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First Lines am Stockberg (1782 m) - Canadian Powder im Toggenburg!


Published by marmotta , 19 December 2011, 18h30.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike:19 December 2011
Ski grading: F
Waypoints:
Geo-Tags: CH-SG 
Time: 2:30
Height gain: 950 m 3116 ft.
Height loss: 950 m 3116 ft.
Route:Stein, Breitenau - Steiner Berg - Hinterberg - Rittboden - Josenhüttli - Stockneregg - Stockberg - retour
Access to start point:cff logo Stein SG, Breitenau oder cff logo Stein SG, Gemeindehaus
Maps:Skitourenkarte 237 S

Der Stockberg (1782 m) - die Mutter aller Season-Opener und "Erheblich"-Touren in der Ostschweiz. Vor fast genau einem Jahr erlebte ich zum Saisonstart ein wahrhaftiges Wintermärchen (click) . Diesmal standen die meteorologischen Vorzeichen nicht ganz so günstig, doch die Tage, an denen man im frischen, tiefen Pulverschnee bis ins Tal auf 800 m sausen kann, sind mittlerweile rar - also nichts wie los!
 
Hatte ich mich letztes Mal in einen langen Tatzelwurm von Skitourengängern eingereiht und so von einer zigfach gebahnten Spur profitiert, fiel mir diesmal das "Privileg" zu, die erste Skispur auf den Stockberg zu legen. Obwohl ich recht spät gestartet bin, war weit und breit kein anderer Skitüürler zu sehen. Das passiert einem am Stockberg auch an Werktagen äusserst selten. Einzig eine frische Schneeschuhspur führte bereits durch den ansonsten unberührten Pulverschnee. Im obersten, steilen Abschnitt war ich noch froh um diese Spur, die eine Frühaufsteherin mit ihren zwei Hündchen gelegt hatte - wir begegneten uns auf Höhe des Stocknereggs (1480 m). Allerdings war die Spuranlage für mich nicht immer brauchbar - Schneeschuhgänger spuren, vor allem im steilen Gelände, naturgemäss etwas anders, wie ich ja aus eigener Erfahrung weiss. So spurte ich eben doch einen Grossteil selbst.
 
Trotz der zunehmend unwirtlichen Wetterverhältnisse (wo blieben die versprochenen Aufhellungen?), wuchs bereits im (schweisstreibenden) Aufstieg die Vorfreude auf eine stiebende Abfahrt: 40-50 cm feinster, ungesetzter Pulverschnee wollten gerockt werden!
 
Am Gipfel, den ich nach ca. 2 h erreicht hatte, empfing mich ein eisiger Wind und eine bizarre Szenerie. Um mich herum war es einfach nur weiss und grau, ich hatte auch schon mal eine bessere Aussicht von einem Berggipfel…
 
Schnell machte ich mich für die Abfahrt parat - und hier zeigte sich ein (weiterer) entscheidender Vorteil meiner Gecko-Felle: Das Aufkleben der Felle auf eine fummelige Folie mit womöglich blossen Händen hätte ich Frostbeule vermutlich nicht überlebt. Gut, blieb mir sowas erspart - das Abziehen, Zusammenlegen und Versorgen der Gecko-Felle funktionierte auch mit den dicken Fäustlingen prima.
 
Die Abfahrt bei diesen Verhältnissen war schlicht ein Traum - genau das Richtige für meine breiten Powderlatten (die ich letzten Winter im Bruchharsch noch verflucht hatte). Im obersten, steilen Abschnitt versank ich bei jedem Schwung bis zur Hüfte im stiebenden Pulverschnee. Die Kehrseite von so viel ungesetztem Powder kennt jeder: In den nicht so steilen Abschnitten läuft´s nicht besonders, man wähle daher seine Abfahrtsroute am Stockberg mit Bedacht (was ich natürlich nicht tat), um unliebsamses Anschieben zu vermeiden. Da die Flachpassagen am Risipass bei diesen Verhältnissen indiskutabel sind, wählte ich diesmal die direkte Abfahrtslinie via Stockneregg-Josenhüttli. Rassig sind der oberste Abschnitt bis zum Stockneregg und das (schon etwas von alten, verschneiten Spuren zerfahrene) Stück bis P. 1176. Ich hatte nirgends Boden- oder gar Steinkontakt, Unebenheiten sowie die berüchtigten Natursteinmauern sind schon ziemlich gut eingeschneit. Vorsicht jedoch vor den diversen Viehzäunen vor allem im untersten Abschnitt!
 
Als ich bereits im unteren Teil der Abfahrt war, begegneten mir doch noch einige Skitourengänger, die es auf den Stockberg zog. Das Wetter blieb bis auf eine leider nur wenige Minuten andauernde Aufhellung mit einigen Sonnenstrahlen bis zum Schluss grau. Hin und wieder schneite es sogar leicht. Ein Wintermärchen war´s dennoch, wenn auch für einmal kein weiss-blaues…      

Hike partners: marmotta


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