer und eingehauene Tritte; ein Felssturz ziemlich hinderlich. Doch ein Weg nach meinem Gusto, welcher nach der ehemaligen Alpsiedlung Vallegia 630m führt. Vier gut erhaltene Ruinen – einst stolze und grosse Alpgebäude auf saftigen Wiesen. Alles mit Laubbäumen überwachsen. Nur noch einige riesige Kastanienbäume erinnern an die hochstehende Alpkultur. Und natürlich die atemberaubenden, genialen Wege.
Bei der letzten Ruine talwärts geht der Weg weiter ins Val di Croat. Dank Steinmännchen ist er bis zum Bach gut zu verfolgen. Jenseits des Baches erhebt sich eine Felswand mit Vertikal-Gräben. In diesem komplizierten Gewirr finde ich die Traverse auf 820m rundweg nicht. Einige halsbrecherische Versuche verlaufen ergebnislos (T5). So entscheide ich mich, flussaufwärts mein Glück zu versuchen. Recht angenehm ersteige ich eher links des Flusses ziemlich anstrengend (Geröll und neuer Felssturz) vierhundert Meter mit der Absicht, die horizontale Strasse auf 1200m als hintere Auffanglinie einzusetzen. Ganz knifflig wird es auf etwa 1000m, wo aus allen Seiten Bäche zusammenlaufen und sich zur Linken noch eine zusätzliche Felswand aufbäumt, als hätte es nicht schon genug zur Rechten! Zum Glück erblicke ich die Stützmauer eines Kohlenmeilers, in dessen Nähe immer die Wege zu finden sind. Auf einer schmalen Rippe zu einer breiteren Rippe zu einer Flanke und als doch recht grosse Erleichterung die horizontale Teerstrasse.
Auf dieser erreiche ich über den schön klingenden Ort Miranda 1172m der Flecken Monte Bré 1022m und nach einem Besuch eines Restaurants mit traurigem Wirt die Mittelstation Monte Bré der Seilbahn Orsellina - Cardada 990m.
Heimfahrt mit gemischten Gefühlen: Einerseits berechtigter Stolz, dass ich aus der Situation sicher das Beste gemacht habe. Andrerseits habe ich den Weg nicht gefunden. Dies wurmt mich begreiflicherweise.
Und so wie ich mich kenne, werde ich wieder dorthin zurückkehren. Vielleicht von oben her. Oder ist der Weg gar tiefer als angenommen?
Schon wieder eine Baustelle!
Er beginnt oberhalb Avegno di Fuori 321m mit einem Muttergottes-Altar. Der sehr gut markierte und unterhaltene Weg führt über Monteggia nach Cardada. Von diesem Weg zweigt auf 520m Höhe ein schwer erkennbarer Weg nach rechts horizontal ab.
Teils exponiert und dennoch sicher schmiegt er sich an die Felswände. Wenige Geländer und eingehauene Tritte; ein Felssturz ziemlich hinderlich. Doch ein Weg nach meinem Gusto, welcher nach der ehemaligen Alpsiedlung Vallegia 630m führt. Vier gut erhaltene Ruinen – einst stolze und grosse Alpgebäude auf saftigen Wiesen. Alles mit Laubbäumen überwachsen. Nur noch einige riesige Kastanienbäume erinnern an die hochstehende Alpkultur. Und natürlich die atemberaubenden, genialen Wege.
Bei der letzten Ruine talwärts geht der Weg weiter ins Val di Croat. Dank Steinmännchen ist er bis zum Bach gut zu verfolgen. Jenseits des Baches erhebt sich eine Felswand mit Vertikal-Gräben. In diesem komplizierten Gewirr finde ich die Traverse auf 820m rundweg nicht. Einige halsbrecherische Versuche verlaufen ergebnislos (T5). So entscheide ich mich, flussaufwärts mein Glück zu versuchen. Recht angenehm ersteige ich eher links des Flusses ziemlich anstrengend (Geröll und neuer Felssturz) vierhundert Meter mit der Absicht, die horizontale Strasse auf 1200m als hintere Auffanglinie einzusetzen. Ganz knifflig wird es auf etwa 1000m, wo aus allen Seiten Bäche zusammenlaufen und sich zur Linken noch eine zusätzliche Felswand aufbäumt, als hätte es nicht schon genug zur Rechten! Zum Glück erblicke ich die Stützmauer eines Kohlenmeilers, in dessen Nähe immer die Wege zu finden sind. Auf einer schmalen Rippe zu einer breiteren Rippe zu einer Flanke und als doch recht grosse Erleichterung die horizontale Teerstrasse.
Auf dieser erreiche ich über den schön klingenden Ort Miranda 1172m der Flecken Monte Bré 1022m und nach einem Besuch eines Restaurants mit traurigem Wirt die Mittelstation Monte Bré der Seilbahn Orsellina - Cardada 990m.
Heimfahrt mit gemischten Gefühlen: Einerseits berechtigter Stolz, dass ich aus der Situation sicher das Beste gemacht habe. Andrerseits habe ich den Weg nicht gefunden. Dies wurmt mich begreiflicherweise.
Und so wie ich mich kenne, werde ich wieder dorthin zurückkehren. Vielleicht von oben her. Oder ist der Weg gar tiefer als angenommen?
Schon wieder eine Baustelle!
Tourengänger:
Seeger

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